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Über Rauch. Qualmt er noch, de...

Schätzen Sie Rauch? Biene und Mensch. (14 Einträge)

Materialien zu einfachen Starten vom Smoker (Smoker-feuern002-1.jpg) Kohlenglut mit Gasbrenner entfachen (Smoker-feuern005-1.jpg) Der Samowar ein näherer „Verwandter“ vom Imkersmoker. (Holzkocher03.jpg)
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30.04.2012, 13.44 Uhr

Smoker anschaffen, starten, betreiben, reinigen, pflegen. Teil III

Wie bringt man Smoker zu kurzem oder zu sicherem dauerhaftem Rauchen?

Fragt man erfahrene Nutzer, bekommt man unterschiedliche Antworten, weil die Bedingungen der Raucherzeugung von Fall zu Fall unterschiedlich sind.
Die Anzahl der Völker, die verfügbaren oder bevorzugten Brennstoffe auch unterschiedliche Smoker führen zu angepassten Lösungen. Jede davon ist, wenn man sie beherrscht, nicht besser oder schlechter, als alle anderen auch.

Brennstoffe mit denen man einen Smoker anzünden kann und mit welchen ich praktisch „geübt“ habe zeigt ein Foto. (Bild: Smoker-feuern002.jpg)
Ich bevorzuge beim starten vom Smoker:
1 – Moderholz. Von Weide, Linde, ist auch ein guter Dauerbrennstoff.
2 – Eierkartonstreifen oder Stapel, taugen auch als Dauerbrennstoff.
3 – Diverse Erzeugnisse aus Tissue - Papieren wie Küchenpapiertücher, Papierservietten, Papiertaschentücher, Toilettenpapiere u. ä.
4 – Papier, mit möglichst wenig Füllstoffen (=Asche!), Zeitungspapier.
5 –Kleinere Würfel aus Grillholzkohle, eine Lösung für jeden Brennstoff.

Im Bild gezeigte Mengen sind ausreichend für eine einmalige Inbetriebnahme.
Nicht immer bei Weichpapieren. Von denen sollte man mehr dabei haben, als das Bild zeigt.

Modriges Holz, Hobelspäne, Kienspäne + Kleinholz, Holzkohle und Zeitungen sind alte herkömmliche Materialien die schon in meiner Kindheit im Gebrauch gewesen sind. Heute sind Eierkartons und Tissue - Tücher zugänglicher, auch handlicher. Ein jeder hat sie im Haushalt im Auto dabei (z. B. Toilettenpapier).

Damit der Smoker über eine gewisse Zeit zufriedenstellend Rauch erzeugt muss am Rost, unter dem Brennstoff, Glut vorhanden sein. Den Blasebalg betätige man behutsam! Beim Starten, wenn wenig Glut da ist, nur wenig Luft zu geben. Streicht viel Luft an wenig Glut vorbei, kühlt sie diese bis zum Erlöschen aus. Wenig Glut hat keine Reichweite. Am Anfange ist der Rost, der Bodeneinsatz ausreichend, doch lose, mit Brennstoff zu befüllen. Die Glut kann sich nur dann zügig ausbreiten wenn Nähe und guter Kontakt zum Brennstoff vorhanden ist.
Der Rauchdeckel bleibt solange offen, bis beim Luft geben, das Glutnest stark aufflammt und eine gute Menge an Rauchmaterial drin mit Flamme brennt.
Ist später im Betrieb das Glutnest zu groß, oder wenn Hohlbrand über dem Rost entstehen sollte, kommt zu viel Luft in die Glut. Das Smoker arbeitet wieder instabil, denn es entsteht zu viel Wärme. Der Rauch wird dünner und heiß, färbt sich grau (blau). Flammen erscheinen weil die Gase über der Glut zünden.
Nicht immer ist heftiges Blasen (mit dem Balg) der Grund. Oft ist der Inhalt des Smokers zu durchlässig geworden weil über der Glut zu wenig Brennstoff liegt. Mit mehr Brennstoff kühlt man den Rauch wieder ab und hemmt den Gasstrom.

