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Schokoladenhonig
583 mal angesehen
19.10.2007, 11.08 Uhr

Schokoladenhonig

Das Non-plus-ultra des Genusses!?

Mögen Sie Schokoladenhonig? Oder Marzipanhonig? Kein Problem. Quirlen Sie Schokolade oder Marzipan oder Mandelaroma in Ihren flüssigen Honig, so viel Sie wollen und solange der Magen mitspielt.
Der Imker darf das nämlich nicht. Das regelt die Honigverordnung; das ist ein Gesetz. Es definiert, was Honig ist und dass dem Honig nichts entzogen oder hinzugefügt werden darf.

Anders in den USA. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gibt es keine gesetzliche Regelung, wie Honig beschaffen sein muss. Der Honig wird in erster Linie nach seiner Farbe beurteilt. Je heller, desto „sauberer“, desto begehrter. Die großen Marken erhitzen den Honig, um ihn zu sterilisieren. Einer der ganz Großen, Dutch Gold erhitzt den Honig in mehreren Schritten auf 60°C und 82°C, um alles Leben abzutöten und alles „Unsaubere“ heraus zu filtrieren. Die Verbraucher verlangen das. Entsprechend dieser Mentalität ist dunkler Honig nicht nachgefragt.

Natürlich wollen sich viele „kleinere“ Imkereien von den großen Konzernen absetzen. An sie wendet sich eine amerikanische Bienenzeitung, das American Bee Journal in seiner neuesten Ausgabe mit Tipps, wie man den eigenen Honig unterscheidbar und unverwechselbar anbietet. Man räumt gleich selbst ein, dass diese Methode nichts für Puristen sei.
Und wie geht das? Mit Aromen. Man glaubt es kaum, wenn man die Liste der Vorschläge liest. Erdbeere, Limone, Kaffee, Kokosnuss, Lakritz (süddt. Bärendreck), Branntwein, Vanille, Pecannuss, Amaretto, Blaubeere, Himbeere, Zimt, Chili, Pfirsich – all diese Aromen bietet die Lebensmittelindustrie zur Weiterverarbeitung an.

Wie der amerikanische Artikel anmerkt, ist der geschmacksverfälschte Honig nichts für Leute, die normalen Honig kennen und schätzen. Aber die „Geschmacksverirrungen“ könnten den Imkereien möglicherweise einen völlig neuen Markt eröffnen.
Na denn, Prost Mahlzeit!
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Geschrieben von

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Schlagwörter

american bee journal, aroma, bärendreck, geschmacksverirrung, marzipanhonig, schokoladenhonig

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Kommentare

16.08.2007 12:15 Bienenfreund
Honigmischungen - auf Nachfrage folgende Ausführung

Hallo, ich würde das einqirlen, mit dem Zauberstab, Rührquirl. Allerdings darf das Produkt dann nicht mehr Honig heißen, sondern zum Beispiel "Brotaufstrich aus Mandelaroma mit Nüssen und Honig" oder "Süßer Zauber aus Schokolade und Honig". Dann sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Auch Trockenobst reingeben wird empfohlen. Allerdings sagen die Amerikaner in ihrem Artikel, man soll alles in kleinen Mengen ausprobieren. Es hat keinen Sinn, dass man einen 12 kg Eimer mit der Bohrmaschine zerrührt, und einen Haufen Marzipan drin hat. Wenn das dann keiner kauft, isses ja auch nix. Ich hab schon selber in einem eigenen Restglas was rein, Backaroma, nur für mich selber und schaumig gerührt. Das war dann auf drei Frühstücksbroten gegessen.
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