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Learning to Bee

Anfängersorgen und Altlasten der Imkei (39 Einträge)

Austeja löst ein Bienenquiz Agroscope - die Schweizer haben es erfunden Mayen Homepage
912 mal angesehen
04.12.2010, 02.26 Uhr

Links: Wissen und Informationen über Imkerei und Bienen II

Im Internet lässt sich viel über Bienen und Imkerei erfahren. Aus der Unzahl privat unterhaltener Seiten zum Thema stechen aber nur wenige wirklich gut gepflegte Seiten heraus, die zumeist von größeren haupt- oder nebenberuflich betriebenen Imkereien betrieben werden. Dazu gibt es ein paar wenige informative Seiten, die tatsächlich vom am Thema interessierten Privatpersonen oder auch Vereinen unterhalten werden. Der weitaus größte Teil der anderen Seiten, die sich mit Imkerei befassen, lässt sich in drei Kategorien unterteilen:

Kurzatmige Formen von Wissen
Hier hat jemand, der sich mit Imkerei befasst, mit hohem Elan und scheinbar auch viel Zeiteinsatz eine Seite begonnen, aber auf halber Strecke die Luft verloren. Neben ein paar fragmentarischen Versatzstücken von Wissen, finden sich auf solchen Seiten oft Versuche Lücken im Angebot durch Querverweise oder Kopien von frei verfügbaren Texten zu kompensieren. Kennzeichnend für diese Baustellen ist der Verweise „under construction“, der oft monatelang und gelegentlich auch jahrelang auf der Seite zu sehen ist. Dominant sind vielerorts ellenlange Listen von Links, unsortierte Photoalben und sporadische Blogeinträge. Für mich als Anfänger werfen solche Seiten eher ein Licht auf den Elan und die Motivation anderer Alt- und Jungimker, als das sie mir wirklich beim Erwerb weiteren Wissens hilfreich wären. Oft stellt sich mir dabei die Frage, warum hier eine weitere, Homepage aufgezogen wurde. Seine Freizeit sollte man dann doch besser in die Arbeit mit den Bienen stecken. Die bieten im Sommer wie Winter genug Beschäftigungstherapie.

Aggressive Formen von Wissen oder Nichtwissen
Eine weitere Form von imkerlichen Homepages lässt sich als aggressive Form der eigenen Wissensdarstellung beschreiben. Diese Seiten haben meist wesentlich mehr Text als erstere Form anzubieten, ergehen sich aber vor allem in seitenlangen, persönlichen Abhandlungen bestimmter Themenbereiche, die meist durch eine klare Linie zwischen Gut und Böse gekennzeichnet sind. Der Autor der Seite betrachtet sich als Verfechter der guten Seite. Es dominieren quasi-wissenschaftliche Argumentationen, die Texte sind gespickt mit falschen Zitationen und gerahmt von einer meist enorm chaotischen Struktur der Homepagegestaltung. Sie werden ähnlich selten aktualisiert wie Seiten der ersteren Kategorie, allerdings sind die Linklisten weniger lang, dafür aber umso konfuser. Wer auf Weltverschwörungstheorien steht, sich gerne über die Welt ärgert und mit Freunde lange, unstrukturierte Texte liest, ist mit diesem Seitentypus gut bedient. Ansonsten scheint er zu wenig mehr zu dienen als dazu, die wortlose Wut seines Autors über Weiß-Der-Teufel-Was in die anonymen Weiten des Netzes zu spiegeln.

Naive Formen von Unwissen
Hier ist ein Jungimker am Werk, mit viel Elan und scheinbar auch zu viel Zeit. Anstelle von Wissen finden sich auf diesen Seiten alles was nicht Wissen ist, aber zur Wissensgenerierung geeignet scheint, ohne dabei selbst Arbeit investieren zu müssen: Foren, unmoderierte Chaträume in allen möglichen Varianten, Blogs, die Option eines Newsletters ohne erkennbare Zielrichtung, meist leerstehende Bildergalerien. Im Großen und Ganzen ähneln diese vielfach im Netz existenten Seiten in ihrer Fragmentiertheit und Zerstreutheit eher den Ruinen alter Zivilisationen oder den Überbleibseln des Baubooms vor der Finanzkrise als einer sich neu etablierenden Struktur, vielleicht gerade weil hier der Konstrukteur gerne die Konstruktionstätigkeit anderer Arbeiter anstrengen würde, ohne dafür eine angemessene Gegenleistung bereitzustellen. Nur eine Baustelle mitsamt motiviertem Konstrukteur macht dann doch keinen Wolkenkratzer.

