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"Auf Motivsuche"

Interessantes mit der Kamera festhalten (77 Einträge)

Das Wasser vom Kirchsee Die Mangfall im Winter Die Starre hat begonnen
53 mal angesehen
17.12.2010, 20.57 Uhr

Wintertag Teil 3

Auf der Rückfahrt vom Kirchsee musste ich an einer kleinen Brücke anhalten. Unter ihr fließt das Wasser, das vom Kirchsee kommt, durch (linkes Bild) und mündet danach in den Hackensee. Auch der Hackensee hat einen Abfluss, dessen Wasser versickert aber nach ca. 2 km im Boden. Vor vielen, vielen Jahren floss das Wasser der beiden Seen nördlich von Holzkirchen vorbei bis zur Einmündung in die Mangfall bei Grub. Heute existiert davon nur noch eine markante trockene Flussrinne, der sogenannte Teufelsgraben.
Mein nächstes Ziel war die Mangfall bei Grub. Leider ist es seit einiger Zeit verboten in die Nähe des Aquadukts, das den Teufelsgraben überspannt zu kommen (Einsturzgefahr). Als dies noch möglich war, hab ich das Bauwerk in einem Panorama festgehalten [www.landlive.de] . Als Entschädigung für das entgangene Motiv gibt es dafür in unmittelbarer Nähe eine Stelle, wo die Mangfall durch besonders viele dicht gedrängte Stufen gezähmt wird. Von einer Brücke aus bietet sich zu jeder Jahreszeit ein interessantes Motiv.
Aber erst heißt es mal, da runter zu kommen in das Mangfalltal. Gar nicht so einfach: Ein sehr schmaler Weg führt da runter mit einem Gefälle bis zu 17%. Und das bei dieser Witterung !!! Es ging trotzdem alles gut, obwohl ich Gegenverkehr hatte und zum Ausweichen sehr weit in den zur Seite geräumten Schnee fahren musste, kam ich ohne Probleme unten an. Ein zweites Mal sollte es an diesem Tag nicht so glatt gehen.
Unten angekommen pirschte ich mich vorsichtig an die Brücke heran. Zwei Tage zuvor war ich schon mal da (bei einsetzendem Schneefall), und da ist, gerade als ich die Brücke betrat, ein Fischreiher aus dem Flussbett aufgestiegen. Auch diesmal war er da, Allerdings schon weit oben in der Luft. Das Foto von der Mangfall hab ich als Panorama aufgenommen (mittlere Bild).
Mein nächstes Ziel war eigentlich der Seehamer See, aber da ich sowieso auf einer Anhöhe an einer Stelle vorbeifuhr, von der aus man einen wunderschönen Blick auf einen Bauernhof hat, mir bis jetzt aber keine vernünftige Aufnahme gelungen ist (falsches Licht, schlechtes Wetter . . .), wollte ich’s heute nochmal versuchen. Wetter und Sonnenstand waren ideal. Kurz bevor die Seitenstraße kam, von der aus ich meinen Schuss geplant hatte, wurde ich an einer Straßensperre von einem freundlichen jungen Mann gestoppt: Sie können da die nächsten 5min nicht weiterfahren. Ich: Aber ich wollte doch nur in diese Seitenstraße. . . . Er: In die können sie die nächsten drei Stunden überhaupt nicht fahren, da wird ein Film gedreht. Na sauber, dachte ich, jetzt sind sogar schon die Filmemacher darauf gekommen, dass man hier oben eine herrliche Kulisse hat.
Am Seehamer See die nächste Enttäuschung. Ein von mir schon lange geplantes Motiv mit Schilf und Binsen im Gegenlicht schien zum Greifen nahe. Dazu kam, dass Enten auf dem teils schon zugefrorenen See standen . . und das als Hintergrund! Doch dann kam das, was das Auge zunächst gar nicht wahrnimmt. Zwischen Fotoapparat und Motiv befand sich ein dichter Maschendrahtzaun! Das Foto (rechtes Bild) musste ich dann an einer anderen Stelle schießen, da wo kein Maschendrahtzaun war, aber leider auch keine einzige Ente.
Eigentlich schon auf dem Heimweg, kam ich an einer Kapelle vorbei. Da die Sonne sich schon ans Untergehen machte, und sich dadurch herrliche Kontraste und Farben an der Kapelle abzeichneten, musste ich hier anhalten. Ich fuhr vorsichtig in einen, wie ich meinte, relativ gut geräumten Feldweg. Gut geräumt aber war der ein paar Tage vorher. Diesmal saß ich nach ein paar Metern fest. Kein Wunder: Mein kleiner Rentner-Flitzer hat nur eine Bodenfreiheit von ca. 13cm. Zum Glück hatte ich eine Schaufel dabei. Nach knapp 20 min war mein Sportflitzer wieder frei, die Kapelle aber konnte ich mir abschminken. Zum Trost gab’s dann noch eine Aufnahme mit letzten Sonnenstrahlen [www.landlive.de] und zum versöhnlichen Abschluss noch ein Sonnenuntergangs Panorama, das ich aber noch ausarbeiten muss.
Inzwischen hab ich erfahren, dass keines meiner Fotos, die ich gestern aufgenommen hatte im Wettbewerb unter die ersten zehn gewählt wurde. Ausgerechnet das Foto, das ich schon früher aufgenommen hatte hat es auf den 4 Platz geschafft. Das freut mich ungemein, und herzlichen Dank an alle, die bei diesem Fotowettbewerb mitgewirkt haben.
Auf dass ich noch viele schöne Bilder von der staden Zeit sehen und vielleicht auch noch selber aufnehmen kann.
offline

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heini

heini

Alter: 69 Jahre,
aus Holzkirchen
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Kommentare

18.12.2010 15:45 mitueis
Servus Heini,
einen schönen ausführlichen Bericht hast Du da mit über das Mangfalltal verfasst.
Vor 2 Jahren war ich auch einmal in diesem Bereich. Hierzu die Fotos. [www.landlive.de]
LG Sepp
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