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"Auf Motivsuche"

Interessantes mit der Kamera festhalten (77 Einträge)

Er steht Zu spät . . . Ob das hält . . .
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03.05.2012, 16.51 Uhr

1. Mai

Am 1. Mai sollte in Roggersdorf ein neuer Maibaum aufgestellt werden. Der Beginn der Aufstellarbeiten (ausschließlich mit Muskelkraft versteht sich) war auf 10 Uhr angesetzt. Wir wollten pünktlich vor Ort sein, und so hab ich rechtzeitig unsere Radl aus ihrem Winterschlaf geholt, um die Reifen aufzupumpen. Kein Problem, denn ich bin ja im Besitz einer ziemlich professionellen Standpumpe.

Die vier Reifen waren schnell auf den Solldruck von 3 bar gebracht, und schon konnten wir losfahren. Denkste: Schon nach ein paar Metern musste ich einsehen, dass der Solldruck wohl in den Reifen nicht angekommen war. Also nochmal ran mit der Pumpe. Diesmal aber gleich auf ordentlichen Druck. Das Manometer zeigte schon gut 6 bar an, aber die Daumenprobe sagte viel zu wenig. Durch das häufige An- und Abstecken des Ventiladapters war mein Vorderrad schon komplett platt. Sicher ist es das Ventil (es war eines von diesen französischen. . .), dachte ich mir und fand auch nach weniger als einer Viertelstunde ein Ersatzventil. Zu diesem Zeitpunkt wurde meine Frau zum ersten Mal nervös: „Es ist schon Elf!“

Das Ersetzen brachte nichts, der Reifen blieb platt. Ein Ersatz-Fahrrad mit deutschen Ventilen gab’s ja auch noch. Also dieses rausgeholt und aufgepumpt. Diesmal blieben beide Reifen platt. „Haben wir noch eine normale Pumpe? fragte meine Frau schon ziemlich genervt. Es war inzwischen halb Zwölf.

Mit der normalen Pumpe ließ sich dann mein Ersatzrad tatsächlich aufpumpen, und wir kamen pünktlich um Zwölf in Roggersdorf an. Der Maibaum stand natürlich schon (Bild Mitte). Wir konnten uns aber noch das Befestigen im Maibaumfuß anschauen (rechts) und uns anschließend zu einer gemütlichen Mittagspause am Dorfweiher niederlassen.

Erst jetzt wurde dieser Tag zu einem Traumtag. Das Wetter spielte mit, und wir genossen eine Dorfidylle vom Feinsten. Die Musi spielte auf und keiner war grantig. Man wurde von allen Seiten freundlich gegrüßt, und als dann so gegen Eins die Warteschlange vor der Essens- und Getränkeausgabe von 40 auf 10 Meter geschrumpft war, konnten wir uns auch anstellen. Der Rollbraten und das Bier schmeckten köstlich. Die Menschen, vor allem die Dorfjugend hab ich noch nie, zu keinem Zeitpunkt und an keinem Ort, so lustig, so locker, ja so glücklich erlebt wie an diesem 1. Mai in Roggersdorf (Bild links und hier).

Als wir uns nach zwei Stunden wieder auf den Nachhauseweg machten, hatten wir das Gefühl, dass dieser Tag eigentlich nicht besser hätte ablaufen können.

Ach ja: Schuld an der Misere mit dem Aufpumpen war ein verstopfter Adapter. Ein knapp 3mm großer Pfropfen aus Gummiabrieb hatte sich an einer Engstelle angesammelt und dem Druck von 6 bar standgehalten.
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heini

heini

Alter: 69 Jahre,
aus Holzkirchen
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