- Trockenes und leichtes Moderholz glimmt in jeder Flamme sofort auf.
Man zündet einige Stücke an und legt sie einzeln mit der Glut unten auf den Rost, gibt langsam mit dem Blasebalg Luft, bis man einen Bereich mit Glut sieht, der Zusammenhang hat. Man schüttet in Portionen grobes Morschholz zu bis es ca. ¼ der Smokerhöhe erreicht. Steigt dann dichter, weißer Rauch beim Luftgeben auf ist der Smoker betriebsbereit. Es bleibt den Deckel zu schließen. Hat man längere Arbeit vor sich, so füllt man eine weitere Schicht aus grobem Material oben drauf. Mit Bedacht! Vermindert sich danach die Rauchmenge erheblich so war´s des Guten zu viel. Viel Brennstoff bremst den Luftdurchsatz so weit, dass der abgestellte Smoker erlöschen könnte. Meist hilft es, dann den Deckel vor dem Abstellen zu öffnen.

- Bündel aus Eierkartonteilen lassen sich fast wie Moderholz anzünden.
Wieder geht es darum am Rost ein Feuernest zu schaffen von dem die Glut ungehindert doch langsam nach oben brennt. Das geht besser, wenn die Kartonschichten überwiegend senkrecht am Rostboden stehen, der Querschnitt damit aufgefüllt, aber nicht vollgestopft wird. Teile, die sich parallel zum Rost ausrichten, hemmen die Ausbreitung der Glut wie auch den Luftdurchsatz !

- Weichpapiere sind das Beste beim Start mit losen Brennstoffen.
Also bei Kräutern, Holzchips, Pellets oder Spänen. Eine gute Handvoll davon kommt lose in den Smoker. Man legt diesem um und schüttelt bis ein Teil vom Rost zu sehen ist = frei wird. Aus Weichpapier wickelt man eine lange lose Rolle. Etwa so dick, dass sie in den freien, sichtbaren Raum über dem Rost passt. Man kontrolliert es, führt sie in den Hohlraum ein, um zu sehen ob man damit den Rost erreicht. Wenn so - zündet man ein Ende an und schiebt dieses bis zum Rost vor.
Mit der Rolle in Flammen und der Glut am Rost wird der Smoker aufgerichtet.
Das lose Brennmaterial löst sich von der Wand und umschließt die brennende Weichpapierrolle. Wenn man jetzt mit dem Blasebalg leicht Luft gibt wird eine Flamme am Papier nach oben züngeln, das lose Brennmaterial beginnt mit zu brennen. Wenn die Glut stark genug scheint, füllt man noch zwei mal eine Handvoll Brennstoff drauf, bis man dichten, weißen Rauch erreicht und der Smoker betriebsbereit ist. Ab da bleibt nur noch Brennstoff nachzufüllen.

Das Umlegen vom Smoker ist nicht zwingend. Man kann das Brennmaterial mit irgendwas flachem (Spachtel, Stockmeisel) an die Wand drücken und von oben die Rolle aus Weichpapier mit der Flamme und Glut bis zum Rost einbringen.
Ist Weichpapier nicht zu Hand kann man Zeitungen, anderes Papier verwenden. Der Start wird dann schwieriger, weil Papier mit mehr Asche nicht so gut glüht.

Losen Brennstoff im Papierhülsen schließt man mit Weichpapierstopfen ab. Das Weichpapierende, dass auf das Rost kommt, wird angezündet. Mit 2 – 3 solchen Kartuschen deren Weichpapierstopfen, brennend am Rost stehen startet der Smoker fast so gut wie mit einer Weichpapierrolle und losem Brennstoffen.
Bilder von solchen Kartuschen sind in einem zurückliegenden Blogs zu sehen.

