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Lagerbeuten - unfrisierte Ged...

Paar Vor- und Nachteile v. Lagerbeuten. (23 Einträge)

1114 mal angesehen
27.04.2011, 17.34 Uhr

3. Wabenflächen die man mit Langtrog-Lagerbeuten und üblichen Rähmchenformaten erreicht.

In herkömmlichen Langtrog-Lagerbeuten ist Warmbau die Regel und beim arbeiten am Volk steht man an der dem Flugspalt gegenüberliegenden Stirnwand. Von dort erreicht man bequem 19 bis 21 Rähmchen; wenn Höhe der Beuteoberkante stimmt. Geht man von 20 Rähmchen aus dann liegt die letzte Wabe (die am Flugspalt) im Abstand von 760 vor dem Bauch (60+20 x 35). Mit den 20 Waben stehen einem Volk folgende Wabenflächen (maximal, netto) zur Verfügung:

Rähmchenmaß/Zahl---------------->20 Stück----------------->40 Stück
Freudenstein------------------------ca. 2,3m²-------------------ca. 4,6 m²
Deutsches Normalmaß (DN)----ca. 2,8 m²------------------ca. 5,7 m²
Kuntzsch (breit)------------------- ca. 2,9 m²------------------ca. 5,7 m²
Zander---------------------------------ca. 3,2 m²------------------ca. 6,4 m²
Wielkopolski -------------------------ca. 3,3 m²------------------ca. 6,5 m²
Langstroth ---------------------------ca. 3,6 m²------------------ca. 7,3 m²
Dadant---------------------------------ca. 4,5 m²------------------ca. 9,1 m²

Die dritte Spalte zeigt welche Zellenoberflächen man mit vier Magazienzargen á 10 Rähmchen erreichen könnte. Damit soll gezeigt werden, dass bei heutigen Betriebsweisen die Fläche von 20 Waben häufig nicht mehr ausreichend sein kann.

Um in Langtrog-Lagerbeuten hohe, heute angestrebte Wabenflächen zu erreichen oder diese gar mit kleineren Wabenformaten zu erreichen müsste die Wabenkolonne im Trog noch länger werden.
Ein Beispiel dafür ist die Top Bar Beute (auch top bar hive, TBH). Die ist mit 28 Waben gut über 1 Meter lang. Sie ist unter [www.lwg.bayern.de] gezeigt.

Wie bei Langtrog-Lagerbeuten sitzen alle Waben auf einer gemeinsamen Achse. Der Flugspalt ist jedoch um 90° versetzt, so dass die Waben als Reihe an ihm vorbei ziehen. Üblicherweise. Das ist ein wesentlicher Unterschied, bedeutet es doch Längsbauanordnung oder Kaltbau. Ich schätze, dass man mit der Beute die der Link zeigt Wabenfächen von über 4 m² erreichen kann. Man kann bei so langen Trögen von beiden Stirnwänden bearbeiten (wenn dort Platz zum Stehen vorhanden ist) weil der Flugspalt hier nicht mehr stört oder man steht an der Längswand hinter dem Flugspalt.
Das letztere ist wie oben gesagt etwas weniger bequem. Schaut man die Waben durch, so steht man bei ziehen dieser ungünstig schräg. Will man eine Wabe von beiden Seite betrachten ergeben sich mehr Drehungen als wenn man an den schmalen Seiten der Beute steht. Das ist aber nur einer der Gründe warum bei grossen horizontalen Längen die Flugspalte verlegt werden.
Bienen haben eigene „Vorstellungen” wo sie in ihren Bau die Brut, den Pollen und die Honigvorräte haben wollen. Sehr vereinfacht sagt man, dass das kugel- ellipsen- oder eiförmiges Brutnest meist in Flugspaltnähe angelegt wird. Drumherum die Pollenvorräte. Am weitesten vom Flugspalt weg die Honigvorräte. Diese Aufteilung ist erbanlagenbedingt. Sie schlägt immer durch trotz der oft gerühmten, großen Flexibilität der Bienen in Sachen Wohnraum. Dieses Problem, das der Halter mit seinen Bienen hat ist nicht spezifisch für Lagerbeuten. Man hat es mit jeder Beute die man neu entwirft, sich baut oder verwendet. Ich gehe hier auch nicht darauf ein sondern verweise auf Bilder und Links im Internet und auf Bücher für Imker.
Zum Beispiel auf folgende Webseiten.

[www.bienenaktuell.com]
[www.bienenaktuell.com]

Der Interessenkonflikt zwischen dem Bien und seinem Besitzer entsteht weil der Imker sich den Honig in extra Waben wünscht. Das ist wie gesagt ein generelles Problem bei Beutenwirtschaft.
Bei langen Beuten (Lagerbeuten, Horizontalbeuten, oder top-bar-hive) ist das Problem allerdings besonders schwierig zu lösen.
Wen es mehr interessiert kann dazu im nächsten Link eine lange Diskussion zu TBH verfolgen.
[www.imkerforum.de]

Anschaulich, wenn auch etwas überzeichnet und vereinfacht ist das Problem unter folgendem Link gezeigt.

[www.top-bar-hive.de]

Dort schaue man sich die Bilder nach folgendem Text (ich zitiere den Autor!) an.
„Die Ausdehnung des Bienenvolkes in einen Raum ist mit mehreren ineinander-gesteckten Luftballons vergleichbar, die vom Flugloch her aufgeblasen werden. Die Brut braucht Luft und dann Pollen und dann kommt erst der Honig“.
Ende dritter Eintrag, wird fortgesetzt.
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Heckenimker

Heckenimker

Alter: 82 Jahre,
aus Regensburg
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Schlagwörter

flugspalt, kaltbau, langtroglagerbeute, oberbehandlung, seitenlagerbeute, top bar beute, trogbeute, warmbau

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Kommentare

29.04.2011 10:53 Bienenfreund
Wieder mal super gründlich recherchiert und überzeugend herausgearbeitet, meint bewundernd Bienenfreund
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