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Das Leben eines Krümels

(548 Einträge)

Foto: barcoo http://www.barcoo.de/presse.jsf
33 mal angesehen
14.07.2010, 19.34 Uhr

Die Nachhaltigkeitsampel

Wenn man als Verbraucher bewusst einkaufen möchte, dann hat man ganz schön was zu tun. Am besten sollen die Produkte nicht nur möglichst preiswert, sondern auch noch in guter Qualität sein. Lebensmittel am besten so gesund wie möglich (man weiß ja eigentlich doch nie so genau, was in Fertigprodukten drin ist) und am liebsten in Bio-Qualität. Und wenn man auch noch an Umwelt- und Sozialverträglichkeit denken möchte, dann kann man schon mal einige Zeit im Supermarkt und im Internet mit Vergleichen und Recherchen verbringen.

In unseren Zeiten, in denen technisch fast nix mehr unmöglich ist, gibt es dafür jetzt eine Lösung in Form eines kostenlosen kleinen Programmes fürs Handy (leider lange nicht für alle Handys, sondern für gewisse, sehr teure Handys, ihr wisst schon, aber immerhin). Es heißt „barcoo“ und damit kann man im Supermarkt ein Produkt einscannen und bekommt Testberichte und Preisvergleiche angezeigt, oder auch den Hinweis, ob es sich um eine Mogelpackung handelt.

Doch das ist nicht alles. Eine wichtige Funktion für den kritischen Verbraucher ist die Lebensmittelampel. Diese zeigt an, wie hoch der Zucker-, Fett- und Salzgehalt im Produkt ist. Rot steht dabei für einen hohen, gelb für einen mittleren und grün für einen geringen Anteil (nur falls jemand aus Versehen noch nichts davon gehört haben sollte ). Die Ampel war ja mal eine zeitlang in der Diskussion, ob sie nicht auf Produktverpackungen abgedruckt werden soll. Sie wurde aber vor kurzer Zeit erst von der Politik abgeschmettert! Wer also trotzdem nicht darauf verzichten möchte, kann auf diese Informationen hier trotzdem zugreifen.

Was ich ganz persönlich noch wichtig finde ist die Nachhaltigkeitsampel. Denn ich denke in letzter Zeit immer öfter darüber nach, wie wichtig es wäre, wenn man bei jeder Firma ganz einfach nachvollziehen könnte, wie sie produzieren, wie sie mit der Umwelt und ihren Mitarbeiter umgehen. Dann könnte man ganz anders entscheiden, welche Unternehmen man unterstützt und welche nicht. Aber dazu muss man im Moment erst mal eine ganze Weile im Internet recherchieren.

Bei barcoo wird auch für diesen Themenbereich in den Ampelfarben das Engagement des Produktherstellers angezeigt. Die Daten stammen aus verschiedenen Rankings und Institutionen, beispielsweise vom Deutschen Nachhaltigkeitspreis, den Utopia Awards, von Greenpeace oder auch dem Schwarzbuch der Markenfirmen (von dem dann wohl eher die roten Einträge stammen). So kann man also noch im Supermarkt herausfinden, ob der Schokoladenhersteller eventuell Kinderarbeit einsetzt oder es irgendwann mal einen Lebensmittelskandal gab. Und natürlich auch, wenn ein Konzern sich besonders für die Umwelt oder eine sozialverträgliche Produktion einsetzt.

Auf jeden Fall eine tolle Sache. Ich bräuchte dazu zwar erst noch ein klein wenig modernes Handy (ich gehöre eher zu den Leuten, die die alten Handys von Freunden und aus der Familie „auftragen“), aber kann ja noch werden .

[www.barcoo.de]
[www.barcoo.de]
[www.spiegel.de]
[www.lohas-guide.de]
[www.schrotundkorn.de]

Foto: barcoo [www.barcoo.de]
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kruemel

kruemel

Alter: 36 Jahre,
aus Südhessen
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Kommentare

15.07.2010 09:06 Paradiesgarten

Die Idee ist gut, hier kann der Verbraucher endlich wieder mehr durch seine Auswahl Einfluss ausüben !
15.07.2010 10:29 StefanS
Ah, dann muss man für den Einkauf der normalerweise 30 Minuten dauert, aber mindestens 6 Stunden einkalkulieren, um zum einen alle Produkte zu checken, und bei nicht gefallen nach Alternativen zu suchen....

Zwar an und für sich ganz netter Eintrag, aber von der Kernaussage halte ich überhaupt nichts.

Vorallem kommt man dann vom Ochsen zum Esel, mit dieser Methode. Man ernährt sich zwar vllt. bewusster, wobei ich das auch für unwahrscheinlich halte. Denn um mal auf die vermeindlichen Skandale der Konzerne zu kommen, oder aber auf das Umweltengagement. Da ist es doch eher so, dass es nicht darauf ankommt, wer sich noch keinen Skandal geleistet hat, sondern eher darauf wer diesen am besten verheimlichen kann. Und die Firmen die am meisten in Umwelt- oder Sozialeprojekte investieren sind die, die die meisten Leichen im Keller haben...

Und ganz davon abgesehen macht sich der denkende Mensch immer mehr abhängig von technischen Spielereien.
15.07.2010 18:51 kruemel
Ichd glaube nicht, dass jetzt Menschen rumrennen und in ihrem Supermarkt jedes Produkt scannen. Und um alles über jedes Produkt zu erfahren, ist das Leben sicherlich zu kurz und oft hat man ja seine Standardprodukt, die man eh immer kauft. Aber um mal schnell für ausgewählte Produkte Infos zu prüfen, halte ich die Idee weiterhin für gut.

Bei der Nachhaltigkeitsampel geht es eben nicht nur um Umwelt- und Sozialprojekte, die "nebenbei" betreut werden. Sondern auch darum, wie die Firmen ihre Produkte herstellen, ob sie nachhaltig produzieren, wie sie ihre Mitarbeiter behandeln oder die Umwelt verschmutzen. Die Bewertungen und Rankings stammen von verschiedenen, unabhängigen Organisationen. Klar kann keiner sicher sein, ob sie noch was verheimlichen. Aber das ist heutzutage doch auf allen Gebieten so. Im Endeffekt muss man darauf vertrauen, dass die Infos stimmen, die man bekommt, vor allem, wenn man im Internet unterwegs ist. Außer man prüft alles selbst nach und wer kann das schon...

Ich als denkender Mensch finde es gut, wenn ich schnellen Einblick in umfassende Informationen aus den verschiedensten Quellen habe, und wenn ich ganz einfach nachprüfen kann, ob ein Produkt unter ordentlichen Bedingungen hergestellt wurde.

Aber du hast deine Meinung, und das ist in Ordnung so
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