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Das Leben eines Krümels

(548 Einträge)

Foto: Jetti Kuhlemann / pixelio.de
26 mal angesehen
28.07.2010, 20.27 Uhr

Fahrradtrend Pedelecs

Bis vor gar nicht so langer Zeit waren ja Fahrräder mit Motorunterstützung eher nicht so angesagt. Nur Rentner würden so etwas benutzen, wer es noch kann, tritt lieber selbst in die Pedale. Diese Einstellung scheint sich immer mehr zu ändern, seit die so genannten Pedelecs immer mehr auf den Markt strömen. Von 2005 auf 2009 haben sich die Verkaufszahlen versechsfacht, von 25.000 auf 150.000 Stück pro Jahr. Immerhin sind inzwischen 2% aller Fahrräder in Deutschland Pedelecs.

Ein Grund mag auf jeden Fall im erhöhten Umweltbewusstsein liegen. Fahrradfahren an sich liegt im Trend, aber wer will schon total verschwitzt im Supermarkt oder auf Arbeit ankommen, nur weil auf dem Weg ein Hügel liegt. Gerade auch für Geschäftsleute liegt hier ein wichtiger Vorteil – nicht durch die Staus der Stadt müssen und auf stickige, öffentliche Verkehrsmittel angewiesen zu sein und trotzdem wie frisch geduscht im Büro erscheinen. Außerdem erhöht sich der bequem erreichte Umkreis mit einem Pedelec, weil man natürlich auch schneller vorwärts kommt.

Sicherlich sind die immer kleiner werdenden Motoren eine weitere Ursache, warum die Pedelecs an Fans gewinnen. So sieht nicht gleich jeder, dass man beim Treten Unterstützung hat. Manchmal geht es ja durchaus auch um Sportlerehre .

Es gibt übrigens zwei verschiedene Arten von Pedelecs. Die „kleine“ Variante hat maximal einen 250 Watt-Motor. Die Hilfe durch den Motor ist nur dann vorhanden, wenn auch getreten wird – Ausnahme ist eine Anschiebhilfe, das heißt der Motor läuft nur bis 6 km/h von allein. Die Motorleistung nimmt außerdem immer mehr hab, je schneller man sich bewegt und hört ab 25 km/h komplett auf.

Dann gibt es noch die so genannten E-Bikes, teilweise auch Speed-Pedelecs gennant. Diese haben einen Motor bis maximal 500 Watt Leistung, der sich außerdem erst bei 45 km/h abschaltet. Natürlich lockt die höhere Geschwindigkeit, aber es hat einen Nachteil: ein E-Bike gilt rechtlich gesehen nicht mehr als Fahrrad – im Gegensatz zum normalen Pedelec. Das heißt, es braucht eine Mofa-Zulassung ebenso wie einem Mofa-Führerschein. Dazu kommt Versicherungs- und Helmpflicht und man kann nicht mehr einfach auf Fahrradwegen fahren. Diese müssen explizit für Kleinkrafträder ausgewiesen sein. Da bleibt in Städten nur noch die Straße, was den Vorteil des Fahrrads wieder zunichte macht. Ganz abgesehen davon, dass man mit seinen 30-40 km/h eher ein Hindernis darstellen wird.

Insofern sollte man sich genau überlegen, welche Variante man sich zulegt. Aber es ist auch kein billiges Vergnügen. Zwischen 500 und 5.000 Euro kosten sie. Stiftung Warentest meint aber, dass ordentliche Pedelecs mindestens 2.000 Euro kosten. Stromkosten fallen dann nur noch in Höhe von unter einem Cent pro Kilometer an. Aber die Räder haben aber immer noch ein großes Manko, den Akku. Der hält meistens um die 40 bis 100 Kilometer, nimmt aber mit jedem Tag auch etwas in der Leistung ab. Irgendwann lassen sich die Akkus nicht mehr voll laden – das Problem kennt man ja zur Genüge vom eigenen Handy. Damit nimmt natürlich auch die ursprüngliche Reichweite deutlich ab. Ein zweiter Akku kostet zwischen 500 und 800 Euro. Da müssen die Hersteller laut den Testberichten noch verbessern.

[www.n-tv.de]
[www.verbraucherfuersklima.de]
[www.spiegel.de]
[www.focus.de]

Wer trotzdem mal ein Pedelec ausprobieren möchte, der kann sich in vielen Urlaubsgebieten welche vom Hotel oder der lokalen Tourismusorganisation ausleihen. Ich hab hier mal nur ein paar aufgeführt, die mir bei meiner Suche nach Infos untergekommen sind:
[www.pedelec.mecklenburgische-schweiz.de]
[www.come-on.de]
[www.reisenews-online.de]
[www.az-web.de]
[www.ostsee-zeitung.de]

Foto: Jetti Kuhlemann / pixelio.de
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kruemel

kruemel

Alter: 36 Jahre,
aus Südhessen
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Kommentare

29.07.2010 10:58 Paradiesgarten

Die Zahl der Rentner nimmt zu, daher im Sommer eine Alternative auch für ältere Menschen
29.07.2010 15:24 Katalin
eigentlich geht das mit dem verschwitzt ankommen. sobald man auch ein bisschen trainiert ist, kommt man auch nicht so schnell mehr ins schwitzen.
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