Gut aufgemachtes Wissen
In meinem ersten Jahr als Nachwuchsimkerin bin ich daher neben den wenigen guten privaten Seiten immer wieder auf die offiziellen Homepages von öffentlichen Instituten zurückgekommen. Hier bekommt man gut sortierte, sauber präsentierte und fundierte Informationen, oft in Form praktischer PDF-Dateien, die man dann im eigenen imkerlichen Sammelordner abheften kann. Dort wo bestimmte Ansichten präsentiert werden, sind sie mit Forschungsergebnissen untermauert und oft findet sich eine Vielzahl von Ansprechpartnern, die man bei Bedarf kontaktieren könnte. Überdies hinaus bieten viele Institute ein eigenes Kursprogramm an, dass zumindest beachtet werden sollte. In einem vorangegangenen Blogeintrag habe ich bereits eine erste Liste kommentierter Links - Teil I aufgeführt, die mir in den ersten Monaten als Imker sehr geholfen haben – man kann sie hier finden:
[www.landlive.de]

Mittlerweile bin ich auf eine ganze Reihe weiterer informativer Seiten gestoßen, auf die ich hier – wieder mit kurzen Kommentierungen – verweisen möchte. Vielleicht helfen sie dem einen oder anderen weiter.

Die BeeGroup Würzburg
[www.bienenforschung.biozentrum.uni-wuerzburg.de]
Der Bienenforscher Prof. Tautz ist Leiter der BeeGroup der Uni Würzburg. Auf der Homepage der BeeGroup kann man die aktuellen Forschungsprojekte der BeeGroup mit verfolgen und erhält unter dem Punkt „Aktuelles“ so manchen Hinweis auf aktuelle Bucherscheinungen und TV-Beiträge zum Thema Bienen. Unter dem Punkt „Die BeeGroup“ finden sich, neben Infos zur Arbeit der Gruppe, eine ganze Reihe Fachveröffentlichungen zum kostenlosen Download, allerdings ist bei den Downloads nicht gleich ersichtlich um was es in den Texten geht. Man muss also etwas stöbern. Die BeeGroup ist auch Heimat der HOBOS (Honey Bee Online Studies), bei der man bis vor einiger Zeit online einen Bienenstock beobachten konnte. Aktuell wird die Seite scheinbar generalüberholt.
Neben einer Vielzahl von Experimenten mit Bienen, werden auch manchmal die Mitarbeiter der BeeGroup zu medialen Versuchszwecken abgeordnet, etwa wenn die bienenfürchtigen Moderatoren von Galileo herausfinden wollen, über welche Transportkapazität Bienen verfügen.
[www.prosieben.de]

Das Institut für Bienenkunde in Rheinland-Pfalz in Mayen
[www.bienenkunde.rlp.de]
Das Institut für Bienenkunde in Rheinland-Pfalz ist eine weitere öffentliche Dienstleistungs- und Forschungseinrichtung. Neben verschiedenen Informationen zur Imkerei und zur Varroabekämpfung, bieten die Seite einen Überblick über das umfangreiche Kursangebot des Instituts. Auf jeden Fall sollte man den Infobrief Bienen und Imkerei abonnieren, er ist kostenfrei, erscheint einmal monatlich und gibt neben einem Überblick über aktuelle Arbeiten am Bienenstand, Hinweise auf bundesweit stattfindende imkerliche Großveranstaltungen und Ergebnisse aktueller Mayener Umfragen zu Themen der Imkerei.

Das Länderinstitut für Bienenkunde Hohen Neuendorf e.V.
[www2.hu-berlin.de]
Das Länderinstitut für Bienenkunde Hohen Neuendorf e.V. liegt nördlich von Berlin und bietet verschiedene imkerliche Dienstleistungen an. Auf der Homepage findet sich ein Überblick über das Institut und die angebotenen Dienste. Über die Menüpunkte „Forschung und Lehre“, „Biene und Honig“ und „Imker“ kann man sich einiges an imkerlichen Grundwissen anlesen. Daneben gibt es ein kleines Wissensspiel zu Bienen und Imkerei. Interessant für fortgeschrittene Imker ist sicher die Datenbank „www.beebreed.eu“ auf die man unter dem Punkt „Zuchtwertschätzung“ weitergeleitet wird. Hier kann man sich die Prüfungsergebnisse der Bienenvölker verschiedenster Züchter ansehen und miteinander vergleichen. Nach einer Recherche auf [www.beebreed.eu] habe ich 2010 bei zwei bayrischen Züchtern Königinnen bestellt und bin bis jetzt ziemlich begeistert von den Damen.