- Eine Portion glühender Holzkohle in den Smoker zu schütten ist der sicherste Weg einen Smoker zu starten und vom Brennstoff unabhängig zu betreiben.
Holzkohle zündet Holzstücke wie Hartholzbriketts (die mit Loch) zuverlässig.
Ein Hartholzbrikettstück liefert ohne nachzuladen viele Stunden lang Rauch.
Die Holzkohle zündet man so an wie in einen Grill. Mit Grillanzünder aus der Flasche, mit Zündwürfeln, mit Gas aus einer Kartusche, mit Holz und Papier. Am einfachsten außerhalb vom Smoker. In einem Grill oder Feuerbecken, im Einsatz zum Smoker o.ä. (Bild: Smoker-feuern005.jpg)
Glühen die Kohlen so schüttet man diese auf den Rost vom Smoker oder man stellt die Dose mit der Glut im Smoker ab. Unmittelbar auf die Glut kommt der Rauch-Brennstoff, den man hat und den man verwenden will.
Zum Beispiel Langholzstücke, ein entsprechend langes Holzbrikett mit Loch, grobe Holzschnitzel, Holzchips, Pellets, Kräuter in einer Hülle, lose Kräuter.....

- Holzkohlenglut kann man aus Holz auch im Smoker selbst erzeugen. Ein gutes Vorbild dafür ist die Urform vom Reisesamowar. Ein in Russland auch heute noch verwendeter Selbstkocher für unterwegs. Betrieben mit Holz. Er wird mit Kienspan, Baumzapfen, Kleinholz entzündet. Damit verraucht man dickeres Holz das zur Hand ist. Meistens Astabschnitte oder kleine Holzscheite.
Nach längerem Rauchen hat man schließlich am Rost nur die Holzkohlenglut. Mit diese bringt man schließlich auch das Wasser im Kessel zum kochen.
Heute nimmt man ein Samowar nur selten auf die Reise mit, aber man sieht diese Geräte (oft mit einem Rauchrohr) öfters neben Verkehrsstraßen stehen. Reisende können unterwegs weiter frisch aufgebrühten Tee (Tschei) trinken . Angeboten wird dieser aus stationären Selbstkochern. Von Landfrauen, die sich so etwas Geld verdienen. Weitere Bilder dazu lege ich in den Bilderbereich. (Holzkocher03.jpg, Holzkocher01.jpg, Holzkocher02.jpg, Holzkocher04.jpg)

Das Starten des Samowars ist nicht unkompliziert. Doch nicht für Landfrauen! Einen Verweis auf eine deutsche Beschreibung der Prozedur habe ich leider nicht gefunden. Folgende zwei Seiten könnten interessierte weiterführen.

[www.regina-karolyi.de]
[moscowsamovar.livejournal.com]

Wenn man im Smoker mit Dickholz Holzkohlenglut erzeugen will ist es wichtig zu rechten Zeit kühlendes Material einzuwerfen damit das Gehäuse nicht zum glühen kommt. Man braucht ein wirklich robustes Smokergehäuse.
Bis ca. 1970 habe ich, wenn Moderholz nicht zu Hand war, meinen Smoker so, wie ein Samowar, gestartet. Aus Spänen, kleinen Holzscheiten wird Holzkohle.
Das (leider verlorengegangene) Gerät hatte allerdings ein geschweißtes, dickes Stahlgehäuse ohne Deckelscharniere, dafür ein Rauchrohr aus dünnem Blech zum alternativen Aufsetzen. War das Feuer entfacht und das Holz eingeworfen, konnte man ruhig noch Mal ins Haus gehen und einen Tee trinken. Doch im Sommer war der Herd nur kurz vor Mittag mal heiß. Einen Samowar gab es auch nicht, dafür aber einen Spirituskocher. Damit ist Tee schneller gekocht!
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Heckenimker

Heckenimker

Alter: 82 Jahre,
aus Regensburg
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Schlagwörter

eierkarton, holzkohlen, moderholz, morschholz, raucher, samowar, smoker, smokerbrennstoff, smoker reinigen, tee

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