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Nun im 4. Jahr als Imker und e...

Meine Erfahrungen über das Jahr (82 Einträge)

501 mal angesehen
18.07.2012, 09.09 Uhr

Honigernte der nächste Versuch

Da die letzten Tage etwas verregnet waren und die Bienen nicht mehr so viel finden, dachte ich, nun könnte der Honig etwas trockener sein. Ich habe auch etwas Druck, weil die nächste Tracht bald beginnt und bis dahin der Honig aus den Beuten sein sollte. Wenn ich es richtig beurteile, dann sollte die Heideblüte so in 10 Tagen mit der Blüte beginnen, feuchtes und teilweise warmes Wetter begünstigen den Blühbeginn sehr.

Also habe ich letzte Sonntag, bei mal trockenen Wetter die Chance ergriffen und den Honig raus geholt. Die Messungen ergaben immer noch 19 % Feuchtigkeit. Aber, da ich die nächste Tracht so rein wie möglich haben möchte und am kommenden Wochenende in die Heide wandern will, mußte nun die Ernte erfolgen.

Die Waben waren fast zu 95 % komplett verdeckelt, auch das hatte ich noch nie so gesehen. 2 - 3 Honigzargen je Volk und alles bis zur äußersten Wabe komplett voll und verdeckelt.
Auch nach dem alles in den Eimern (ca. 400 kg bei 12 Völkern) war, habe ich wieder gemessen (19,4 %). Ich hatte auch noch nie soviel Entdeckelungswachs, die Wanne mußte wir zweimal leeren weil sie mit Wachs übergequollen ist. Normalerweise habe ich je Ernte eine dieser Wannen knapp voll, dies passt dann auch in 4 Schleudertaschen. Diesmal war es mehr als doppelt so viel. Den Entdeckelungswachs habe ich in Futterwannen gegeben und den Ablegern aufgesetzt.

Meine Mama und ein Freund (die mir geholfen haben) meinten, die ist nun aber kein Hobby mehr, sondern artet in richtig viel Arbeit aus. Zu dritt haben wir ca. 10 Stunden gebraucht. Ich habe die Waben aus den Völkern geholt und die beide haben alles entdeckelt und geschleudert. Der 8 Wabenvollautomat, schafft ja einiges weg.... da können schon 2 Leute straff entdeckeln und arbeiten.

Auch die Messung des geschleuderten Honig ergab keinen besseren Wert (19,4 %). Meine Hoffnung war, dass mein Refraktometer nicht ordentlich eingestellt war. Aber auch die Messung bei einem anderen Imker ergab den gleichen Wert. Übrigens hatte der Nachbarimker, ca. 20 km entfernt Honig, nur 16 % Feuchtigkeit, teilweise sogar noch weniger und er hatte große Probleme seinen Honig aus den Waben zu bekommen. So unterschiedlich kann es sein...

Ich könnte den Honig sicher an den Mann oder die Frau bringen, da laut Honigverordnung alles unter 20 % ja ok ist, aber nach den Regeln des DIB (>= 18 %) ist er zu feucht.

Auch hatten wir ein wenig Probleme den Honig komplett raus zu bekommen, denn teilweise war der Honig bereits kristallisiert, dies hielt sich aber zum Glück alles in Grenzen. Wenn Waben noch kristallisierten Honig in den Zellen hatten, habe ich diese direkt aussortiert und den Ableger zum "Umarbeiten" gegeben, so spare ich da etwas Futter....

Der Geschmack und die Farbe des Honig war sehr gut. Er hatte einen sehr sommerlichen süßkräftigen Geschmack und eine dunkle goldgelbe Farbe. Sicher wäre der für meine Kunden ein ganz toller Honig.

Ich habe ja knapp 20 Ableger gemacht und davon haben sich bereits einige sehr gut entwickelt und füllen jeweils eine Zarge. Die stärksten werde ich mir heraussuchen und zur Trocknung verdonnern. Vielleicht kann ich ja so dann doch noch trockenen Honig ernten, wenn es nicht klappt, dann sind die gleich mal eingefüttert.

