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Nun im 4. Jahr als Imker und e...

Meine Erfahrungen über das Jahr (82 Einträge)

653 mal angesehen
28.09.2010, 21.32 Uhr

Schleuderung des Heidehonig

Nach dem ich im letzten Blog beschrieben habe, was ich so alles mit den Völkern angestellt habe, sollte ich nun vielleicht mal noch einiges zur eigentlichen Ernte schreiben.

Ein Imkerkollege hatte seine Bienen auch in der Heide aber so ca. 7 km von mir entfernt. Er hatte sehr wenig Glück dieses Jahr. Da die Heide nicht besonders gut gehonigt hat undsich in der Nähe von seinem Stellplatz auch ein Feuchtgebiet mit mehreren Seen befindet, haben die Bienen bei ihm keinen Heidehonig produziert, sondern Honig von Springkraut. Leider ist dieser Honig nicht so hochwertig.

Ich hatte schon auch für mich das Heide jahr bereits abgehackt. Aber meine Bienen hatten kein Springkraut und haben sich auf die Heide konzentriert.

Im August hatte ich mir bereits einen neuen Honiglöser in Dänemark gekauft, weil die alte Stippe nur die Waben einseitig und auch nur wenige Zellen auf einmal stippen konnte. Diese neue Maschine wurde speziell für Heidehonig-Imker mit weniger als 30 Beuten entwickelt, da auf dem Markt für diese Gruppe von Imkern bisher kein effizienter Honiglöser verfügbar war. Durch seine hohe Effizienz, die leichte Bedienung und den erschwinglichen Preis ist dieser Honiglöser die optimale Wahl für alle Imker in diesem Bereich.

Der Honiglöser ist besonders leistungsfähig und effizient auf Grund seines einzigartigen Systems die Nadelbänke während des Honiglösens mit dem Fuß hin- und her zu bewegen, wodurch die Hände frei bleiben um den Rahmen hoch- und runter zu bewegen. Der Rahmen wird zwischen den zwei Nadelbänken platziert, welche durch den Einsatz des Fußpedals zusammengepresst werden. Dadurch dringen die Nadeln in die Honigzellen ein und lösen den Honig von beiden Seiten gleichzeitig aus der Wabe. Jede Nadel ist auf einer kleinen Feder gelagert, die verhindert dass die Nadel zerbricht wenn sie auf Holz oder eine Zelle mit Pollen trifft. Um den Honig aus einem Rahmen zu lösen benötigt die Maschine dabei ca. 5-6 Schübe, d.h. es können ca. 2 Waben pro Minute gelöst werden.

Diese Investition hat sich tatsächlich gelohnt, ich mußte ca. 250 Waben ausscheudern und dementsprechend stippen, ohne dieses Gerät hätte ich wohl mehr als eine Woche dafür benötigt.

Auch hatte ich ja bereits geschrieben, dass ich mir einen 8 Wabenselbstwender Vollautomat zugelegt habe. Ich hatte für den Heidehonig ein eigenes Programm erstellt. Insgesammt dauert der Schleudervorgang 15 min, 5 min bei 30 %, 5 min 60 %, 5 min 80 %, jeweils 2,5 min pro Seite.

Ich konnte auch feststellen, dass auch frischgebaute Waben so erstmalig ausgescheudert werden konnten. Mit der alten Schleuder war dies unmöglich, da ist der Wachs weggeflogen. Mein Opa hatte mir deshalb auch immer den Rat gegeben, für die Heidehonig ernte kann ich nur alte, wenns geht berütete Waben verwenden. Dies trifft bei der neuen Schleuder nun nicht mehr zu. Ich kann also nun endlich alle alten Waben aussortieren und einschmelzen. Ich kann auch mit neugebauten Waben Heidehonig ausschleudern, super... Wichtig ist dabei, dass die Waben bei Zimmertemperatur gelagert und geschleudert werden. Sonst kommt der Honig noch schlechter raus.

Insgesamt habe ich 10 h zu zweit gebraucht, um alles auszuschleudern. Ich hatte danach ca. 160 kg Heidehonig. Das durchsieben ging leider nicht ganz so schnell, weil dieser Honig ja sehr fest und geleeartig ist.

Und wenn ich etwas nachlässig beim stippen war, blieb auch mal etwas Honig in der Wabe und ich mußte nachstippen. Aber mit etwas Übung wurde es dann auch besser und schneller. Meine Mutter kannte bisher nur die alte Stippe und war ganz begeistert von der neuen Technik. Aber bevor ich die Kosten wieder drin habe muß noch einiges mehr an Heidehonig fliessen. Schleuder plus Honiglöser kosten ja weit mehr als 3.900 €.

Er hat auch in diesem Jahr wieder einen tollen Geschmack, wenn auch etwas anders als letztes Jahr. Dies hängt davon ab, wie der Anteil der unterschiedlichen heidesorten ist, die beflogen werden und blühen. Dieses Jahr gab es wenig weißblühende Heide aber sehr viel violettblühende Heide. Dies ist aber Jahr für Jahr sehr unterschiedlich. Ich glaube auch, dass die Qualität der Waben den Geschmack beeinflussen wird. Nächstes Jahr nehme ich sicher nur noch junge Waben, dann wird der Geschmack warhscheinlich wieder etwas anders sein.
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MahlitzerBiogarten

MahlitzerBiogarten

Alter: 47 Jahre,
aus Schollene/Düsseldorf

Schlagwörter

heidehonig, stippe, stippen

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