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"Auf Motivsuche"

Interessantes mit der Kamera festhalten (77 Einträge)

Wenn zwei Hunger haben Armer Kerl Mein Sorgenkind
69 mal angesehen
12.04.2012, 20.36 Uhr

Es sind schon drei

Seitdem am 1. April Igel Herrmann auftauchte, liegen wir ab den frühen Abendstunden immer auf der Lauer, um ja nichts zu verpassen. Ich hab sogar extra einen Bewegungsmelder aufgestellt, der sofort eine Lampe auf der Terrasse einschaltet, wenn sich da was bewegt. Und gestern um 21:00 hat er angesprochen: Igel Nr. 3 war da, aber der Reihe nach:

Herrmann war also heuer der erste. Drei Tage später erschien Zweipunkt, ein ebenfalls bestens bekannter Igel aus dem letzten Jahr. Beide kommen mehrmals am Abend und in der Nacht, um zu schauen, ob ich ihnen nicht was zum Fressen hingestellt hab. Normalerweise geb ich dem Herrmann nichts, denn der ist gut genährt und quietschfidel. Bei Zweipunkt ist das etwas anders. Der sieht noch etwas unterernährt aus. Deswegen bekommt er, sobald er auftaucht, ein bisschen Trockenfutter. Letzthin traf Herrmann auf Zweipunkt, und was soll ich sagen? Kein Streit, kein Zwist. Beide fraßen sogar gleichzeitig von der gleichen Stange (Bild links). Es hätte ruhig so weitergehen können: Alle paar Tage taucht ein weiterer Igel vom letzten Jahr auf, und allen geht es gut. Leider kam es anders:

Am 6. April kurz vor Mitternacht bewegte sich etwas vor unserer Terrassentür, das Licht schaltete sich ein . . . und dann sah ich ein kleines Bündel aus Stacheln um den leeren Futternapf kriechen. Ein Elend von einem Igel! Mir fiel sofort ein weißer Fleck am linken Auge auf (Bild Mitte), und auf seinem Nasenrücken schaute seine weiße Haut durch (rechts). Bei dem weißen Fleck vermutete ich eine Made und dann entdeckte ich noch weitere von diesen Biestern. Ich gab dem kleinen Kerl sofort Futter und Wasser. Beides nahm ohne zu zögern an, auch wenn ich den Eindruck hatte, dass er etwas Schwierigkeiten beim Fressen hatte.

Ich nahm umgehend Kontakt mit dem Igelspezialisten Wolfgang auf und schickte ihm ein paar Fotos. Der bestätigte den Verdacht auf Maden und riet mir, diese auf der Stelle zu entfernen. Wenn man das nicht tut, dringen die in den Igelkörper ein und fressen ihn von innen auf. Ich holte mir eine passende Pinzette, nur: Der Kleine war schon längst weg! Ich wartete noch bis drei Uhr in der Früh, aber er kam nicht zurück. Auch in den Folgetagen hat er sich nicht mehr blicken lassen.

Seit diesem Abend liegen ein paar Handschuhe, eine Pinzette und ein Sprühfläschchen mit 5- prozentigem Wasserstoffperoxid bereit. Sollte er vielleicht trotzdem noch mal auftauchen, dann werde ich ihn sofort notversorgen und ihn, falls nötig, am nächsten Tag zum Tierarzt bringen. Mich ärgert nur, dass ich nicht gleich seinen miserablen Zustand erkannt und ihn in einer Kiste festgehalten hab.
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heini

heini

Alter: 69 Jahre,
aus Holzkirchen
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Kommentare

13.04.2012 12:52 Paradiesgarten
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