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Das Leben eines Krümels

(548 Einträge)

 Right Livelihood Award Foundation
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15.12.2010, 20.19 Uhr

Right Livelihood Award

Am 10. Dezember 2010 wurden ja wieder die Nobelpreise verliehen (ich weiß ich hänge mal wieder etwas hinterher…)

Und die Nobelpreise kennt ja so ziemlich jeder. Aber wusstet ihr, dass bereits seit 30 Jahren ein „Alternativer Nobelpreis“ verliehen wird? Jakob von Uexküll (auf dem Foto), der ebenfalls Schwede wie Alfred Nobel ist, schlug dem Komitee damals vor, einen Preis für Leistungen in den Bereichen Ökologie und soziale Gerechtigkeit einzuführen. Dies wurde allerdings abgelehnt.

Also stiftete ihn Uexküll einfach selbst, Basis war eine bedeutende Briefmarkensammlung, die er geerbt hatte, und mit der das Grundkapital der dazugehörigen Stiftung anlegte. So entstand der Right Livelihood Award, der Menschen ehrt, die ganz im Alltag und ganz konkret etwas dafür tun, dass die Erde ein besserer Ort wird. Sie werden oft belächelt oder sogar bekämpft und sie erscheinen nie in den Zeitungen. Uexküll möchte dafür sorgen, dass ihre Arbeit und ihre ganz persönlichen Lösungen für die Probleme der Welt bekannt, aber auch anerkannt werden. Durch das Preisgeld sollen die entsprechenden Projekte noch lange fortgeführt werden können. Heute finanzieren private Spender den Preis.

Übrigens kann jeder einen Kandidaten für den Preis vorschlagen. Somit haben nicht nur der berühmte Wissenschaftler, sondern auch der Sozialarbeite oder das kleine, lokale Projekt eine Chance. Auch bekommt die Stiftung dadurch einen Überblick, welche Themen gerade besonders dringend und wichtig sind.

In diesem Jahr gibt es folgende Preisträger:
Nnimmo Bassey aus Nigeria ist Chef der dortigen Umweltorganisation Environmental Rights Action und Leiter des Projektes „Friends of The Earth Nigeria“. Er kämpft gegen die Ölfördergesellschaften im Niger-Delta, die Umweltzerstörungen im großen Maße hinterlassen. Dort gelangen jeden Tag viele Liter Öl ins Wasser, die Natur und Menschen schädigen, und es interessiert sich keiner der Öl-Multis dafür.

Der katholischen Bischof Erwin Kräutler lebt seit den 60er Jahren in Brasilien und hat auch die brasilianische Staatsbürgerschaft angenommen. Er setzt sich seit vielen Jahren für die Rechte der brasilianischen Ureinwohner ein. Darunter fällt, dass sie Boden bekommen oder zurückbekommen, dass für sie Schulen und Krankenhäuser gebaut werden, und dass diese Rechte in der Verfassung verankert wurden.

Shrikrishna Upadhyay ist der Gründer der nepalesischen Initiative Sappros. Sappros geht in die Dörfer um ihnen Wissen zur Selbsthilfe zu vermitten, also wie man Schulen oder Straßen baut oder Trinkwasserzugänge legt. Das Projekt hat politische Gewalt und Instabilität getrotzt und auch dann weiter gemacht, wenn alle anderen Hilfsorganisationen schon längst weg waren.

Die Organisation Ärzte für Menschenrechte Israel wurde von israelischen und palästinensischen Ärzten gegründet und ermöglicht beiden Bevölkerungsgruppen Zugang zu Gesundheitsversorgung durch mobile Kliniken ermöglichen, auch in schwierigen Gebieten wie den Gaza-Streifen. Bereits seit 1988 stellen sich Ärzte dieser durchaus auch gefährlichen Aufgabe gegen alle äußeren Widrigkeiten.

Weitere Infos über den Right Livelihood Award findet ihr hier:
[www.kurswechseln.de] (offizielle Seite)
[www.focus.de]
[www.zeit.de]
[www.sueddeutsche.de]
[www.br-online.de]

Bildquelle: Right Livelihood Award Foundation
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kruemel

kruemel

Alter: 37 Jahre,
aus Südhessen

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Kommentare

16.12.2010 11:52 Paradiesgarten

Ja, ich habe bereits ein wenig früher davon im Fernsehen erfahren und finde diesen Preis wichtiger denn je zuvor !
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