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"Auf Motivsuche"

Interessantes mit der Kamera festhalten (77 Einträge)

Der Kirchsee heute um 10:47 Fenster im See I Fenster im See II
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17.12.2010, 13.18 Uhr

Wintertag Teil 1

Gestern war Einsendeschluss für den Fotowettbewerb „Stade Zeit bei den Naturfreunden“, und ich hatte praktisch noch kein wirklich schönes Wintermotiv. Eine etwas ältere Aufnahme hatte ich im November am Kirchsee bei schon knackiger Kälte gemacht, leider noch ohne Schnee, dafür aber bei Raureif [www.landlive.de] .
Nachdem bei uns für gestern ein windstiller, sonniger wenn auch sehr kalter Tag angesagt war, und jede Menge Schnee lag (so um den halben Meter), ging’s gegen Mittag erst mal wieder zum Kirchsee. Die Straßen waren vorbildlich geräumt . . . bis zum Parkplatz, dann kam das erste große Hindernis: Da, wo im Sommer ein schöner breiter Wanderweg von der Straße zum See abzweigt, war erst mal ein mannshoher Schneewall zu überwinden. Bis zum Bauch sank ich ein in dem lockeren Schnee. Aber komisch: Ich fühlte mich sehr wohl dabei. Wahrscheinlich war es das Gefühl, nicht umfallen zu können, ein Gefühl, das mich spontan an die Winterfreuden meiner Kindheit erinnerte
Danach ging’s im schweißtreibenden Tiefschnee weiter. Zwar war wohl tags zuvor ein anderer Naturfreund diesen Weg gegangen, aber durch den Neuschnee und den Wind war seine Spur eher schwer zu erkennen. Wenn ich seine Fußstapfen genau traf sank ich nur bis mitte Schienbein ein, wenn nicht, dann bis übers Knie.
Am See angekommen bot sich mir ein überraschender und überwältigender Anblick. Der See war schon zugefroren und die wohl noch sehr dünne Eisschicht war von einer jungfräulich weißen Schneedecke überzogen. Auch der Steg - im Sommer meistens von sonnenhungrigen Badegästen belagert – lag vor mir, als hätte er sich auf dem zugefrorenen See unter einer dicken Schneedecke zum Schlafen hingelegt und als ob er unter dieser Decke wieder Kraft sammeln würde, um im Sommer den Ansturm erneut bewältigen zu können (linkes Bild). Ich musste an dieser Stelle selber wieder Kräfte sammeln und verschnaufen. Dabei fiel mir die Bedeutung des Wortes „stad“ wieder ein.
Am See entlang ging’s dann im Tiefschnee weiter. Diesen Weg war vor mir noch keiner gegangen, und wenn ich bei jedem Schritt die Knie kräftig anhob, musste ich an eine gewisse Übung in der Gymnastikstunde denken. Nach hundert Meter Tiefschneetreten kam ich an eine Stelle im See, die noch nicht zugefroren war (mittleres und rechtes Bild) Hier hat der See offensichtlich einen kleinen Zulauf. Das nicht zugefrorene Loch sieht aus wie ein Fenster,

ein Fenster im See
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heini

heini

Alter: 69 Jahre,
aus Holzkirchen
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