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[blog.bauernhofurlaub.de] (119 Einträge)

Dachs1
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10.10.2010, 13.47 Uhr

Wissen Sie welches Wildtier zum Tier des Jahres 2010 gekürt wurde? Es ist der schwarz maskierte Regenwurm-Jäger - unser heimischer Dachs!

Die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild (SDWi) hat den Dachs zum „Tier des Jahres 2010“ ausgerufen, schon um ihn bei den Menschen bekannter zu machen. Jeder hat wohl schon mal einen Dachs gesehen aber eher ausgestopft oder im Zoo als nachtaktiv im Wald. Er ist in unzähligen Regionen Deutschlands verbreitet und seine Bauten fehlen in kaum einem Wald und dennoch haben nur wenige Menschen den Dachs in freier Wildbahn zu Gesicht bekommen.

Viele kennen die beliebten „Dachshaare“ auch von den weichen Rasierpinseln oder den Dachshaarbürsten, diese Haare stammen allerdings oftmals aus Dachszuchten in Asien.

Der Dachs hat eine Körpergröße vom Kopf bis zum Schwanz gemessen von bis zu 90 Zentimetern, er ist grau gefärbt und hat diese typischen schwarzen Gesichtsstreifen. Sein Körperbau ist breiter und gedrungener als der eines Fuchses und so bringen es beispielsweise vor allem gut genährte männliche Dachse auf bis zu 20 Kilogramm Körpergewicht. Füchse hingegen kommen nur auf sieben Kilo. Das beliebte Fabeltier „Meister Grimbart“ lebt bevorzugt in Laub- und Mischwäldern, kommt aber auch in Parks und in Feldfluren mit vielen Hecken vor. Lebensnotwendig für den Dachs als Höhlenbauer ist der passende Boden. Ein felsiger Untergrund, lockerer Sand, grundwasser- oder überflutungsgefährdete Regionen sind deshalb nicht geeignet für einen Dachsbau. Meister Grimbart trägt an seinen Vorderpfoten lange Klauen, die besten geeignet sind um damit graben zu können. Dachse bauen unterirdische Mehrfamilienhäuser, die in eine Tiefe von bis zu fünf Metern reichen, die über mehrere Eingänge zugänglich sind und die im Laufe der Zeit von mehreren Dachsgenerationen genutzt und erweitert werden, so dass das der Bau hunderte Meter lange Gänge und diverse Wohnkessel umfassen kann. Neben vielen Dachsfamilien finden dann auch Füchse im friedlichen Miteinander im Dachsbau Platz. Und genau dieses enge Verhältnis zum Fuchs wäre dem Dachs in den 70er Jahren fast zum Verhängnis geworden. Zur Tollwutbekämpfung wurden in dieser Zeit allerorts Fuchsbauten vergast und diesem Treiben fielen auch viele Dachse zum Opfer. Der Bestand hat sich jedoch wieder erholt und unser heimischer Dachs mit dem wissenschaftlichen Namen „Meles meles“ besiedelt nun wieder das gesamte europäische Festland bis zum Polarkreis, zudem die gemäßigten Breiten in Asien.
Von der Zoologie her gesehen, ist der Dachs der größte unserer heimischen Marder. Im Frühjahr bringt das Weibchen bis zu fünf Junge zur Welt, meist sind es jedoch nur zwei. Sie sind zunächst rein weiß behaart und blind, werden zwei bis vier Monate lang gesäugt und verlassen unter den fürsorglichen Augen der Dachsmutter erst im Frühsommer bei milden Temperaturen den Bau.

Leider gehört der Dachs in Deutschland zu den jagdbaren Arten, in der Zeit von Anfang August bis Ende Oktober darf ihm nachgestellt werden. Die NABU plädiert allerdings für die Abschaffung der Dachsjagd, da viele tausend geschossenen Dachse überhaupt nicht genutzt und einfach um des Jagdtriebes Willen getötet werden.

Artikel- und Bildquelle: [www.nabu.de]

Es wird in diesem Jahr sogar eine Briefmarken-Sonderausgabe mit einem hübschen Dachsfoto geben, lesen Sie mehr dazu unter:
[www.briefmarken-archiv.de]


Kennen Sie vielleicht eine tolle Dachsgeschichte, ein Dachsgedicht oder ein Märchen in dem ein Dachs vorkommt? Wir würden uns freuen, wenn Sie uns unter "Kommentare" davon berichten würden!

Einen angenehmen Sonntag wünscht das ganze Team von

[www.bauernhofurlaub.de]

Foto: Templermeister / [www.pixelio.de]
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Bauernhofurlaub

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