Zur mobilen Version wechseln »
AktuellesWetterShopAboMediaserviceKontaktDie besten Seiten der ImkereiImkerzeitschriften
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche

Nun im 4. Jahr als Imker und e...

Meine Erfahrungen über das Jahr (82 Einträge)

736 mal angesehen
27.07.2012, 08.25 Uhr

Am Wochenende werde ich Met ansetzen, feuchten Honig habe ich ja genug

Heute ist das Paket eingetroffen, ich hatte eine lange Liste von Dingen bestellt, um Met ansetzen zu können, hier mal die Liste:

Kaliumdisulfit (für die spätere Schwefelung)
Hefenährsalz Pulver
Reinzuchthefe Portwein, flüssig
Hobby-Gäraufsatz
Silkonstopfen
Abfüllschlauch
Vinometer zur Bestimmung Alkoholgehalt
Oechselwaage zur Bestimmung des Zuckergehalts

Feuchten Honig > 18 % hatte ich ja, siehe vorherige Blogs und Weinballons habe ich auch gefunden, unterschiedlich groß und wohl schon 30 - 50 Jahre alt, aber egal, die müssen nur sehr sauber sein.

Deshalb habe ich die mal eine Woche voll mit Wasser gefüllt und in die Sonne gestellt. Dann löst sich erst mal der Staub und Schutz im Ballon. Am Wochenende werden die dann noch mit Haushaltsbürste und Reiniger gründlich gereinigt. Danach noch mehrmals mit wirklich heißem Wasser nach spülen.

Zusätzlich habe ich noch ein paar Gewürze besorgt, die sollten definitiv sehr frisch sein. Ich möchte gerne einen weihnachtlichen Geschmack erreichen, also habe ich folgendes besorgt:
Stangen Zimt
Muskatnuß (ganz und zu Hause selbst reiben)
Nelken
frischer Ingwer

es gehen aber auch andere Zutaten, diese kann man zu Beginn der Gärung in einem Leinensäckchen einhängen oder auch nach dem ersten Abzug. Zu viel kann hier den Geschmack verderben, also sehr vorsichtig bei der Menge sein.

Wenn man alte Weinballons benutzt sollte man das Fassungsvermögen ermitteln, voll Wasser laufen lassen und in 10 l Eimmer entleeren. Vom so ermittelten Fassungsvermögen zieht man 10- 20 % ab und hat die Menge des Metansatzes. Nun muß man sich noch entscheiden, wie alkoholhaltig soll am Ende der Met sein. 6% oder 8% oder vielleicht auch ca. 13 %.

Bei geplanten ca. 13 % Alkohol braucht man 37 kg Honig, die mit Wasser auf ca. 100 l aufgefüllt werden. Wenn man nur 20 l ansetzt braucht man 7,5 kg Honig, die dann auf 20 l aufgefüllt werden. Gut ist es, wenn man im ersten Schritt den Zuckergehalt nicht zu hoch wählt und dann nach 4 Wochen den restlichen gewünschten Honig hinzugibt. Weil ein sehr hoher Zuckergehalt die Gärung ein wenig behindern kann.

Ich werde 70 l ansetzen, also benötige ich (37 * 70 /100) ca. 26 kg Honig. Diesen werde ich in 2 Schritten vergären. Deshalb setze ich erst einmal davon ca. 15 kg bei 70 l an und füge später (3-4 Wochen) den Rest des berechneten Honig also 11 kg noch hinzu. Mit der Oechslewaage kann man den Zuckergehalt bestimmen, bzw. auch den Restzuckergehalt nach der Gärung ermitteln. Ich möchte nur einen ganz geringen Restzuckergehalt erreichen, weiß aber auch, dass Hefebakterien alkoholempfindlich sind. Deshalb nehme ich die Portweinhefebakterien, die können bis zu einem Alkoholgehalt von ca. 13,5 % ihren Dienst tun.

Um der Hefe etwas Hilfestellung zugeben, benötigt man das Hefenährsalz, dies wird direkt mit im Ansatz aufgelöst. Ich füge auch die Gewürze direkt mit zu, nehme aber nur ganz kleine Mengen. Auch werde ich trüben Apfelsaft hinzufügen, ca. 10- 12 Liter auf 70 l Ansatz und auch geriebene Äpfel. Das ganz genaue Rezept werde ich erst am Wochenende aufschreiben können, weil ich da noch nicht ganz sicher bin, wie der Ansatz ganz genau aussieht.

Hier nun mein Rezept:

15 kg Honig (restlichen 11 kg später)
16l Apfelsaft
10 Äpfel, gerieben mit Schale aber ohne Kerngehäuse oder Stiel
20 g Hefenährsalz
flüssige Portweinhefekultur für 100 l Ansatz
Wasser zum Auffüllen auf ca. 60 l

Der Ansatz hat ca. 80 Grad Oechsle (ca. 180 g/l Zucker), später (2-3 Wochen) wird dann restlicher Honig zugesetzt.

Am letzten Wochenende (nach einer Woche) habe ich den Ansatz, nach dem nun die Gärung sehr gut begonnen hat, einmal durch ein Feinsieb gegeben und so die Apfelstücke raus gefiltert. Danach habe ich den Ansatz wieder in die Ballon zurück gefüllt, dabei habe ich die Ansätze aller drei Ballons durcheinander gemischt. Ich habe das Gefühl, dass dies dem Ansatz sehr gut getan hat, denn er blubbert nun noch stärker. Die Deckel klappen ca. alle 10 Sekunden. Der Deckel vom Gäraufsatz hebt sich soweit, bis CO2 entweichen kann und sackt dann wieder ab und schützt so den Ansatz vor Gärfliegen und anderen schädlichen Sporen.
offline

Geschrieben von

Private Nachricht schreiben »

MahlitzerBiogarten

MahlitzerBiogarten

Alter: 47 Jahre,
aus Schollene/Düsseldorf
Anzeige

Schlagwörter

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

27.07.2012 08:40 Bienenfreund
Das wird ein Zechgelage
Aber der Kopf, am nächsten Tag
Spaß muss auch mal sein
27.07.2012 18:08 MahlitzerBiogarten
ich hoffe er wird was....
28.07.2012 13:33 Pattibelle
Damit kannst Du ne Legion Römer kampfunfähig machen
04.08.2012 11:18 TheQueenBee
Ich wünsch Dir viel Erfolg.
Allerdings mache ich immer einen Voransatz (oder wie auch immer das heißt ). Mit Apfelsaft, Hefenährsalz und Reinzuchthefe. Wenn der nach 4-5 Tagen richtig "blubbert", wird der eigentliche Met angesetzt.
04.08.2012 17:17 Lahntaler
Info wie es "Richtig" gemacht wird gibt es bei:
www.honigweinkeller.de
und zum Thema unterhalten kann man sich bei:
[www.razyboard.com]
07.08.2012 08:04 Heckenimker
Frage zur Rezeptur, Gewichtseinheit:
20 mg Hefennährsalz (also 0,02 Gramm) scheinen mir etwas wenig.
07.08.2012 21:01 MahlitzerBiogarten
Heckenimker schrieb:
Frage zur Rezeptur, Gewichtseinheit:
20 mg Hefennährsalz (also 0,02 Gramm) scheinen mir etwas wenig.


Stimmt natürlich, habe da mg mit g verwechselt, ist schon geändert....
Tipp für iPhone-Benutzer: Du kannst alle Kommentare durchblättern, indem du zwei Finger zum Scrollen verwendest.
Anzeige
Zum Seitenanfang