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Überlegungen über Schwarmkontr...

Bericht über fremdsprachige Quelle (26 Einträge)

599 mal angesehen
20.01.2011, 11.59 Uhr

Kurzbeschreibung einiger gängiger, üblicher Verfahren und Maßnahmen gegen das Schwärmen. (Teil II)

7 Das Erzeugen von Fluglingen

Diese Art der Schwarmverhinderung fußt auf der Überlegung/Erfahrung, dass ein Volk nicht schwärmen kann, wenn es nahezu keine Flugbienen hat.

Es gibt eine Menge von Varianten, wie man Fluglinge erzeugt. Als äußerst wirksamer Eingriff, um eine schon vorhandene Schwarmstimmung im Volke glatt abzuwürgen, gilt für ein Volk in einem Magazin folgendes Vorgehen:

Als Einleitung verschließt man (falls man sie offen hatte) alle Eingänge in den oberen Zargen. Alle Bienen müssen mindestens 2 ganze Tage den untersten Flugspalt benutzen.

Dann stellt man auf den Unterboden mit dem Flugspalt eine Leerzarge, frei von Bienen (als unterste ). Rein kommt wenigstens eine gedeckelte Brutwabe und mindestens 2 Deck- und Vorratswaben. Diese Zarge deckt man mit einer starken Folie ab. Auf diese Zarge stapelt man nun (über der Folie) alle übrigen Magazine mit Brut oder Honigwaben.

Man öffnet die Flugöffnungen in allen Magazinen. Der Großteil der Flugbienen (aus den Zargen über der Trennfolie) fliegt von dort aus ab, landet aber der Routine wegen an der Zarge unter der Folie und läuft in die Zarge mit den Brutwaben ohne Weisel.

Damit sind die Flugbienen aus den oberen Etagen überwiegend weg. Dort bricht die Schwarmstimmung zusammen. Der Rest der noch nicht fliegenden Bienen trägt die Weiselzellen selber ab.

Darauf kann man diese Zargen (die über der Folie stehen) herunter nehmen und nebenan auf einen zweiten Unterboden stellen.

Den Flugbienen, in der Zarge unter der Folie, spendiert man eine Weisel oder Weiselzelle und lässt diese Zarge (mit Flugbienen) am gleichen Ort stehen.
So hat man nebeneinander jetzt 2 Völker.

Das Volk mit der alten Königin, das ohne Flugbienen, kann auch an anderer Stelle aufgestellt werden. Es kann sich schlecht verteidigen. Es sammelt ca. 10 Tage lang keine Tracht. An ausreichend Wasser und Futter ist zu denken!

Die Flugbienen am alten Platz, in ihrer Einzelzarge, brauchen dafür oft sehr bald wieder einen neuen Honigraum.

Die Maßnahme Flugling wirkt sicher und effizient, selbst bei Völkern die kurz vorm dem Schwärmen stehen. Leider nur dann, wenn reger Flugbetrieb mit Tracht herrscht. Die Methode ist mit einigem Aufwand verbunden. Sie kommt also bei Berufsimkern nur als Notlösung zur Anwendung. Hat man Beuten die, keine Magazine sind wächst der notwendige Aufwand noch erheblich an.
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Damit endet der Teil vom Blog der über Texte von 3 Tschechischen Autoren berichtet und ich könnte mich in die Winterruhe begeben.

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Aber weil es in der Literatur so viele Beschreibungen, wie man der Schwarmstimmung mit Fluglingen entgegentreten kann, gibt, meine ich für Magazinimker könnten noch folgende von Interesse sein.
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8 Umzug auf Mittelwände nach amerikanischer Art - eine andere Fluglingsvariante.

Die Art des Vorgehens ist etwas hemdsärmlig. Der Flugort ändert sich nicht.
Man setzt eine Zarge voll mit Mittelwänden auf einen Unterboden. Darauf ein Absperrgitter. Vor diese Zarge stößt/fegt man die Bienen aus allen übrigen Zargen des Volkes ab. Die Zargen mit den von Bienen frei gemachten Waben stellt man alle oben auf das Absperrgitter. Dabei kann man die Weiselzellen gleich wegmachen.

(In anderen Beuten d. h. "Nicht-Magazinen" hängt man 4 – 5 Mittelwände gleich hinter das Flugloch, dahinter das vertikale Absperrgitter, hinter dem die Waben, die von Bienen frei gemacht worden sind.)

