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"Auf Motivsuche"

Interessantes mit der Kamera festhalten (77 Einträge)

Blickfang Jetzt schau doch endlich in die Kamera Kontraste
140 mal angesehen
08.06.2011, 18.46 Uhr

Mohn

Felder mit Mohn sind heutzutage extrem selten zu sehen. Im Nachbarort gibt es einen Bauern, der offensichtlich auf einem seiner Felder sehr sparsam mit Dünger und Herbiziden umgeht. Auf diesem Feld – heuer hat er da Raps angebaut – leuchtet zurzeit ein riesiger roter Mohnteppich.

Vorgestern fuhr ich, mit der Kamera bewaffnet, mal hin. Als ich ankam, sah ich, dass nicht nur ich die Idee hatte. Gleich drei Fotografen waren da zu sehen: Einer am Straßenrand, der andere am Rand des Feldes und ein dritter sogar einige Meter im Feld. Die schmale Straße bietet nur eine einzige Möglichkeit zu parken, eine Zufahrt zu einem Stadel, aber die war bereits mit zwei Autos zugeparkt. Da ich nicht auf der Straße halten wollte, fuhr ich erst mal weiter und kam nach einer knappen Viertelstunde zurück. Die Zufahrt war immer noch von einem hartnäckigen Fotografenauto blockiert. Erst beim dritten Anlauf fand ich eine Möglichkeit, abseits der Straße zu parken.

Als ich zum Mohnfeld kam, traute ich meinen Augen nicht: Ganze Heere von Fotografen müssen schon vor mir dagewesen sein. Das hüfthohe Gras rings um das Feld war auf ca. 1m Breite komplett niedergewälzt und alle paar Meter waren Stichgänge in das Feld getreten. Normalerweise hab ich immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich nur zum Fotografieren eine Wiese oder ein Feld betrete, aber in diesem Fall fiel es mir leicht. Ich wählte einen der Stichgänge aus und schoss einige Fotos. Während meiner etwa halbstündigen Aktion hielten hinter mir ca. 10 Autofahrer an. 5 von ihnen stiegen z.T. bei laufendem Motor aus und machten ebenfalls Fotos.

Als ich zuhause die Ausbeutete sichtete, fasste ich den Entschluss nochmal hinzufahren, diesmal auch mit einem Makroobjektiv bewaffnet. Es war schon Nachmittag und am Horizont baute sich langsam aber sicher eine ungeheuerliche Schwärze auf. Ich machte ein paar Aufnahmen (Foto links) und wollte schon wieder gehen, da hielt hinter mir ein Auto an. Ein Oma stieg mit ihrer Enkeltochter aus, positionierte diese im Mohnfeld und . . . naja was wohl . . . zückte die Kamera. Ich konnte nicht widerstehen und drückte ebenfalls ab (Foto Mitte). Leider ist von ihrer Kamera und von dem Kind nicht sehr viel zu sehen, aber das merkte ich erst, als ich wieder daheim war. Dabei hätte ich es doch so einfach gehabt: Die nette Oma hatte mich nämlich gebeten, mit ihrer Kamera ein paar Fotos von ihr und der Kleinen zu machen. Hätte ich sie doch anschließend gebeten, nochmal in Position zu gehen. Aber wahrscheinlich hätte das dann doch wieder zu gestellt ausgesehen.
Das aufkommende Gewitter nahm inzwischen schon sehr bedrohliche Formen an. Dabei schien sogar teilweise noch die Sonne auf das Mohnfeld und ließ das rote Blütenmeer im Gegenlicht hell aufleuchten (rechtes Bild).

Weitere Fotos unter
[www.landlive.de]
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heini

heini

Alter: 69 Jahre,
aus Holzkirchen
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Kommentare

09.06.2011 12:36 Paradiesgarten

Wunderschön und diese Meinung teilten wohl noch viele Menschen.
09.06.2011 15:35 Katalin
wunder-wunderschöne Fotos!!!
09.06.2011 17:59 kruemel
Ich liebe Mohnblumen, ganz tolle Fotos!
09.06.2011 19:42 Leanne
Traumhaft, dieses Rot... und der Kontrast!
14.07.2011 22:51 zufrieden
Nicht nur bewundern. NACHMACHEN!!!
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