Zur mobilen Version wechseln »
AktuellesWetterShopAboMediaserviceKontaktDie besten Seiten der ImkereiImkerzeitschriften
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche

Über Rauch. Qualmt er noch, de...

Schätzen Sie Rauch? Biene und Mensch. (14 Einträge)

Eierkartonteile, gestapelt, gebündelt für den Smoker
687 mal angesehen
11.03.2012, 11.27 Uhr

Smoker, Brennstoffe für, Teil I

Meine besten Erfahrungen sind die mit trockenem Morschholz oder Moderholz, einer Art von Zunder, aus dem Inneren von Kopfweiden. Weidenmoderholz ist universell einsetzbar. Gleich handlich bei kurzen Arbeiten wie, bei den ganzen Arbeitstag dauernden. Weidenrauch hat einen leichten, angenehmen Geruch. Gut glimmt auch Morschholz aus Linden. Sein Rauch schmeckt gut und ist oft sogar etwas milder.

Gerade noch akzeptabel, glimmt Moderholz von Obstbäumen oder von anderen Laubbäumen. Der Rauch riecht meist nicht so toll; oft kratzig.

Alle die Materialien sollten gut getrocknet sein. Bei Moderholz aus Weiden und Linden genügt ein Zündholz um glimmen einzuleiten. Diese Morschhölzer glimmen im Raucher am besten in großen Stücken. Die Glut erlischt nicht und breitet sich stetig aus. Selbst bei ganz geringer Luftzufuhr!

Warum bevorzugete ich die zwei Hölzer?
Weil besonders das Weidenkernholz wenig Gerbsäuren enthält. Gerbstoffe hemmen in Hölzern das Wachstum von Pilzen. Gibt es mehr Gerbstoffe oder ist ihre Verteilung im Holz ungleichmäßig dann wird durch den Pilz der Nährstoff im Holz ungleichmäßig verbraucht. Der nicht umgesetzte Rest, vielleicht auch verbleibender Gerbstoff, macht den Rauch schärfer.

Kopfweiden standen einmal in vielen Landschaften an Wegen, an Rändern und an Tierweiden. Heute sind sie Geschichte. Oder Urlaubslandschaft.Man sieht sie noch (oder wieder) in manchen Fluren am Rhein und in Holland am Wasser.

Wenn es keine Kopfweiden gibt kann man nach morschem Holz in normalen Weiden suchen. Ist meist auch ganz gut. Fündig kann man werden, wenn man nach heftigen Stürmen die Gegend nach gespaltenen Stämmen absucht.

Noch einen kurzer Blick zurück; ein Zitat aus folgendem Link:
[www.stiftung-reusstal.ch]
"Kopfweiden sind Gehölze, die durch regelmäßiges "Köpfen"auf 1.5 bis 2.5 m Höhe über dem Boden eine eigentümliche Gestalt angenommen haben.
Die äußerst schnittfesten Weiden reagieren auf „Köpfen“ mit dem Austreiben von unzähligen dünnen Zweigen.
Diese dienten unseren Vorfahren als Baumaterial, für Einzäunungen und zur Herstellung von Körben aller Art. Die Rinde wurde zudem als Heilmitttel eingesetzt. Vom Menschen genutzte Weiden prägten mal ganze Landschaften. Leider wurde die Nutzung der Kopfweiden in den letzten Jahrzehnten vielerorts aufgegeben. Damit verschwanden auch die typischen Charakterbäume".

Schreibt man "Kopfweide" und klickt unter Google auf Bilder, so kommen Fotos schöner Weiden - für Nostalgiker.

In meiner Wohngegend kann ich mir heute weder Weiden noch Lindenholz beschaffen. In Städten sorgen sich die Gartenämter um jeden Baum der innen vermodert sein könnte so sehr, dass man ihn vorsorglich fällt. Er kann ja eine Gefahr werden. Liegt er am Boden bleibt er städtisches Eigentum und wird bis zur Kompostierung peinlich sorgfältig verwaltet.

Also seit ich mir in der Stadt Bienen anschaffte habe ich an Stelle von Weidenholz Eierkartons verwenden müssen.
Davon nehme ich die ganz primitiven. Aus grobem Holzschliff in Naturfarbe, einem hässlichen grau. Nicht verdichtet, ohne Leim. Mit rauen Flächen, schwammig also mit kleinem Gewicht.
Wenn´s geht mit wenig Druckfarbe. Aufgedruckt nur die Warennummern.

Ich reiße sie in Stücke und lege die Eiernester in Stapel zusammen wie am Foto oben mit gezeigt. Lange Streifen binde ich in Bündel. Sind sie gut trocken so lassen sich Stapel oder Bündel leicht anzünden. Aber ein Zündholz reicht oft nicht. Besser ist ein Langhalsfeuerzeug zu verwenden.

Den Stapel hält man senkrecht bis leicht schräg und lässt an einem Ende 5 bis 10 mm weg brennen. Dann das glimmende Ende unten in den Raucher stellen.
Beim arbeiten damit legt man von Zeit zu Zeit legt weitere Bündel nach.

Den Rauch von Eierkartons kann man aushalten. Ist für mich nur eine handliche Notlösung. Aber man kann zwischen die Kartonteile abgekratztes Kittharz (von den Rähmchen) streuen. Damit wird der Geruch deutlich angenehmer. Gewisse Unwägbarkeiten bleiben; im Raucher schwelt Karton. Seine Zusammensetzung hat man nicht unter Kontrolle.
offline

Geschrieben von

Private Nachricht schreiben »

Heckenimker

Heckenimker

Alter: 82 Jahre,
aus Regensburg
Anzeige

Schlagwörter

brennstoff, eierkarton, smoker

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

Anzeige
Zum Seitenanfang