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Krümels Reiseträume

(46 Einträge)

Giant's Causeway in Nordirland Dunluce Castle in Nordirland Die Bushmills Distillerie in Nordirland
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19.10.2007, 11.08 Uhr

Nordirland

Wenn die meisten Leute nach Irland reisen, dann kommt ihnen gar nicht in den Sinn, dass Nordirland auch sehr schön sein könnte. Die meisten denken dann nur an den Nordirland-Konflikt und die IRA und an Bombenanschläge. Auch meine Eltern waren nicht gerade begeistert, als sie erfuhren, dass ich nur 5 Kilometer von der nordirischen Grenze mein Auslandssemester absolvieren würde. Ich hatte schon einiges darüber im Englisch-Unterricht gehört, wusste aber auch, dass Waffenstillstand herrschte. Insofern machte ich mir keine größeren Sorgen und fand es auch toll, dass wir (ein paar Auslandsstudenten) Ende September 2003 einen Ausflug an die nordirische Küste machten.

Wir besuchten zuerst die wohl größte Naturattraktion Nordirlands, den Giant’s Causeway. Das ist eine fantastische Küstenlandschaft mit 37000 unterschiedlichen Basaltsäulen, auf denen es sich herrlich herumklettern lässt. Wenn ihr mal in der Gegend sein solltet – unbedingt anschauen! Der Sage nach hatte sich der Riese Finn McCool eine Brücke nach Schottland gebaut, um seine Geliebte aufzusuchen. Die Basaltgesteine in Nordirland und in Schottland seien der Beweis dafür.

Auch das Dunluce Castle ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Es „hängt“ förmlich an einer Klippe und ist auf 3 Seiten vom Meer umgeben. 1639 soll hier die Küche samt Personal abgestürzt sein, seitdem steht das Schloss leer.

Als letzte Station unseres Ausfluges folgte dann die Bushmills Distillerie, in der wir eine Führung mitmachten und zum Schluss den Whiskey auch verkosten durften. Ja, ich war positiv überrascht, war gar nicht so kratzig . Obwohl ich den irischen Jameson immer noch lieber mag, vor allem für einen Hot Whiskey im Winter *mjam*.

Auch das Örtchen Portrush, in dem wir die paar Tage übernachteten, war sehr hübsch mit einen Strand und vielen Restaurants, Läden etc. Da hätte man auch ohne Probleme noch länger bleiben können.

So schön Nordirland auch ist, ganz leugnen lässt sich die politische Vergangenheit nicht. So gab es auch plötzlich Bombenalarm, als wir im Zug von Belfast nach Dundalk saßen. Wir mussten 1 ½ Stunden warten, aber es war Gott sei Dank nur blinder Alarm. Die irischen Mitreisen schien das nix Unbekanntes zu sein, sie wunderten sich noch nicht mal über die lange Verspätung. Gerade in Belfast ist der Konflikt also noch sehr gegenwärtig. Wie es da war erzähle ich euch aber in meinem nächsten Bericht.

Aber abschließend möchte ich trotzdem sagen, dass gegenüber Touristen die Nordiren sehr, sehr freundlich sind – da nehmen sie sich mit den Iren gar nichts – und wir fühlten uns wirklich gut aufgehoben.
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kruemel

kruemel

Alter: 36 Jahre,
aus Südhessen
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