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Nun im 4. Jahr als Imker und e...

Meine Erfahrungen über das Jahr (82 Einträge)

470 mal angesehen
12.12.2010, 10.11 Uhr

OS-Säure Behandlung, Winterbehandlung

Es ist für mich immer wieder spannend, in meine Völker zu schauen, dabei kann man die Volksstärke sehen und auch den Zustand beurteilen. Und man sieht, ob noch alle Völker leben.

Gestern war es soweit, ich hatte die Zeit und es waren so 2 Grad und seit ca. 4 Wochen gab es Frost, so dass ich von Brutfreiheit grundsätzlich ausgehen kann.

Ich habe mir Oxalsäuredihydrat (kristallisierte Oxalsäure) im Imkereifachhandel besorgt, ein Honigglas voll kostest 3,50 €.

Vom letzten Jahr hatte ich noch die Verpackung mit fertiger Oxalsäure vom Serumwerk Bernburg, dies sage ich deshalb, weil ich dort das genaue Rezept gefunden habe. Da dies in Büchern ja nie so genau beschrieben wird. Bitte beachtet hierzu auch den Kommentar von Veebee. Ich bin nicht ganz sicher, ob dies so stimmt. Nicht (bzw. noch nicht) zugelassen ist auf jeden Fall Oxalsäuredihydrat zu verdampfen, ich denke die Herstellung ist erlaubt.

Das Rezept ist wie folgt: 17,5 g Oxalsäuredihydrat, 300,75 g gereinigtes Wasser und 300,75 g Zucker, ergibt ca. 0,5 l fertige Lösung.
Genau so habe ich dann auch meine Lösung von einem Apotheker herstellen lassen, natürlich mit einer sehr genauen Digitalwaage und säurefesten Handschuhen.

Alle drei Zutaten habe ich abgewogen und in einem Schraubglas zusammengefügt und dann ca. 30 min immer weider geschüttelt. Danach waren die festen Stoffe aufgelöst.

Danach bin ich dann ausgestattet mit einer 80 ml Kunststoffspritze und dünner Spitze, der OS-Säure, Handschuhe und Stockmeissel zu den Bienenvölker gegangen. Fast alle Völker habe ich auf zwei Zargen, als erstes habe ich jeweils den Deckel abgenommen und danach zwischen beiden Zargen geschaut, weil ich dort fast immer die Bienentraube sehe und die Grösse schätzen kann. Je nach der Grösse habe ich zwischen 30 - 50 ml Oxalsäure aufgezogen und in die Bienentraube 70 % (ziwschen beiden Zargen) geträufelt, den Rest haben ich oben auf die Bienen geträufelt. Ca. die Hälfte der Völker waren durchschnittlich groß, die haben 40 ml bekommen, 4 Völker sahen etwas schwächlich aus, die haben nur 30 ml bekommen und 3 Völker waren ganz stark, eines hing bis unter den Deckel, denen habe ich 50 ml geträufelt. Diese 3 Völker sind auch zur Vermehrung vorgesehen, weil dies auch die sanftmütigen sind.

In den Beutenboden habe ich die Varroakontrolleinlage eingeschoben, um zu schauen wie stark die Völker noch mit Varroa befallen waren. Dies gibt mir Auskunft auch darüber, wie gut die AS Säure Behandlung war. Da ich zu jedem Volk eine Stockkarte führe und Tag der Behandlung und auch die gefallenen Milben notiere, kann ich dann später nachvollziehen, ob dies alles plausibel ist und ich fernünftig gehandelt habe. Auch wir die OS Behandlung notiert und die Volksstärke vermerkt. Die Kontrolleinlage lasse ich nun ca. 2 -3 Wochen im Volk, danach wir gezählt.

Eine Beobachtung fand ich sehr komisch, in einer Beute fand ich in der oberen Zarge, an der Aussenseite, zwei besetzte Wabengassen mit toten Bienen, ich dachte schon das Volk wäre tod, aber die Traube saß zwischen beiden Zargen, also mittig in der Beute und war unauffällig. Irgendwie hat sich ein Teil abgesondert und ist dort gestorben, die Waben habe ich gezogen und die Bienen ausgeklopft und danach wieder eingehangen. Merkwürdige Sache, dies hatte ich noch nie gesehen.

Na mal schauen, wieviele Völker ich durch bekomme, habe ja wohl ein paar Wackelkandidaten, wenn von 14 dann 10 im Frühjahr leben wären dies ja immer noch mehr als genug.

Grüsse und schöne Weihnachtsfeiertage in der Familie oder bei Freunden wünscht Harri.

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MahlitzerBiogarten

MahlitzerBiogarten

Alter: 46 Jahre,
aus Schollene/Düsseldorf
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Schlagwörter

3.5%ossäure, os-säure, os-säure-rezept, oxalsäurebehandlung, oxalsäurerezept, winterbehandlung

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Kommentare

12.12.2010 18:12 veebee
Lieber Harri,
ich denke, dass es gut wäre, im Zusammenhang mit Deinem Oxalsäure-Rezept DEUTLICH darauf hin zu weisen, dass es verboten ist, nicht zugelassene Mittel einzusetzen. Auch wenn der Apotheker das anrührt, hat es keine Zulassung. Und solche Rezepte verführen den nächsten, sich Oxalsäurekristalle gleich selbst zu besorgen und sich die Lösung selbst anzurühren. Zugelassen sind nur Oxuvar und die Oxalsäurelösung aus Bernburg (Zusatz: ad us vet). Es ist ja eine Sache, solche Sachen heimlich zu tun, etwas anderes ist es aber, andere dazu anzustiften. Insbesondere denke ich da an Anfänger, die hier im Forum Ratschläge suchen...

Liebe Grüße und eine besinnliche Adventszeit wünscht Dir VeeBee
15.12.2010 22:37 Austeja
Viel Erfolg in 2011!
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