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Überlegungen über Schwarmkontr...

Bericht über fremdsprachige Quelle (26 Einträge)

Der Aufwand bei Schwarmverhinderung mit Drohnenförderung Der Aufwand bei Schwarmverhinderung mit Drohnenförderung Futterverbrauch bei Schwarmverhinderung mit Drohnenförderung
256 mal angesehen
10.01.2011, 09.55 Uhr

Paar Anmerkungen: Drohnenförderung, Schätzung der Kosten.

Es ist ein Versuch Kosten, die schon vorhanden sind und die entstehen können, gegeneinander aufzurechnen um zu einer Bilanz zu kommen.
Liege ich mit der Bilanz richtig ist die Frage, die ich mir und anderen stelle.
Bin mir fast sicher, manch Lesender wird einiges anders sehen, andere Zahlen nennen, auf andere Kosten kommen. Und sich darüber äußern. Das ist sogar Zweck der Sache. Darum auch die 3 Bilder. Damit klar ist wie die hier verwendeten Zahlen zustande gekommen sind.

Die Beispiele in den Originaltexten gehen von 60 000 Arbeiterinnen aus, die zu einem hypothetischen Zeitpunkt einen Vorschwarm mit ca. 20 000 Arbeiterinnen in die Luft bringen könnten.
60 000 ist eine Menge. Unklar ist dabei, ob es sich um Bienen auf den Waben handelt oder ob ein Teil der noch vor dem Ausschlüpfen stehenden Bienen mit gezählt wurde. Denn es könnten ja, wenn niemand eingreift, paar Nachschwärme folgen. Die 60 000 Bienen im Volk wären dann leichter zu akzeptieren.
Es fliegt ja auch eine Menge von Drohnen mit. Was ist mit deren Biomasse? Solche Fragezeichen gibt es nach dem lesen der Originaltexte eine Menge.

Auch die Kosten der Aufzucht von ca. 30 000Drohnen scheinen in den Texten der 3 Autoren ganz unter den Tisch gefallen zu sein. Vermutlich haben sie den zusätzliche Futterbedarf mit dem Aufwand verrechnet, den man „entsorgt“, wenn man Drohnenbrut aus dem Volk entfernt. Das Ausschneiden von gedeckelter Drohnenbrut kostet das Volk ja genauso Aufzuchtfutter. Wie hoch man man diesen Aufwand schätzt war im Internet nicht zu finden.

Stimmt man dieser stillschweigenden Gegenrechnung der Autoren nicht zu (wie ich), dann sollte man von den 30.000 insgesamt „geförderten“ Drohnen die natürliche Drohnenmenge abziehen die das Volk ohne diese Förderung aufziehen würde. Die Autoren nennen ca. 6.500 Drohnen.

Die Differenz von 23.500 Drohnen, die zusätzlich aufgezogen werden, hat eine Biomasse von ca. 5,5 kg.
Was kostet ihre Aufzucht das Volk und seinen Halter.

Üblich ist die Kosten von Bienenbiomasse am Verbrauch von Pollen und Honig zu messen. Angaben dazu gibt es nur für Arbeiterinnen. Ich nehme mal an, das 1 kg Biomasse von Drohnen nicht mehr kostet als 1kg Arbeiterinnenbiomasse.

Zur Sache selbst habe ich im deutschen Sprachraum 3 Quellen gefunden.
Die Angaben sind interessant doch etwas unterschiedlich. Auch deswegen habe ich Ausschnitte aus den drei Quellen (als Bilder) an den Blog gehängt.

An Hand der Angaben in den 3 Quellen gehe ich, für eine grobe Kalkulation der Kosten der Schwarmverhinderung, davon aus, dass man für die Aufzucht von einem Gramm Biomasse (10 Bienen) etwa 1,6 Gramm Honig und etwa 1,4 Gramm Pollen braucht. Oder etwas weniger.
Dann kosten die 5,5 kg zusätzlicher (Drohnen-) Biomasse jedes Volk ca. 8 kg Pollen und ca. 9 kg Honig.

Kalkuliert man Kosten aus Sicht des Imkers sollte man diese 5,5 kg Biomasse um mindestens 1 kg pro Volk reduzieren. Warum?

Ohne Schwarmkontrolle würde, statistisch gesehen, etwa jedes dritte Volk mindesten einen Vorschwarm bilden. Anders gesagt man muss vorsorglich die Förderung von Drohnen in 3 Völkern betreiben damit eines davon nicht schwärmt. Ist das Gewicht des damit verlorenen Schwarms 3 kg, so ist das ein Verlust den man gegenrechnen sollte. Jedem Volk 1 kg also.

Damit reduziert sich die zusätzliche Biomasse bei der Drohnenförderung auf 4,5 kg pro Volk. Oder in Pollen und Honig auf etwa 6kg und 7 kg pro Volk.
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Verhindert man mit Drohnenförderung, dass pro 3 Völkern eines schwärmen würde kostet das den Bienenhalter in der Summe 21 kg Honig und 18 kg Pollen. Schätzungsweise.
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Wirtschaftlich ist die Drohnenförderung erst, wenn für jedes Volk, dass schwärmen würde eine Ertragsminderung von ca. 20 kg Honig zu erwarten ist.

Besteht die Gefahr das Völker sich vollständig totschwärmen oder schwärmen, (wegen Art der Betriebsweise, Art der Tracht) immer mehr wie 30% der Völker, dann ist die kleinere Honigernte schon leichter tragbar (21 kg pro Schwarm, 7 kg pro Volk).

Sonst aber ist es die Arbeit, die man hätte oder die man vermeidet, der Faktor der den Ausschlag gibt.
Wiegt die Arbeit die man sich spart (Arbeit mit anderen Gegenmaßnahmen oder mit dem Fangen der Schwärme) diese Kosten (die Honigverluste) auf?

Die Antwort entscheidet dann, ob man diese Art der Schwarmverhinderung selbst versuchen, betreiben will.
(848 / 912, wird fortgesetzt)
offline

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Heckenimker

Heckenimker

Alter: 82 Jahre,
aus Regensburg
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Schlagwörter

bienengene, das egoistische gen, der bien, drohnenförderung, gegenmaßnahmen, schwärme, schwarmkontrolle, schwarmtrieb

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