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Gedanken zum Zeitgeschehen

Wissenswertes, kritisches, Perspektiven (10 Einträge)

Dioxin
108 mal angesehen
08.01.2011, 23.34 Uhr

Kein Gift auf unseren Tellern

Aus aktuellen Anlass möchte ich in diesem Blogeintrag zum wohl zur Zeit medienbeherrschenden Thema näher eingehen.
Dazu ist es notwendig ein paar Hintergrundinformationen und Fakten hervorzurufen, um den Zusammenhang näher zu verdeutlichen.
Dies ist, wie ich meine im neuesten Rundschreiben der Organisation Compact sehr gut gelungen, die ich hierbei wünschenswerterweise wiederspiegeln möchte.

Der Skandal um dioxin-verseuchtes Tierfutter zieht immer weitere Kreise: Über 150.000 Tonnen sollen bereits in Umlauf gebracht und als Ei oder Fleisch auf unseren Tellern gelandet sein. Jetzt braucht es Konsequenzen: schärfere Kontrollen und ein Verbot gefährlicher Futterbestandteile. Doch nicht nur das. Was wir wirklich brauchen, ist eine andere Politik, die Agrarfabriken mit Massentierhaltung, hohem Pestizideinsatz und Überdüngung nicht länger subventioniert.

Doch Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner stemmt sich bisher gegen solch einen Politikwechsel - und macht Politik für die Agrarlobby: In Brüssel blockiert sie Pläne der EU-Kommission, die milliardenschwere EU-Subventionen von Agrarfabriken auf jene bäuerlichen Betriebe umschichten will, die strengere Umweltauflagen einhalten. Als Konsequenz aus dem Dioxin-Skandal fordern wir von Aigner endlich die Kehrtwende. Sobald 50.000 Menschen unseren Appell unterzeichnet haben, wollen wir ihn der Ministerin persönlich überreichen.

Unterzeichnen Sie unseren Appell!
[www.campact.de]

Der Dioxin-Skandal ist auch ein Resultat der EU-Subventionspolitik: Diese fördert die Entstehung von Agrarfabriken, die ihr Tierfutter nicht mehr selbst produzieren, sondern über verzweigte und schwer kontrollierbare Lieferketten beziehen. Ein Drittel der Subventionen fließen in gerade einmal 1,5 Prozent der Betriebe, während sich die Hälfte der Bauern mit weniger als 5.000 Euro im Jahr begnügen müssen. Gefördert wird alles, egal wie umweltschädlich gewirtschaftet wird.

Die neuen Pläne der EU-Kommission wollen hiermit brechen: Subventionen für Agrarfabriken sollen gekappt werden, das Geld soll stattdessen an kleinere Höfe gehen, die strenge Umwelt-Auflagen einhalten. Doch Landwirtschaftsministerin Aigner lässt sich bisher vor den Karren der Agrarlobby spannen und macht in Brüssel Front gegen die fortschrittlichen Pläne der Kommission.

Fordern Sie die Ministerin zu einem Politikwechsel auf!
[www.campact.de]

Mit herzlichen Grüßen

Astrid Goltz und Christoph Bautz

PS: Ein Politikwechsel weg von Agrarfabriken, hin zur bäuerlichen Landwirtschaft - das ist auch eine zentrale Forderung der Demonstration am 22. Januar während der Landwirtschaftsmesse "Grüne Woche" in Berlin. Die Demonstration gegen Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Exporte organisieren wir zusammen mit einem Bündnis von Umwelt-, Tierschutz- und Entwicklungsverbänden. Demonstrieren Sie mit!

Alle Infos zur Demo...
[www.wir-haben-es-satt.de]

PS:
Unterzeichner bis Dato am 16.01.2011: 87418
offline

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Rickrich

Rickrich

Alter: 47 Jahre,
aus der Hallertau
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Kommentare

09.01.2011 01:18 heini
Wollte das Thema hier gern kommentieren, aber nachdem ich deinen Blogeintrag 1 und 2 gelesen hab, klick ich mich hier mal lieber aus.
30.01.2011 22:22 pflugfurche1
Klar ist auch, das auch Biobetriebe Futter von den gleichen Futtermittelproduzenten kriegen. Damit ist dein ganzer Blogeintrag hier als null und nichtig zu sehen^^
30.01.2011 22:36 Rickrich
Die Zusammenhänge sehen über 70000 Menschen die diesen Apell unterschrieben haben und die ca. 22000 Menschen die bei der Demonstration -wir haben es satt-in Berlin am 22.01.2011 - dabei waren, etwas anders.
31.01.2011 23:20 pflugfurche1
Rickrich schrieb:
Die Zusammenhänge sehen über 70000 Menschen die diesen Apell unterschrieben haben und die ca. 22000 Menschen die bei der Demonstration -wir haben es satt-in Berlin am 22.01.2011 - dabei waren, etwas anders.


Ist für meine Begriffe irgendwo unterste Schublade ein eher periphär tangierendes Thema zur Argumentation herranzuziehen nur weil dieses gerade viel Publicity hat! M.e. bist du nicht besser als Medien wie die Bildzeitung ;). Auch wenn dein Wunsch nach kleineren Landwirtschaftlichen Betrieben völlig nachvollziehbar und in Ordnung ist, brauchst du nicht versuchen mit geistigem Dünnpfiff dafür zu argumentieren. Fest steht jedenfalls, das Futtermittelhersteller verschiedenste Betriebe beliefern, von ganz groß bis ganz klein, sowohl Bio als auch Konvi. Und du wirst es nicht gern hören, größere Betriebe machen ihre Futtermischungen eher mal selbst als kleine ;). Was du auch nicht gern hören wirst: Früher waren trotz kleinerer Betriebsgrößen Dioxin Werte in Lebensmitteln höher ;).

10.03.2011 23:23 Rickrich
"Fremdwahrnehmungen" zu diesem Blogeintrag aus dem Forum - Agrobiodiversität/Vielfalt in der Landwirtschaft-:

Alex hat Folgendes geschrieben:
Hallo,
An die Großen wagt sich doch eh kein Politiker, die werden fett geschmiert von denen die Geld haben, dass war schon immer so und wird auch so bleiben. Dagegen kann nur das Volk was tun, und das hockt auf seiner Ledercouch vor seinem Fernseher und reibt sich den vollgestopften Bauch.

Grüße Alex

Frankenvieh schrieb:
Das sehe ich genauso! Wer das Geld hat, hat die Macht!


Besser ist aber: Wer das Volk ist, hat die Macht!

Ich habe hier einen Blog auf Landlive gefunden: [www.landlive.de] (die billig Lüge)

Hut ab, vor denen die sich in einem Forum voller tlw. richtig blöden Konvis tummeln
Hier noch ein Blog von Rickrich: [www.landlive.de]
er ruft auch hier zur Demo am 22.1. auf und da ist auch ein Link drin zum "Unterschreiben" einer Petition zur Agrarwende!
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