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Krümels Reiseträume

(46 Einträge)

Am Polarkreis Røros Lysgardsbakken-Schanze in Lillehammer
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19.10.2007, 11.08 Uhr

Norwegen-Rundreise, Teil 3

POLARKREIS
Einen Tag brauchten wir von Trondheim aus bis wir den nördlichsten Punkt unserer Norwegen-Reise erreicht hatten - den Polarkreis. Da es bereits Anfang Oktober war, nahm die Kälte mit jedem Kilometer Richtung Norden merklich zu. Am Polarkreis selbst schätzten wir die Temperatur tagsüber bereits auf knapp unter dem Gefrierpunkt und wir hatten es recht eilig wieder in unser warmes Wohnmobil zu klettern, zumal das Polarkreis-Zentrum bereits geschlossen hatte. Da waren wir nun, 2300 km Luftlinie (!) von zu Hause weg und fühlten uns wie Abenteurer...

An diesem Nachmittag, als wir wieder Richtung Süden fuhren, sahen wir tatsächlich noch Elche. Dazu muss man wissen, dass diese scheuen Tiere sich nicht oft blicken lassen. Wir hatten also unglaubliches Glück! Da es so weit im Norden auch schon recht schnell dunkel wurde, suchten wir uns an diesem Abend früh ein nettes Plätzchen am Straßenrand und waren heilfroh um unsere Heizung, den isolierten Boden und den gefriergeschützten Wassertank.

RØROS UND STABKIRCHE VON RINGEBU
Und dann kam der Winter... Als wir uns am frühen Morgen des 09. Oktobers nach Røros aufmachten, glaubten wir unseren Augen nicht zu trauen: alle Häuser waren von einer Schneedecke überzogen. Allerdings hätten wir damit rechnen können, schließlich befanden wir uns in einem Bergmannsdorf auf über 1000m Höhe. Nun gut, da half nur, sich warm einzupacken... und zwischen den alten Holzhütten der Bergmänner, der Schmelzhütte und einer Barockkirche aus dem 18. Jh. kam fast schon Weihnachtsstimmung auf.

Am nächsten Tag fuhren wir auf unserem Weg gen Süden durch das Rondane-Gebirge bis zur Stabkirche von Ringebu. Die kleine Holzkirche aus dem 13. Jahrhundert mit ihrem roten Turm und inmitten des goldenen Herbslaubes strahlte an diesem Abend besonders schön.

LILLEHAMMER
10 Jahre nach den Olympischen Winterspielen in Lillehammer trafen auch wir dort ein und waren überrascht, dass die Atmosphäre dieser Spiele noch immerüber dem olympischen Gelände zu schweben schien. Wir bestiegen sofort die 954 (!!!) Stufen der Lysgardsbakken-Schanze, der Sessellift hatte schon geschlossen... Wir waren mehr als geschafft, als wir oben ankamen, dafür belohnte uns ein grandioser Ausblick über ganz Lillehammer.

Wieder unten angekommen, stellten wir fest, dass unsere deutschen Skispringer (Jens Weißflog, Dieter Thoma, Christof Duffner und Hansjörg Jäkle) damals auf dieser Schanze Gold gewonnen hatten. Im olympischen Museum informierten wir uns dann noch einmal ganz genau über Olympia von der Antike bis zur Gegenwart und natürlich über die Spiele von 1994.

LEGOLAND
Nach Lillehammer befanden wir uns auch schon wieder auf unserem eigentlichen Nachhauseweg. Über Oslo und Schweden ging es wieder über die Öresundbrücke nach Dänemark. Dort beschlossen wir spontan noch im Legoland Billund für einen Tag vorbei zu schauen.

Für uns war dieser Tag ein Heidenspaß. Und weil dort auch noch ein Sonderverkauf angeboten wurde, konnten wir es nicht lassen uns auch mit diesen tollen, bunten Steinchen einzudecken. Nachmittags gegen 4 Uhr machten wir uns endgültig auf den Heimweg, um dann frühmorgens so gegen halb 5 völlig erschöpft, aber glücklich und voller neuer Eindrücke zu Hause anzukommen.

ENDE (diesmal wirklich )
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kruemel

kruemel

Alter: 37 Jahre,
aus Südhessen

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