Ich werde ca. 4 Ableger einen Honigraum aufsetzen mit Absperrgitter und oben drüber eine Futterwanne mit dem Honig geben. Dann tragen diese den Honig wieder in die Zellen ein, wenn die Honigzarge komplett voll und verdeckelt ist, kommt die nächste Zarge oben drauf. Und das selbe Spiel beginnt von vorne. Dann schauen wir mal wie der Honig dann aussieht. Durch das Umtragen wird der Honig weiter getrocknet und könnte so doch noch unter die 18 % rutschen.... hoffen wir mal. Sicher wird aber die Honigmenge sich um 1/3 -1/2 reduzieren. Dies wäre aber auch völlig ok.

Ich werde berichten, ob dieser "Versuch" von Erfolg begründet ist.



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MahlitzerBiogarten

MahlitzerBiogarten

Alter: 46 Jahre,
aus Schollene/Düsseldorf
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Kommentare

19.07.2012 11:46 Bienenfreund
Oh Mann ist das irre. So viel Honig. Ich habe auch Probleme, liege aber unter 18%. Da kann man noch beim Abfüllen ausgleichend mischen.
20.07.2012 20:34 Honigfuchs
Ich habe gehört das man mit dem Melitherm bis zu 1% Wasser aus dem Honig "sieben" kann... vielleicht probierst du das mal aus?
20.07.2012 22:06 Heckenimker
Ich spekuliere mal, dass trotz dem gutem, hohen Eintrag die Wabenbesetzung mit Bienen etwas zu gering war (in der Summe).
Ist Spekulation, die ich mit folgender, sich bei mir wiederholender Erfahrung, begründen würde.
Die erste Ernte in diesem Jahr zeigte bei mir Feuchtewerte zwischen 16,5 - 17,5 %. Völker am gleichen Standort.
Die zweite Ernte (um den 12 Juli) zeigte deutlich niedrigere Wasserwerte. Mit einer Ausnahme!
Ein Volk, dass leider durch schwärmen geschwächt worden war, hatte trotz guter Verdeckelung 18,5 % Wasser im Honig.
Hier waren, bei Entnahme die Honigraumwaben viel schwächer mit Bienen belegt als bei den übrigen Völkern.
Die Feuchtemessung erfolgte immer erst am Honig in Eimern.
Grüße Heckenimker

PS
Zum Problem gibt es eine zulässige Lösung.
Den Schleuderraum 1 - 2 Tage zuvor mit einem Kondensationstrockner gut entfeuchten. D.h. den Raum, nicht nur die Luft, auf ca. 30 - 40% relative Feuchte bringen. Dann Trockner weiter laufen lassen und schleudern. Wenn möglich nicht zu flott und wenn es die Sicherheit erlaubt bei ganz oder teilweise geöffnetem Luftzugang (in/aus) zur Schleuder. Das kann laut Erfahrungen (anderer!) ca. 1 bis 1,5 % weniger Wasser im Honig (im Eimer) bringen.
22.07.2012 23:32 Bienenalex
Heckenimker schrieb:

PS
Zum Problem gibt es eine zulässige Lösung.
Den Schleuderraum 1 - 2 Tage zuvor mit einem Kondensationstrockner gut entfeuchten. D.h. den Raum, nicht nur die Luft, auf ca. 30 - 40% relative Feuchte bringen. Dann Trockner weiter laufen lassen und schleudern. Wenn möglich nicht zu flott und wenn es die Sicherheit erlaubt bei ganz oder teilweise geöffnetem Luftzugang (in/aus) zur Schleuder. Das kann laut Erfahrungen (anderer!) ca. 1 bis 1,5 % weniger Wasser im Honig (im Eimer) bringen.

guter Gedanke
23.07.2012 14:31 MahlitzerBiogarten
Ich habe den Honig an starke Ableger zurückgegeben... siehe nächsten Blog. Danke für die tolle Idee.
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