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Volk 1 Volk 1 Varroaschieber Gesamtübersicht
372 mal angesehen
07.02.2011, 19.48 Uhr

Varroabehandlung und Gemülldiagnose

Im Bienenjahr 2010 sah mein Varroakonzept wie folgt aus:

1.
Drohnenbrutschneiden mittels Baurahmen --> fortlaufend

2.
Ameisensäure 60% (Schwammtuchmethode) nach der Honigernte
3 - 4-mal, je nach Erfolgskontrolle bzw. Milbenfall (Windelkontrolle)

3.
Winterbehandlung mittels Oxsalsäure (Träufelmethode) --> 28.12.2010

Seit Anbeginn meiner Imkerei (2008), habe ich so meine Betriebsweise auf das Varroakonzept (Varroa unter Kontrolle) abgestimmt. Doch leider verlor ich jedes Jahr Anfang Februar ein Volk. Endwerder haben sie sich "ausgeflogen", oder es war die Nosema.

Ich habe mich immer wieder hinterfragt, ob was falsch gelaufen ist bzw. was ich evtl. besser machen kann. Hierzu hatte ich auch mit unserem Bienenfachberater das ein oder andere Gespräch, doch konnte dieser in meinen Abläufen nichts fehlerhaftes feststellen. Zumal ich das auch in der Imkerschule in Theorie und Praxis so vermittelt bekommen habe.

Bei der letzten Einfütterung, habe ich versuchsweise auch Topinambur zusammen mit Apiinvert verwendet. Das Futter wurde sehr schnell von den Völkern abgenommen und ich bekam den Eindruck, dass Ihnen dieser Futterzusatz wirklich schmeckt. Bis dato war ich immer gegen jegliche Zusätze. Da ich aber immer wieder gutes hörte und selbst die Berufsimkerin, Frau Lange, in einer ihrer Monatsbetrachtung im Imkerfreund dieses Thema aufgriff und ihre Sichtweise darstellte, wollte ich das nun einfach doch mal selbst ausprobieren. Ich bestellte einen Liter von einem Hersteller und war zunächst ob des hohen Preises ein wenig verwundert. Das Produkt ist nicht gerade billig, aber es reicht für einige Völker und ich wollte das einfach ausprobieren.

Nach Einfütterung und Varroabehandlung, ließ ich die Völker in Ruhe und so konnten sich diese auf den Winter vorbereiten / einstimmen. Da es bei uns im Voralpengebiet sehr lange kalt war, habe ich entsprechendes Wetter abgewartet und bei -2 Grad die Völker mit Oxsalsäure behandelt. Beim Öffnen der Beuten, war ich über den sehr guten Zustand der Völker sehr erfreut und ich sah starke aktive Völker. Eigentlich zu aktiv für diese Jahreszeit und Kälte, denn es flogen doch einige Bienen auf.
Ich zog bei 2 Völkern jeweils 2 Waben, um die Brutfreiheit festzustellen. Die beiden "Testvölker" waren brutfrei, so dass ich die anderen Völker nicht weiter kontrollierte und bei diesen ebenso von Brutfreiheit ausgegangen bin. Wobei sich mein Fokus auch gleich bei allen Völkern auf den Futtervorrat richtete. Die Aktion endete mit anschließendem anheben der Beuten. Futtertechnisch war alles im grünen Bereich.
Um den Erfolg der Oxsalsäurebehandlung zu kontrollieren, habe ich am 17.01.2011 - also 20 Tage nach der OS-Behandlung - alle Böden von außen grob gesäubert (Bienentotenfall) und den Varroaschieber eingeschoben.
Am 05.02.2011 - also nach 20 Tagen - habe ich alle Varroaschieber wieder entfernt und den Gemüllabfall ausgewertet. Hierzu habe ich Bilder gemacht, die das Gemüll des einzelnen Volkes abbilden - mit teils unterschiedlichen Ergebnissen. So bekam ich auch einen Überblick über besetzte Wabengassen sowie Sitz des Bienenvolkes. Ja und alle Völker waren am Leben. Die Ergebnisse wie folgt:

Volk: 1 2 3 4 5 (Volk 1 + 2 überwintern 2-zargig)
Milbe(n): 1 7 3 9 0

Da mir die Völker vom ersten Anschein her insgesamt recht vital und okay erschienen, ich auf den Varroaschiebern mit meiner Erfahrung nichts außergewöhnliches entdecken konnte, stellte ich an die erfahrenen Imker folgende Frage:

1.
Ist der Milbenfall im "Normbereich?"

2.
Ist das Gemüll soweit okay bzw. sind die Völker stark genug
(besetzte Wabengassen)?

Über zahlreiche konstruktive Reaktionen freue ich mich sehr. Euch allen vorab schon mal meinen herzlichsten Dank!

Viele Grüße aus dem sonnigen Allgäu

-Antyllos-
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Antyllos

Antyllos

Alter: 46 Jahre,
aus Pfronten
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Schlagwörter

abfall, gemüll, gemülldoagnose, milbe, milbenabfall, varroa, varroabehandlung

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