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16.11.2010, 17.20 Uhr

"Honig mit Gewürzen" – ist dies zulässig?

Die Frage an die dlv-Imkerredaktion:

In einem Dezemberheft hatte Dr. Friedgard Schaper eine Mischung von Honig und Gewürzen vorgestellt und auf dem Etikett die Formulierung gewählt „Honig mit Gewürzen“. Leser fragten daraufhin an, ob dies nach der Honigverordnung denn zulässig sei, da dem Honig doch nichts zugefügt werden dürfe.


Die kurz gefasste Antwort des Experten:

Richtig, in der Honigverordnung von 2004 steht: „Honig dürfen keine anderen Stoffe als Honig zugesetzt werden …“ Damit wird zweierlei festgelegt:
1. Einem Honig darf anderer Honig zugesetzt werden. Es dürfen also verschiedene Honigpartien gemischt werden.
2. Andere Zugaben dürfen nicht beigemischt werden.

Damit soll eine Verfälschung von Honig ausgeschlossen werden. Denkbar wäre z.B. der Zusatz von Wasser bei sehr trockenem Honig oder Zuckersirup zu Honig, um den Honig „zu verlängern“, ferner künstliches Aroma zu mild-aromatischen Sorten usw.

Alle solchen „Varianten“ sind kein echter Honig mehr und dürfen nicht als Honig bezeichnet werden. Der Honig der erwähnten „Weihnachts-Mischung“ war unverfälschter Honig gemäß der Definition der Honigverordnung. Auf dem Glas wurde angegeben: Honig mit Gewürzen.

Ist das nun erlaubt? Hierzu ist die Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung von 1984 zu befragen; sie „gilt für die Kennzeichnung von Lebensmitteln in Fertigpackungen ..., die dazu bestimmt sind, an Verbraucher abgegeben zu werden“. Paragraph 3 schreibt bestimmte Kennzeichnungselemente wie Verkehrsbezeichnung (Honig), Name und Anschrift des Herstellers, Mindesthaltbarkeitsdatum usw. auf dem Etikett vor.

In § 4 heißt es: „Die Verkehrsbezeichnung eines Lebensmittels ist die in Rechtsvorschriften festgelegte Bezeichnung, bei deren Fehlen
1. die nach allgemeiner Verkehrsauffassung übliche Bezeichnung (Anmerkung: Die Honigverordnung nennt „Honig“, „Blütenhonig“, „Honigtauhonig“ u.a.) oder 2. eine Beschreibung des Lebensmittels …, die es dem Verbraucher ermöglicht, die Art des Lebensmittels zu erkennen und es von verwechselbaren Erzeugnissen zu unterscheiden.“

Da es für Honig, dem Gewürze zugegeben werden, keine allgemeine Verkehrsbezeichnung gibt, trifft der angeführte Satz 2 zu. Das Produkt wurde daher als „Honig mit Gewürzen“ beschrieben. Diese Beschreibung ermöglicht es dem Verbraucher, die Art des Lebensmittels eindeutig zu erkennen. Nicht zulässig wäre dagegen „Gewürzhonig“ – hier könnte der Verbraucher annehmen, dass es sich um Honig handelt, der von Gewürz-Pflanzen stammt.

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Die komplette Antwort könnt ihr auf der Onlineseite der dlv-Imkerzeitschriften ADIZ, die Biene und der Imkerfreund nachlesen:

[www.diebiene.de]


Wenn auch ihr Fragen habt, könnt ihr sie direkt an unsere dlv-Imkerredaktion schicken: js-bienenredaktion@t-online.de


Habt ihr noch Fragen dazu an die anderen Imker? Dann startet im landlive-Forum eine Diskussion dazu:

[www.landlive.de]

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