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Gruppe Dunkle Biene

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Mein Imkerleben mit der Dunkle...

Das Mellifera Schutzgebiet Glarnerland (3 Einträge)

Glarnerland, Tal der Linth Blick von Norden ins Glarnerland Blick von Süden talauswärts
185 mal angesehen
06.12.2011, 22.41 Uhr

Eine lange Geschichte

Bienenzucht war zur Mitte des vorletzten Jahrhunderts im Glarnerland nahezu bedeutungslos. Die rund 100 Bienenvölker wurden in Körben und sogen. Bienenfässchen meist von Bauern gehalten. Erst als sich gebildetere Leute wie Lehrer und Pfarrer mit Bienen zu beschäftigen begannen, entwickelte sich langsam eine Imkergemeinschaft. Schnell wurde vom Stabil- auf Mobilbau umgestellt. Mit der Eröffnung der Gotthardbahn (1892) und der Arlbergbahn begann die Einfuhr von Ligustica und Carnica in die Schweiz. Wiederum waren es die Imker der Gründerzeit, die sich der Verdrängung der angestammten Dunklen Biene widersetzten. Noch vor 1890 wurden die ersten selbst gezüchteten Königinnen auf eine Belegstation im Klöntal (siehe Karte) aufgeführt. Eine Zuchtgruppe wurde gegründet und jedes Jahr Königinnen und Völker unter den Imkern versteigert.

In der Schweiz entwickelte sich zur selben Zeit eine starke Gegenbewegung zu den unkontrollierten Einfuhren, die versuchte, aus alten Beständen in den Bergregionen die Dunkle Biene zu fördern und zu erhalten. Der bekannteste Stamm, der fast zum Namensgeber aller Melliferabestände wurde, ist bis heute als Nigra bekannt. Wie der Name andeutet, war die Färbung dieser Biene ein massgebendes Merkmal für die Selektion. Wie fragwürdig das ist, hat mir mein Grossvater, der vor 100 Jahren die Belegstation im Glarnerland geleitet hat, schon früh gezeigt. In seinen Zuchtlinien gab es einen schwarzen und einen roten Typus Drohn. Von je her sind beide Typen im Glarnerland vorgekommen und so ist es auch heute noch. Deshalb wurde die Glarner Mellifera auch nie unter Nigra geführt.

Im vergangenen Jahrhundert wurde in der Glarner Imkerschaft stets bekräftigt, dass an der (Er)-Haltung der angestammten Biene festgehalten wird. Mit einem Gesetzesentwurf zu Handen des Glarner Stimmvolkes sollte dies auch rechtlich verankert werden. Im Gesetz über die Bienenhaltung im Kanton Glarus wurde 1977 festgelegt: Es darf nur die angestammte Biene A.m.m. gehalten werden.

Christian

Bild 1 : Reliefkarte des Glarnerlandes mit dem Taleingang von Norden und den rundum abschliessenden Berggketten
Bild 2 : Blick südwärts vom Taleingang her
Bild 3 : Blick nordwärts zum Taleingang
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Chrigel

Chrigel

Alter: 72 Jahre,
aus Hombrechtikon
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