Die Bienen marschieren alsbald in den Stock. Wenn der überwiegende Teil drin ist, überprüft man, ob die Weisel nicht noch irgendwo draußen in einem Bart drin hängt.

Es bleibt noch, falls es noch nicht passiert ist, alle Waben hinter dem Gitter durchzusehen um Weiselzellen mit Larven oder Eiern auszubrechen. Dann bleibt zu hoffen, dass es schnell zu einer guten Tracht kommt.

Diese Prozedur gaukelt den Bienen etwas vor, was dem Schwärmen ähnelt.
Sie wirkt meist nur eine begrenzte Zeit. Die Stimmung kann wieder kippen.
Auch hier, wie beim überwiegenden Teil der beschriebenen oder möglichen Eingriffe, gibt es meist nur dann Erfolg, wenn Tracht einsetzt, sich also Bienenverluste und viel Beschäftigung mit dem Nektar einstellen.
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9 „Zwischenbodenableger bilden“ als Fluglingsvariante zu Verhinderung vom Schwärmen.

Ich verweise hier nur auf den entsprechenden Text, in einem der Kapitel, im Buch - EINFACH IMKERN von Dr. Gerhard Liebig.

Wer kein Zugang zu Buch hat, findet Details zu diesem Verfahren im Link:
[www.imkerverein-tempelhof.de]

(1305 / 1374, Ende der Texte)

Wer bis hier gelangt ist wird in dem Thema von mir nichts mehr zu lesen finden. Ich "habe es fertig" und mache mal auf Winterruhe.
Heckenimker
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Heckenimker

Heckenimker

Alter: 82 Jahre,
aus Regensburg
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Schlagwörter

bienengene, das egoistische gen, der bien, drohnenförderung, gegenmaßnahmen, schwärme, schwarmkontrolle, schwarmtrieb

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Kommentare

21.01.2011 16:41 Austeja
Respekt für die enorme und beachtenswerte Arbeit, die du dir gemacht hast!
Ich hab zwar manche Passagen überlesen (die etwa mit den Zahlen) aber der Rest war ausgesprochen lesenswert und wirklich informativ!
Wenn es die Möglichkeit gäbe, dir mehr als einen "Daumen" zu geben, würde ich es sofort tun!
21.01.2011 16:58 Heckenimker
Austeja schrieb:
Respekt für die enorme und beachtenswerte Arbeit, die du dir gemacht hast!
Ich hab zwar manche Passagen überlesen (die etwa mit den Zahlen) aber der Rest war ausgesprochen lesenswert und wirklich informativ!
Wenn es die Möglichkeit gäbe, dir mehr als einen "Daumen" zu geben, würde ich es sofort tun!

Hallo Austeja
Freud mich dass es interessierte Leser/INNEN gibt, doch wie gesagt habe die Sachen für mich selber durchgekaut. Der Blog diente für mich als Motivation um dabei den inneren Schweinehund (der träge ist) zu überwinden.
Es freut mich aber schon sehr wenn es gefällt, noch mehr wenn es was bringt.Zum Beispiel wenn man danach meint manches besser zu verstehen.
Um die Daumen, was diese angeht habe ich keine Sorge - solange man seine zwei eignen gut benutzen kann. Drücke diese!
Grüße HI
21.01.2011 17:09 Bienenfreund
Ich würde Dir, in Abwandlung des schwarzen Rasierpinsels der Berufsimker, den Goldenen Rasierpinsel verleihen für 26 informative Blogeinträge
Herzlichen Gruß von Bienenfreund
21.01.2011 18:08 Heckenimker
Bienenfreund schrieb:
Ich würde Dir, in Abwandlung des schwarzen Rasierpinsels der Berufsimker, den Goldenen Rasierpinsel verleihen für 26 informative Blogeinträge
Herzlichen Gruß von Bienenfreund


Hallo Bienenfreund!
Grüße und Dank für freundliche Ermunterung.
O mein Gott waren es wirklich so viele Texte?
Was bleibt mir zu sagen - den Lesern, die das alles durchgelesen haben gilt mein Respekt!
Leider ist mir nicht immer gelungen alles so klar, wie es zu wünschen wäre, zu schreiben.
Daran haben die 3 Autoren mit ihren Rechnungen auch einigen Anteil.
Ich kann jede/en verstehen der einigeTexte (mit den Zahlen) übersprungen hat.
Die sind von Haus aus schon irgendwie "nachgereicht" gewesen.

