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"Auf Motivsuche"

Interessantes mit der Kamera festhalten (77 Einträge)

Igel in der Abendsonne Igel von der Seite Igel weiblich
141 mal angesehen
27.06.2011, 13.22 Uhr

"Unsere" Igel

Seitdem ich dem ersten Igel (das war so Ende März) was zu fressen gegeben hatte, wurden es immer mehr. Erst zwei dann drei und jetzt sind es schon vier. Dabei bekommen sie eigentlich gar nichts mehr von mir. Sie begnügen sich meistens mit dem, was von den Meisenknödeln runterfällt. Pünktlich um 20 Uhr taucht der erste vor der Terrassentür auf. Gegen 21 Uhr kommt dann der zweite….
Letzthin ist der erste schon um 19 Uhr dagewesen. Da es noch hell war, und ich sein unermüdliches Suchen nach Futter nicht mehr mit ansehen konnte, stellte ich ihm einen Napf mit Sonnenblumenkernen (natürlich geschält) hin . . . und holte meine Kamera (linkes Bild).
Igel sind ja Einzelgänger, und deswegen kommt es in der Regel immer zu einem Kampf unter Rivalen, sobald ein zweiter auftaucht. Nicht so, wenn es sich um ein Liebespärchen handelt. Da kreist das Männchen oft stundenlang um das Weibchen und versucht es von hinten zu besteigen. Bisher war dieses Verhalten die einzige Möglichkeit, beide Geschlechter voneinander zu unterscheiden. Auch als Fotomotiv schien mir Ganze sehr interessant. Leider ist es mir noch nicht gelungen eine solche Situation mit der Kamera festzuhalten.
Apropos Geschlecht. Normalerweise bestimmt man ja das Geschlecht der Igel, indem man sie vorsichtig streichelt und sie dann in der flachen Hand von unten begutachtet. Da ich diesen Eingriff in ihre Intimsphäre nicht so recht mochte, kam ich auf eine andere Idee: Wenn der Igel von selbst auf etwas aufsteigen müsste, dann könnte ich ja seine Unterseite auch sehen. Deswegen holte ich mir einen kleinen Hocker, stellte ein Schälchen mit etwas Katzenfutter drauf, achtete auch noch darauf, dass der Wind aus der richtigen Richtung kam und legte mich mit der Kamera auf die Lauer.
Es dauerte nicht lange, bis der erste kam. Mit erhobener Schnauze strich er um die Futterstelle rum, und schon hatte er das Hindernis von links erklommen (Bild Mitte). Schlecht für mich, denn so konnte ich seine Unterseite nicht sehen. Bei einem seiner weiteren Versuche aber konnte ich ihn dann eindeutig als „weiblich“ identifizieren (Bild rechts)
Beim Fotografieren ist mir so recht bewusst geworden, welch wunderbare Geschöpfe doch die Igel sind. Sie sehen zwar fast nichts, aber das ist auch ein Vorteil: Man kann sie wirklich aus allernächster Nähe erleben. Und wenn sie einem vor der Linse mit ihren lieben Kullerauge und ihrer nassen, immer schnuppernden Schnauze herumschwänzeln, dann denkt man:
Igel sind wirklich schöne Fotomotive.
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heini

heini

Alter: 69 Jahre,
aus Holzkirchen
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Kommentare

04.07.2011 17:08 Susanne1
super!! wie er sich strecken muss um dran zu kommen!!!
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