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Das Leben eines Krümels

(548 Einträge)

BUGA Drachenschwanzbrücke Kunstobjekt
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19.10.2007, 11.08 Uhr

Die BUGA in Ronneburg

Letzten Am Freitag haben wir es nun endlich auf die BUGA geschafft. Das Wetter war zwar leider nicht ganz so freundlich, wie wir es uns gewünscht hätten, im Nachhinein stellte sich das bedeckte Wetter aber als recht angenehm für unsere Besichtigungstour heraus – zumal ich die Sonnencreme vergessen hatte und ein sonniger Tag für mich höchstwahrscheinlich mit ordentlichen Verbrennungen und Ausschlag ausgegangen wäre. Ab und zu türmten sich recht dunkle Wolken zusammen, die aber nie einhielten, was sie versprachen .

So gegen halb 11 kamen wir also am Besucherparkplatz, der noch erstaunlich leer war. Das lag vielleicht auch an den 5 Euro Parkgebühren, die wir berappen durften *schluck*. Fairerweise muss ich aber noch erwähnen, dass es in Gera selbst und auch etwas außerhalb von Gera kostenfreie Parkplätze gibt, von denen aus Shuttlebusse zu den BUGA-Geländen fahren. Allerdings gab es schon Beschwerden, dass diese Busse an den Wochenenden sehr überfüllt seien.

Das Gelände in Ronneburg entpuppte sich schnell als sehr weitläufig (ich hab gerade noch mal nachgelesen, die Fläche soll 80 Fußballfeldern entsprechen). Nur am Haupteingang befinden sich viele Blumenarrangements dicht nebeneinander, so dass man auf ein kleines Blumenmeer schauen kann, wie man es bei den meisten Gartenschauen gewohnt ist. Sonst beherrschen große Flächen mit Wiesen und ein paar Bäumen das Bild – dazwischen verstreut die Attraktionen, Beete und Kunstinstallationen. Natürlich darf man nicht vergessen, dass das alles früher ein riesiger Tagebau gewesen ist, der komplett zu bebauen sicherlich zu teuer gewesen wäre. Abgesehen ist das alles schon beeindruckend, wenn man bedenkt, dass sich hier früher eine komplette Mondlandschaft befand.

Es scheint auch, dass die Macher durchaus das Problem erkannt haben, das ein so großes Gebiet für die Besucher mit sich bringt. Eine BUGA-Eisenbahn fährt regelmäßig durch das gesamte Gelände. Für gehbehinderte Gäste stehen Rollstühle und so eine Art Senioren-Mopeds zur Verfügung *g*. Auch sind ständig nette Mitarbeiter mit Mini-Gefährten unterwegs, die schon mal den einen oder anderen Fußlahmen ein Stück mitnehmen. Überall stehen Bänke und Liegestühle auf den Wiesen, und auch die Toiletten und Imbisse sind genügend vorhanden, so dass man nie weit laufen muss. Ich würde mal sagen, die haben sich was dabei gedacht .

Die Sehenswürdigkeiten: Die wichtigste Attraktion in Ronneburg, die wir auch gleich ansteuerten, ist die Drachenschwanzbrücke, die wegen ihrer geschwungen Form so genannt wurde (siehe Foto). Sie ist 240 Meter lang – damit die längste Holzrbücke Europas - und führt in beeindruckenden 25 Metern Höhe über das Gessental. Kein Wunder also, dass sich hier die Besucher regelrecht drängen.
Danach stiegen wir auf den Entdeckerturm, der auch als Kletterwand genutzt werden kann. Von hier kann man sich einen guten Eindruck vom gesamten Gelände verschaffen und auch die Drachenschwanzbrücke aus einem besonderen Blickwinkel bewundern.
Meinen Mann begeisterten insbesondere die Tagebaumaschinen, die ausgestellt waren. Ganz ehrlich, so große Fahrzeuge habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen. Selbst die Reifen überragten mich bei weitem. Wir schätzen, dass sie einen Durchmesser von 3 Metern hatten. Der Traum aller Baggerfahrer, hihi. Soweit ich weiß, gibt es auch noch eine Ausstellung über den Wismut-Tagebau in Ronneburg, aber das heben wir uns für das nächste Mal auf.

Darüber hinaus gibt es auch sehenswerte Kunstprojekte, wie die begehbare Riesen-Roster (für alle Nicht-Thüringer: Riesen-Bratwurst), die nachgebaute „Mauer“ oder ein Porzellan-Garten, bei dem ich mich sofort wie Alice im Wunderland fühlte. Für viel Spaß bei den Kleinen sorgen diverse Klettergeräte und ein Wasserspielplatz, den mein Mann natürlich sofort ausprobieren musste *g*.

Mein abschließendes Fazit über Ronneburg: für alle Garten- und Pflanzenfreunde auf jeden Fall sehenswert, die Geschichte der ehemaligen Tagebaulandschaft ist hochinteressant und die Infrastruktur erfreulich besucherorientiert.

Sicherlich hätten wir in Ronneburg problemlos den ganzen Tag verbringen können, aber wir entschieden uns dafür, am Nachmittag das BUGA-Gelände in Gera anzuschauen. Darüber werde ich euch in meinem nächsten Bericht erzählen .
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kruemel

kruemel

Alter: 36 Jahre,
aus Südhessen
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