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Überlegungen über Schwarmkontr...

Bericht über fremdsprachige Quelle (26 Einträge)

336 mal angesehen
08.01.2011, 09.32 Uhr

Paar Anmerkungen: Es wird zu Vorsicht und Umsicht geraten.

In meinen Augen ist die vorgestellte Art der Schwarmkontrolle nichts für Bienenhalter, die es nur bequem haben wollen, die wenig gewissenhaft sind, denen es an Durchblick oder an Ernsthaftigkeit bei der Bienenhaltung fehlt. Man kann damit leicht seine Bienen, wie auch die der Nachbar, ins Abseits oder in den Untergang manövrieren!

In ihrer Methode sehen die drei Wissenschaftler mehr Vorteile wie Nachteile. Es ist ihr gutes Recht, denn sie sind ja Bienenhalter mit langjährigen Erfahrungen. Nicht nur den eigenen, als Imker, sondern auch mit dieser Art der Schwarmkontrlle. Diese letzteren Erfahrungen haben sie uns voraus. Die hat von uns keiner.

Doch ihre Sicht der Dinge dürfen wir anzweifeln. Also habe ich, im Jahr 2010, einen Versuch mit der Drohnenförderung gemacht. Festgelegt habe ich mich danach noch nicht. Ich will und werde im Jahr 2011 meine Versuche damit fortsetzen. Bis zur Klarheit für mich.
So rate ich hier auch jedem anderen zur Vorsicht, falls wer jetzt gleichfalls die "Drohnenförderung" probieren möchte. Warum das?

Weil auch Vorteile angeführt werden, die man mit beträchtlichen Fragezeichen versehen kann. So wird zum Beispiel gesagt, dass ein Mehr an Drohnen wenig kostet. Der Meinung bin ich nicht. Wirksame Schwarmkontrolle ist nie umsonst zu haben, auch bei der Art, wie vorgeschlagen, gibt es nichts "für umsonst".

Erstens wird nicht angesprochen, dass diese Art auch ein Teil der möglichen Honigerträge kostet, auch wenn richtig ist, was die Textverfasser anführen:
- dass Drohnen kurz leben und nicht alle gleichzeitig.
- dass sie in andere Beuten abwandern (St. Florian lässt grüßen?)
- dass sie wohl Brutwärme liefern können.
- dass sie nur geringen Eigenverbrauch an Honig haben wie es die drei Textverfasser unterstellen.

Doch sie müssen zuerst mal mal aufgezogen werden.
Das sind Kosten! Darüber noch später Weiteres.

Zweiten ist es, bei der nun mal herrschenden Varroamilbenplage, ein Nachteil, ein gravierender, dass nur einmal in der Saison gedeckelte Drohnenbrut entfernt werden kann.

Wie berichtet wurde, erhöhte das, in den 50 Versuchsvölkern der drei Imker, die Milbenlast am Ende der Saison auf das 3 bis 4 fache, bezogen auf die 10 Völker in welchen gedeckelte Drohnenbrut herkömmlich, konsequent und laufend ausgeschnitten wurde.

Bei der vorgestellten Art der Schwarmkontrolle entfernt man nur die letzte Drohnengeneration im Juli. Wenn alles passt hat man die Überzahl der Milben im Volke mit der letzten Brut auch mit entfernt.

Nur den Punkt wann die letzte Drohnenbrut zu 100 % gedeckelt ist sollte man genau treffen! Ob das immer gelingt ist die Frage.
Abmildernd wurde gesagt, dass es in den Versuchsvölker kaum kranke Bienen gab, weil die Milben die Drohnenzellen bevorzugen, die Drohnen schädigten.

Doch was geschieht, wenn man die letzte Drohnengeneration vor dem Ausschlüpfen nicht erwischt, folglich alle Milben aus dieser Brut in die Bienenbrut drängen, das ist leicht vorstellbar.

Oder was passiert, wenn ein Imker schon im Frühjahr mit hoher Milbenlast startet, nichts dagegen tut und damit über den ganzen Sommer so imkert?
Der züchtet in der Drohnenbrut Milben über Milben! Schwarmverhinderung dieser Art kann in beiden Fällen für den Standort tödlich werden.
Für Völker in seiner Umgebung gleich noch dazu!

Anderseits sollte man, vernünftigerweise, im Frühjahr ganz wenige Milben in den Völkern haben. Wenn es so ist dann macht das frühzeitige Ausschneiden von Drohnenbrut wenig Sinn. Oder? Es ist reine Verschwendung von Biomasse?

Mit wenig Milben am Saisonanfang wächst die Zahl der Milben Anfangs auch ohne das Ausschneiden nur unwesentlich schneller. Folglich sollte die Last der Milben bis in den Juli zu beherrschen sein. Wenn man verantwortungsbewusst seine Völker führt und sich den „Durchblick“ bewahrt.

Wenn man dann das Gros der Milben mit der letzten Brut entfernt dürfte nach Behandlungen, wie die welche üblicherweise darauf folgen, die Generation der Winterbienen nicht gefährdet sein.
(790 / 847, wird fortgesetzt)
offline

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Heckenimker

Heckenimker

Alter: 82 Jahre,
aus Regensburg
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Schlagwörter

bienengene, das egoistische gen, der bien, drohnenförderung, gegenmaßnahmen, schwärme, schwarmkontrolle, schwarmtrieb

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