Zur mobilen Version wechseln »
AktuellesWetterShopAboMediaserviceKontaktDie besten Seiten der ImkereiImkerzeitschriften
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche

Nun im 4. Jahr als Imker und e...

Meine Erfahrungen über das Jahr (82 Einträge)

463 mal angesehen
07.05.2012, 21.10 Uhr

1. Schritt ist nun erledigt, Sammelbrutableger gebildet

Am Samstag war es auch bei mir soweit, bei kalten 9 Grad und einsetzenden Regen bin ich am Morgen zu meinen 2 Wanderplätzen gefahren. Zuerst habe ich mal nach frischen Kö-Zellen geschaut und mir einen Eindruck von den Völkern gemacht. Wie stark ist das Volk und wie ist die Sanftmütigkeit ausgeprägt? Sitzen die Bienen bis unter der Folie oder sieht man nur ab und zu eine Biene, wie viel Honig wurde bereits eingetragen? Sind einzelne Zargen bereits voll gefüllt oder ist noch gähnende Leere. Mit Kreide habe ich die Prüfung dann auf den Zargen vermerkt. +++ bedeutet bei mir sehr stark und sanftmütig. Volle Zargen kennzeichne ich mit einem V für voll. Stecher oder schwache Völker bekommen ein minus usw.

Gleichzeitig bei der Prüfung habe ich mich dann entschieden, wie viele Brutwaben ich entnehmen möchte, aus starken Völkern kann man schon mal drei Brutwaben entnehmen, bei weniger starken sind es vielleicht eine oder 2 oder auch überhaupt keine.

Ich brauchte ja 2x11 Brutwaben, für 2 Sammelbrutableger. Meine Strategie war, je Wanderplatz "ernte" ich 11 Brutbretter.

Teilweise arbeite ich mit Halbzargen oder Ganzzargen als Honigraum. So haben manche kleine Völker nur eine Halbzarge auf dem Brutraum, andere vielleicht 2 oder 3 Halbzargen oder 1 Ganzzargen oder 1 Ganzzarge und noch eine Halbzarge. Deshalb habe ich mir noch 5 leere Ganzzargen und 11 leere Waben oder Mittelwände mitgebracht, weil ich sonst nicht bei jedem Volk Brutwaben über das Absperrgitter hängen könnte.

Wenn nun eine Ganzzarge als Honigraum vorhanden war, habe ich dort die Bienen-leeren Brutwaben mittig über das Absperrgitter und Brutnest gehangen und leere Waben meist die äußeren Waben aus dem Honigraum an das Brutnest gehangen. An die Honigzarge habe ich dann mit Kreide dran geschrieben 2 und eingekreist 3 (bedeutet bei mir von links gezählt 2 Waben ohne Brut, 3 Waben mit Brut) oder eingekreist 2 und eine 4 (bedeutet von rechts gezählt, 4 Waben ohne Brut und dann 2 Waben mit Brut), eingekreiste Zahl sind immer die Brutwaben. Ich nehme gerne Kreide, weil die leicht abwischbar ist.

Ich habe mich immer für rappelvolle gefüllte Brutbretter (3/4 bis 7/8 gefüllt) entschieden. Meist ist die äußere Wabe die Futterwabe und dann kommen 1-2 Waben mit geringem Brutanteil, danach kommen die vollen Waben, die werden entnommen, die mit geringer Brut an das Brutnest rangerückt und leere Waben aus dem Honigraum in die Lücke gefüllt.

Wenn keine passende Zarge als Brutraum vorhanden war, habe ich die leere Ganzzarge auf das Absperrgitter gesetzt, dort die Bienen-leeren Brutwaben wieder mittig über das Brutnest gehangen und oben auf die Honigräume gesetzt. Die Lücke im Brutraum wird mit leeren Waben oder Mittelwänden aufgefüllt. Diesen Zustand könnte man sicher nicht mehrere Tage so belassen, weil dann die Freiräume in der Leerzarge ruck zuck wild verbaut werden, aber 8 Stunden geht dies mal.

Am Abend bin ich dann ausgestattet mit 2 Böden und 2 Deckeln und weitere 11 Waben oder Mittelwänden wieder zu den Ständen gefahren.

Dann habe ich den Boden neben die Beute gestellt und die Leerzarge mit 2 oder 3 Brutwaben wieder abgenommen und auf den Boden gestellt. Ich kann nun sicher sein, dass die Brutwaben ohne Kö ist, weil die Brutwaben ja Bienen-leer über das Absperrgitter gehangen wurden. Die Brutwaben waren zwischenzeitlich wieder voll mit Pflegebienen. Ich benutze nur sehr wenig bzw. kein Rauch und mache dies sehr zügig ohne große Störung, um so viele Bienen wie möglich mitzubekommen. Aus den anderen Zargen entnehme ich die hoch gehangenen Brutwaben und fülle so den Sammelbrutableger auf, Leerzargen werden nun wieder entfernt und die Lücken mit neuen Waben wieder aufgefüllt. Dabei hilft mir die Kreidekennzeichnung sehr.

Der Sammelbrutablger kommt in den Kofferraum, dann suche ich noch eine ziemlich volle Honigganzzarge, die hatte ich ja auch bereits morgens gekennzeichnet und stelle die Zarge mit allen darin befindlichen Bienen oben auf den Sammelbrutableger, Deckel drauf, fertig.

Der Sammelbrutablger besteht nun aus 11 Brutwaben und mindestens 8 -10 Futter/Honigwaben. So stelle ich den Sammelbrutablger sehr viel Futter zur Verfügung.

Der so gebildete Sammelbrutableger ist mit 2 Zargen etwas unhandlich, da ist es sinnvoll sich Hilfe zu holen, um den Sammelbrutableger an seinen neuen Standort zu stellen. Der neue Standplatz sollte ca. 3-5 km entfernt zum alten Standplatz sein und nicht der Standplatz sein, wo später die Ableger gepflegt werden, bis dahin sollten es auch ca. 3-5 km sein. Man braucht also 3 Standplätze die alle drei ca. 3-5 km entfernt von einander liegen.

In einer ländlichen Gegend gibt es immer Bauern oder Waldbesitzer, die einem Asyl für die Bienen bieten, sie haben ja auch was davon .
offline

Geschrieben von

Private Nachricht schreiben »

MahlitzerBiogarten

MahlitzerBiogarten

Alter: 47 Jahre,
aus Schollene/Düsseldorf

Schlagwörter

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

Zum Seitenanfang