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Aufstellung Pflegevolk Blick ins Pflegevolk Zuchtrahmen
1009 mal angesehen
16.06.2012, 13.27 Uhr

Wie bilde ich ein Pflegevolk?

Bevor man mit der Königinzucht anfängt, sollte man sich überlegen, wieviele Weiselzellen grundsätzlich benötigt werden. Daraus kann man dann auch den Aufwand ableiten, den das ganze Vorhaben so mit sich bringt.

Ich für meine Zwecke brauche lediglich 15-25 Königinnen pro Jahr. Sofern es mehr werden, gebe ich Weiselzellen oder Jungköniginnen auch an andere Imker ab.
Da der Freizeitimker wohl auch nicht wesentlich mehr für seine Zwecke benötigt, möchte ich hier in diesem Blog meine Vorgehensweise beschreiben und bin über die Erfahrungen von anderen Kollegen sehr gespannt.

Alles beginnt an einem schönen, warmen und trachtreichen Flugtag. Ein starkes Volk wird ausgewählt. Da ich mit dem Dadant-System arbeite, reicht schon ein Blick in den Honigraum. Von diesem Wirtschaftsvolk werden nun 2 Honigräume abgenommen und das Restvolk (Brutraum +1 verbleibender Honigraum) bekommt einen neuen Boden an einem anderen Standort am Bienenstand. Die beiseite gestellten Honigräume werden auf den Platz gestellt, wo vorher das Wirtschaftsvolk stand, so dass die Flugbienen zum Verstärken des Pflegevolkes direkt in das nun erschaffene Pflegevolk fliegen.
Nun werden aus der oberen Honigraumzarge 2 Waben aus der Mitte herausgenommen und beiseite gestellt. Den nunmehr leeren Platz füllen 2 Zuchtrahmen. Ich verwende das Nicot-Zuchtsystem. Bei mir finden pro Honigraumrähmen 15 Weiselnäpfe Platz. Nachdem diese alle umgelarvt wurden, werden diese in den Honigraum eingehangen.

Zu guter letzt werden noch die Bienen von 3-4 Waben mit offener Brut aus dem "abgeräumten" Wirtschaftsvolk auf das Flugbrett des neu erstellten Pflegevolkes gekehrt. Die Pflegebienen, die nun ihr Futter an die Maden geben müssen, stürzen sich regelrecht auf die eben ungelarvten Zellen und versorgen die Maden mit Futtersaft.
Das Pflegevolk sollte möglichst überquellen vor Bienen. Je mehr Bienen in dem Pflegevolk sind, desto besser und desto höher ist die Annahme der Zellen.

Bei anhaltend guter Tracht sollten >90% der umgelarvten Zellen angenommen werden. Bei nicht ganz so guter Tracht, sollte dünn (0,5:1) gefüttert werden. Sind einige Zellen nicht angenommen wurden, kann am nächsten Tag bei der Kontrolle gleich nochmal nachgelarvt werden.

So erhält man qualitativ hochwertige Königinnen für den Eigengebrauch. Das von mir angewendete Verfahren geht schnell, einfach und ist zudem noch äußerst kostengünstig. Die Annahme der Zellen ist sehr gut.

Ich habe am 17.6.2012 von einer auf der Belegstelle Lautenthal begatteten Buckfastkönigin der Linie B63 insgesamt 30 Zellen umgelarvt und bin auf den Annahmeerfolg gespannt.

Was nach dem Umlarven und der erfolgreichen Annahme der Zellen durch das Pflegevolk passiert, erfahrt ihr in einem späteren Blog.
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Bienenfuchs

Bienenfuchs

Alter: 31 Jahre,
aus Plauen
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Kommentare

02.07.2012 09:47 DerBien
Schöne Beschreibung und tolle Bilder! Mehr davon :)
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