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Krümels Reiseträume

(46 Einträge)

Jotunheimen-Gebirge Stabkirche Trondheim
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19.10.2007, 11.08 Uhr

Norwegen-Rundreise, Teil 2

JOTUNHEIM UND LOM
Am nächsten Tag wollten wir endlich unsere erste Stabkirche besichtigen. Wir entschieden uns für die Stabkirche von Urnes, da sie die älteste des Landes sein soll. Als wir aber in Urnes ankamen, mussten wir feststellen, dass die Holzkirche sich nicht in dem kleinen Bauernörtchen selbst befand, sondern an der gegenüberliegenden Uferseite des Lustrafjordes, an dem Urnes gelegen war. Da es bereits Anfang Oktober war, fuhren die Fähren ganze zwei mal am Tag und eine Umrundung des Fjordes hätte auch ein paar Stunden gedauert.

Also trat der soeben geschmiedete Plan B in Kraft. Im 100 km entfernten Lom sollte es auch eine Stabkirche geben. Nun gut, wir waren im Urlaub und hatten ja Zeit. Wir ahnten noch nicht, dass dieser "Umweg" uns einige der schönsten Norwegen-Impressionen bescheren sollte. Der Weg nach Lom führte nämlich durch Jotunheim, einen Gebirgszug, der die höchsten Gipfel der skandinavischen Halbinsel beherbergt. Erst als die Anstiege immer steiler wurden und wir irgendwann den ersten Schnee fanden, wurde uns bewusst, dass wir durchs Hochgebirge fahren würden. Die Fahrt wurde zum unvergesslichen Erlebnis.

Lom selbst war ein bezaubernder Gebirgsort. Die dunkelbraunen Häuser mit den grasbewachsenen Dächern strahlten eine warme und herzliche Atmosphäre aus. Auch die aus dem 12. Jahrhundert stammende Stabkirche beeindruckte uns sehr. Leider war sie ausschließlich von Juni bis August geöffnet, so dass wir sie nur von außen betrachten konnten. Diese alten Kirchen mit ihren Drachenköpfen, Wikingerornamenten und dem vom Teer dunkelbraunen, knackenden Holz sind wunderschöne, fast lebendig wirkende Orte der Besinnung.


ÅLESUND
Am darauf folgenden Sonntag fuhren wir ganz gemütlich nach Ålesund, das direkt am Meer auf mehreren Inseln erbaut wurde. Um uns einen besseren Überblick zu verschaffen, erkletterten wir zuerst die 418 Stufen des Stadtberges Aksla. Der fantastische Blick auf diese "Stadt im Meer" belohnte uns für diesen doch sehr anstrengenden Aufstieg. Von dort aus konnten wir auch eines der Hurtigrouten-Schiffe entdecken, die in Ålesund täglich anlegen. So trafen wir auch einige der deutschen Passagiere, die uns von ihrer Kreuzfahrt durch Norwegens Fjorde berichteten.

Bei einem Bummel offenbarte sich die Schönheit dieser (an diesem Sonntag Mittag etwas verschlafen wirkenden) Stadt. 1904 bei einem Großbrand fast vollständig zerstört, wurde Ålesund fast komplett im Jugenstil wieder aufgebaut.

Nach Ålesund sollte Trondheim unser nächstes Ziel sein. Auf dem Weg dorthin wiederfuhr uns eines abends eines der schönsten Erlebnisse dieses Norwegen-Urlaubes. Grün und weiß schimmernde Nordlichter überzogen flirrend wie Elfenlicht den Nachtimmel. Ein unglaubliches Spektakel, das wir wohl nie wieder vergessen werden!


TRONDHEIM
Nun waren wir nach 1 Woche und 5 Tagen in der geografischen Mitte Norwegens angekommen. Trondheim, eine der geschichtsträchtigsten Städte Norwegens, verzauberte uns sofort mit seinem ganz eigenen Charme. Unser erstes Ziel war der mächtige Nidarosdom, der größte Kirchenbau Skandinaviens. Bereits im 12. Jh. (und auch heute wieder) gehörte er zu den wichtigsten Wallfahrtsorten in Europa, zusammen mit Rom und Santiago de Compostela in Spanien. Besonders die imposante Westfassade ließ uns als Betrachter erfürchtig erstaunen.

Wir folgten den Empfehlungen unseres Reiseführers und erreichten über die Gamle Bybro, eine sehenswerte hölzerne Zugbrücke, das Bakklandet-Viertel. Einst ein heruntergekommenes Arbeiterviertel, ist es heute mit seinen restaurierten Hölzhäusern, den hübschen Gässchen und den gemütlichen Cafés und Kneipen ein beliebtes Wohnviertel geworden.

Beim Spaziergang durch Bakklandet konnte man bereits die Festung Kristiansten erblicken, die als nächstes auf unserer Liste stand. Leider war auch sie im Oktober bereits geschlossen, aber man hat von dort oben einen tollen Blick über ganz Trondheim.

Nach unserem Sightseeing-Programm genossen wir die entspannte Atmosphäre und das fröhliche Treiben dieser Universitätsstadt. Wir konnten uns sofort vorstellen hierher wiederzukommen, vielleicht auch für einen längeren Zeitraum. Mal sehen was die Zukunft uns so bringt...

ENDE TEIL 2
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kruemel

kruemel

Alter: 36 Jahre,
aus Südhessen
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