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Imkermonatslexikon

(6 Einträge)

Natur Bienentränke Brutwabe Pollenspender
225 mal angesehen
27.03.2011, 17.04 Uhr

Imkermonatslexikon März Bienentränke

Was macht der Imker im März?

Es gibt Jahre, da findet der Reinigungsflug erst im März statt. Da ist die Kotblase der Bienen stark überfüllt und es kann zum verkoten der Flugbretter und Flugfront kommen; es ist immer Nosemagefahr.
In guten Jahren blühen Anfang März bereits die Hasel, Schneeglöckchen, Krokus, Huflattich und ab Mitte März auch schon mal Weiden. Vor allem die Saalweide blüht

Aber dieses Jahr ist alles viel später und somit treffen Maßnahmen vom Februar noch im März zu.

Am Flugloch können die ersten Pollensammlerinnen beobachtet werden – somit ist offene Brut im Bienenvolk. Die Königin hat den Winter gut überstanden und das Volk ist weiselrichtig. Jetzt wird reichlich Futter verbraucht; ca. 2 -3 kg, die meisten Völker verhungern nicht im Winter, sondern jetzt.

Dieses Jahr musste ich feststellen, dass zwei Völker den Wintersitz ungeeignet angesetzt haben, sie hatten den Wintersitz in der Mitte der Beute angelegt und die Zehrung erfolgte zum Flugloch hin.

Dadurch waren die Völker bei der strengen Kälte mit dem Wintersitz am Flugloch, und von dem hinteren Futter durch Leerwaben getrennt und sind verhungert (wahrscheinlich eine Fehlorientierung???).

Steigen die Mittagstemperaturen auf über 15 Grad C., so kann man schon mit der Völkerdurchsicht auf Brut Futterbestand und leere Waben beginnen. Fehlendes Futter muss schnell mit Futterwaben aus starken oder aufgelösten Völkern ersetzt werden.

Völker, die keine Brut haben, werden im Winter die Weiser verloren haben. Diese werden jetzt problemlos mit einem weiselrichtigen Volk vereinigt; sie werden einem starken Volk aufgesetzt und vereinigt.

Leere Zargen und Waben müssen entnommen werden. Die Völker werden eingeengt, sie müssen ja den Brutraum das Brutzentrum auf 36 Grad erwärmen. Starke Völker, die den Brutraum füllen, können bzw. müssen erweitert werden. Hinterbehandlungsimker geben einzelne Waben, Magazinimker geben eine Zarge oben auf; Die Völker müssen aber erweiterungsfähig/stark sein.

Teilweise beobachtet man jetzt flugunfähige Bienen, die "hüpfend" das Flugloch verlassen und dann vor dem Stand auf der Erde herumkrabbeln und sich in kleinen Gruppen sammeln.

Diese Bienen sind an Nosema erkrankt oder sind auch von Trachenmilben befallen. Bitte kein falsches Mitleid mit erkrankten Einzelbienen, dieses ist fehl am Patz. Es ist ein natürliches Verhalten der Bienen, bei Erkrankung verlassen sie ihr Volk. Stark verkotete Fluglöcher deuten auf eine Verdauungsstörung der Bienen durch eine Nosemainfektion Nosimosis hin; diese müssen sofort gereinigt werden!!!!

Es kann auch Kalkbrut auftreten, was an den weißen, kalkartigen Bienenpuppen, die auf dem Flugbrett oder vor dem Flugloch liegen, zu sehen ist. Es gilt die Völker sofort einzuengen und warm zu verpacken und am Abend dünnflüssig zu füttern, damit die Kotblase richtig entleert wird. In dieser Zeit sollte keine Vereinigung von Völkern erfolgen. Nosema ist ansteckend. Man sollte eine Darmprobe machen: milchiger Darm ist Nosema.

Der Imker muss im Monat März immer wieder erweitern, wenn die Beute gefüllt ist.
Ein Ausfall von 10 % im Winter ist normal. Unnötiges öffnen der Völker sollte man durch gute Fluglochbeobachtung auf ein Minimum beschränken. Unnötiges öffnen der Völker kostet Futter und macht die Bienen stechlustig.

Der Imker muss den Zustand des Volkes am Flugloch erkennen. Übung macht aus dem Anfänger einen Imker. Jeder Imker sollte an seinem Stand mindestens eine Saalweide haben, auch eine Naturtränke ist von Vorteil.

Ein Imker, der schreibt, bleibt: also unbedingt Stockkarten erstellen!!!!
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Bienenwelt

Bienenwelt

Alter: 82 Jahre,
aus Reichenbach

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