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Das Leben eines Krümels

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nature.picture / www.pixelio.de
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22.08.2012, 18.33 Uhr

Food-Coops

Inzwischen dürfte bekannt sein, dass der Kauf von regional und biologisch angebauten Lebensmitteln nicht nur gut für die Gesundheit ist, sondern auch für die Umwelt. Dabei gibt es aber meist zwei Probleme. Die wenigsten Erzeuger der Umgebung verkaufen direkt an Einzelkunden. Der Umweg geht zumeist über den Einzelhandel, wo der Kunde dann nie genau weiß, woher die Lebensmittel wirklich kommen. Außerdem sind hochwertige Biowaren nicht immer ganz billig, so dass sich Kleinverdiener oft keine leisten können.

Eine Abhilfe bieten hier Food-Coops. Diese sind sozusagen Einkaufsgemeinschaften von Privatpersonen. Sie bestellen in größeren Mengen direkt beim Erzeuger oder beim Naturkost-Großhandel und achten zumeist auf regionale oder fair gehandelte Bio-Lebensmittel. Die Produktbandbreite umfasst nicht nur Obst und Gemüse, sondern auch Käse, Getreide oder Backwaren. Die Mitglieder der Coops wissen somit genau, wo ihr Essen herkommt, und wie es angebaut wurde. Die Produkte sind außerdem am Ende deutlich billiger als im Bioladen, wobei die Erzeuger parallel oft mehr bekommen als vom Großhandel – alles möglich, weil der Handel nicht einbezogen wird.

Die niedrigen Preise erfordern allerdings den Einsatz der Mitglieder – der Aufwand ist von Initiative zu Initiative unterschiedlich. Im Grunde geht es aber immer darum, dass die Lebensmittelbestellung, Abholung, Verteilung sowie die Buchhaltung von allen gemeinsam getragen und organisiert werden muss. Manchmal übernehmen dies 2-3 Mitglieder komplett, und alle anderen können wie in einem Lebensmittelladen einfach einkaufen. Manchmal müssen sich alle in die Arbeit reinteilen. Auch die anfallenden Kosten, wie Lagermiete und Strom müssen gemeinsam getragen werden.

Wenn man selbst bei so etwas mitmachen möchte, kann man sich einer der zahlreichen Foodcoops in ganz Deutschland anschließen. Eine Liste gibt es zum Beispiel hier: [coops.bombina.net] . Dabei muss man wissen, dass nicht alle Coops unendlich viele Mitglieder aufnehmen, viele wollen mit Absicht eher klein bleiben.

Wer keine in seiner Nähe hat kann auch selbst eine gründen. Dies wird zwar sicherlich nicht ohne Hindernisse ablaufen, aber wenn man am Ende weiß, wo sein Essen herkommt, ist dies sicherlich eine Überlegung wert. Einen interessanten Leitfaden zur Gründung gibt es hier: [coops.bombina.net]

[www.foodcoops.de]
[coops.bombina.net]
[food-coop-einstieg.de]
[www.wdr.de]
[www.oeko-fair.de]

Foto: nature.picture / pixelio.de
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kruemel

kruemel

Alter: 36 Jahre,
aus Südhessen
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