Das Institut für Bienenkunde der Uni Frankfurt
[www.institut-fuer-bienenkunde.de]
Das Institut für Bienenkunde der Uni Frankfurt informiert auf seiner Seite über den Aufbau und die Tätigkeiten der Einrichtung. Neben einem Überblick über Forschungsaktivitäten und die imkerliche Ausbildung am Institut, kann man sich auf der Seite Skripte verschiedener Vorlesungen zur Neurobiologie der Insekten und anderen Themen herunterladen. Das Institut beherbergt auch eine umfassende Bienensammlung und Datenbank verschiedener Bienentypen weltweit. Eine der angebotenen Führungen sollte man definitiv irgendwann besuchen, sofern man in Frankfurt lebt.
Wenn ich mich nicht ganz täusche, haben die Frankfurter auch die Varroa eingeführt - also sollte man auch aus historischem Interesse mal vorbeischauen.

Verein zur Förderung der Bienenkunde der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
[www.die-honigmacher.de]
Die Honigmacher ist eine wirklich gut aufgemachte Seite über alles was Pollen, Bestäubung, Imkerei und Honig angeht. Herausragend auf der Seite ist die Möglichkeit sich anhand der Farbe des Pollens zu möglichen Trachtquellen durchzuklicken. Neben Infos zu Trachtpflanzen findet sich dort zudem allerlei über Bienen und Imkerei in schön verpackter und knackig zu lesender Form. Die einzelnen Informationsseiten sind zudem in Quizform aufbereitet. Das Quiz ist wirklich ansprechend gemacht: Meinen Imkerprototyp habe ich im Quiz mit Nebelschleier, Quarantäneanzug, Honigsauger, Staubwedel, unwichtigem Hintergrund und getarnten Bierkisten ausgestattet – natürlich bin ich prompt durchgefallen, so nett wie das Programm sagt einem das aber selten einer.

Das Zentrum für Bienenforschung der Agroscope Liebefeld-Posieux ALP
[www.agroscope.admin.ch]
Das Zentrum für Bienenforschung der Agroscope Liebefeld-Posieux ALP ist Bestandteil der Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux. Es arbeitet im Rahmen der landwirtschaftlichen Forschung des Schweizer Bundes für die Bedürfnisse der Imkerei und erarbeitet wissenschaftliche und technische Grundlagen und vermittelt sie der imkerlichen Praxis sowie den weiteren interessierten Kreisen. Und weil die Schweiz an sich ein tolles Ländchen ist, ist auch die Schweizer Bienenforschung prima. Auf der übersichtlich organisierten Seite erhält man umfassende Infos zu allen Themen rund um Bienen und Imkerei: Immer verpackt in kurze Übersichten und bei Bedarf in erweiterter Form als schön gestaltete, informative PDF-Dateien. In diesen wird auf hohem wissenschaftlichem Niveau auf die verschiedenen Themen eingegangen.
Nachdem man im Zentrum 2007 das 100jährige Bestehen gefeiert hat, könnte man fast denken, dass die Schweizer auch die Bienenforschung erfunden haben.

Honey Bee Research Facility University of California
[beebiology.ucdavis.edu]
Die „Harry H. Laidlaw Jr. Honey Bee Research Facility“ hat eine wirklich tolle Homepage. Zum einen finden sich dort für all jene, die kein Englisch sprechen wunderschöne Photogallerien. Für jene, die Englisch können, gibt es darüber hinaus das Neueste aus der amerikanischen, insbesondere kalifornischen Bienenforscher- und Imkerszene, Infos zu Honigbienen und weiteren Bienentypen, eine nett gemachte Kids-Zone und eine gut sortierte und umfassende Linkliste ins englischsprachige Bienen-Netz.
Wer gern einmal in die Welt der wirklichen Großimkereien hineinschnuppern möchte und an Trends aus den USA Interesse hat, sollte zudem den Newsletter abonnieren, den der Bienenforscher Eric Mussen herausgibt. Neben informativen Einblicken in die amerikanische Bestäubungsimkerei, sind vor allem die Berichte von amerikanischen Forschungsprojekten und Tagungen zu empfehlen.
[entomology.ucdavis.edu]

National Bee Unit York
[secure.fera.defra.gov.uk]
Ebenfalls in Englisch ist die Homepage der „National Bee Unit“ in York, Großbritannien. Hier finden sich ebenfalls weitläufige Photogallerien, u.a. zur Faulbrut, und dazu reichhaltige Informationen zur Imkerei in Großbritannien. Die Informationen auf der Homepage werden ergänzt durch eine ganze Reihe von Infoblättern, die man downloaden kann und einen Newsletter zu Themen der Bienengesundheit.
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Austeja

Austeja

Alter: 37 Jahre,
aus Rosenheim
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