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Projektbüro Waldkulturerbe: Na...

Aktuelles vom Projektbüro Waldkulturerbe (51 Einträge)

Herbst
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19.09.2011, 17.09 Uhr

Herbstzeit ist Hochsaison im Waldkulturerbe

Mit der beginnenden Herbstzeit neigt sich das aktuelle Internationale Jahr der Wälder seinem Ende entgegen. Unter dem Motto „Entdecken Sie unser Waldkulturerbe“ laden jetzt noch einmal rund 900 Veranstaltungen dazu ein, den buntverfärbten Herbstwald hautnah zu erleben.

Hinzu kommt als krönender Abschluss die Ausstellung „Unter Bäumen. Die Deutschen und der Wald.“ im Deutschen Historischen Museum in Berlin, die am 2. Dezember 2011 beginnt. Alle Aktionen finden sich unter www.wald2011.de.

Die farbenfrohe Jahreszeit feiert das Waldkulturerbe in Deutschland mit zahlreichen Aktionen. Dabei können Waldromantiker, Familien oder Naturgenießer den „Indian Summer“ oder die Pilzsuche für sich entdecken. Es beteiligen sich zahlreiche qualifizierte waldpädagogische Einrichtungen, die vor allem Kindern den Wald und die Natur spielerisch und fachlich kompetent näher bringen. Sie bereichern das Internationale Waldjahr unter anderem mit Fledermauswanderungen, Spurenlesen oder Bastelkursen. Ziel der Aktionen ist es, die Vielfalt des Waldes und seine Bedeutung durch eigenes Erleben begreifbar zu machen.

Die herbstliche Farbenpracht des Waldes verdanken wir übrigens einem Kniff, mit dem sich Laubbäume auf den Winter vorbereiten. Los geht es, wenn die Tage kürzer werden und die Temperatur nur noch selten über 15 Grad steigt. Dann ziehen die Bäume ihr Blattgrün, den wertvollen Farbstoff Chlorophyll, aus den Blättern in Stamm und Wurzeln zurück. Die in ihm enthaltenen Nährstoffe lagert der Baum als Reserve ein, damit er im nächsten Jahr wieder Knospen treiben kann. Das farbintensive, grüne Chlorophyll hat bis dahin andere im Blatt enthaltene Farbstoffe wie Carotinoide und Anthocyane überdeckt. Erst im Herbst werden diese durch das einfallende Licht sichtbar. Sie sorgen dann für die Farbenpracht – bis die Blätter schließlich abfallen.

Was für die Bäume ein überlebenswichtiger Vorgang ist, erscheint uns als wahres Feuerwerk des Herbstwaldes. Der Wald glüht in Orange, Knallgelb, Dunkelrot und unterschiedlichsten Brauntönen, gemischt mit den letzten verbliebenen Grüntönen. Dies macht einen Waldbesuch zum echten Sinneserlebnis. Auf der gesamten Nordhalbkugel ist dies ein Ereignis: In Japan wird das Verfärben des Laubes als „kôyô“ gefeiert, in Nordamerika als „Indian Summer“. Viele deutsche Künstler ließen sich von dieser märchenhaften Stimmung inspirieren, unter anderem Theodor Storm („Nebel hat den Wald verschlungen“) oder Heinrich Heine („Das rote Laub, das von den Bäumen fällt, es seufzt der Wald.“). Und den Kleinen bietet der Herbstwald viele Möglichkeiten für Spiel und Spaß – vom Toben im Laubhaufen bis zum Basteln von Kastanienmännchen.
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Waldkulturerbe

Waldkulturerbe

Alter: 119 Jahre,
aus Bonn

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