Ab hier.
Ich war wohl gestern nicht richtig updated gewesen!
Habe heute vorherigen Text entfernt oder aktualisiert.

Ein schwarzer Pinsel eignet sich wohl am besten dazu etwas mit weißer Farbe zu übertünchen?
Ich glaube jetzt (nach Nachforschungen!) verstehe ich was die Verleihenden mit schwarzem Rasierpinsel / Pinsel gemeint haben könnten. Denn mal wurde dieser mal wieder dieser verliehen.
Doch wie sagte die Hausfrau als die Kellertür zu streichen war? „Pinsel ist Pinsel“.

Zu deinem Begriff goldener Pinsel habe ich noch kein abgeschlossenes Meinungsbild.
Du hast zwar eine Erläuterung dazu gegeben - doch fehlt mir der Hinweis in was man einen goldenen Pinsel eintauchen kann oder sollte
Grüße Heckenimker
22.01.2011 14:58 indycol
Hallo Heckenimker,

ich lese sehr viel über die Imkerei, ist sie doch mein Lieblingshobby. Es sind zwei Arbeiten aus den letzten Jahren die mich total faszinierten und mein Wissen erheblich erweiterten:
das war von Walt Wright das Checkerboarding und jetzt Deine hervorragende Arbeit.
Zwar komme ich von der anderen Seite, das heißt, ich vermehre über Naturschwärme, aber gerade dazu ist es wichtig zu wissen, was dem entgegenwirkt; so hatte ich nie einen Gedanken an Genverteilungen....

Ich habe großen Respekt vor Deiner sicherlich sehr aufwendigen Recherche und möchte mich ganz herzlichst dafür bedanken, daß Du uns hast teilnehmen lassen.

Grüß Dich
Indy
22.01.2011 16:13 Heckenimker
indycol schrieb:
Hallo Heckenimker,

ich lese sehr viel über die Imkerei, ist sie doch mein Lieblingshobby. Es sind zwei Arbeiten aus den letzten Jahren die mich total faszinierten und mein Wissen erheblich erweiterten:
das war von Walt Wright das Checkerboarding und jetzt Deine hervorragende Arbeit.
Zwar komme ich von der anderen Seite, das heißt, ich vermehre über Naturschwärme, aber gerade dazu ist es wichtig zu wissen, was dem entgegenwirkt; so hatte ich nie einen Gedanken an Genverteilungen....

Ich habe großen Respekt vor Deiner sicherlich sehr aufwendigen Recherche und möchte mich ganz herzlichst dafür bedanken, daß Du uns hast teilnehmen lassen.

Grüß Dich
Indy

Hallo indycol
Danke für die Nachricht, mich freut die Rückmeldung.
Über Checkerboarding weis ich nur so viel wie aus dem Link:
[www.bushfarms.com]
/beesexperiment.htm
herausgelesen. Überlegungen hängen alle doch irgendwie zusammen.
Hast du das Originalscript von
Walt Wright?
Hab mal gehört es ist etwas schwierig zum lesen und die Methode erfüllt nicht in allen Klimazonen die Erwartungen.
Hast du das gelesene auch mal in der Praxis probiert?
Grüße Heckenimker.
23.01.2011 12:36 indycol
Heckenimker schrieb:
Hallo indycol
Danke für die Nachricht, mich freut die Rückmeldung.
Über Checkerboarding weis ich nur so viel wie aus dem Link:
[www.bushfarms.com]
/beesexperiment.htm
herausgelesen. Überlegungen hängen alle doch irgendwie zusammen.
Hast du das Originalscript von
Walt Wright?
Hab mal gehört es ist etwas schwierig zum lesen und die Methode erfüllt nicht in allen Klimazonen die Erwartungen.
Hast du das gelesene auch mal in der Praxis probiert?
Grüße Heckenimker.


Hallo Heckenimker,

ja, das Skript hab ich, weiß zwar spontan nicht auf welcher CD, aber das soll kein Problem sein.
Schick mir via PN Deine Mailadresse.

Und nein, in der Praxis hab ich das nicht probiert, wollte es aber verstanden haben, wobei hier nicht die Gene, sondern der Überlebenstrieb im Vordergrund steht

Grüß Dich
Indy
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