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Nun im 4. Jahr als Imker und e...

Meine Erfahrungen über das Jahr (82 Einträge)

499 mal angesehen
03.10.2012, 11.45 Uhr

Was machen eigentlich meine Bienenvölker....

Hierzu habe ich ja schon ein paar Wochen nichts mehr geschrieben...

Ich hatte ja über feuchten Honig und über die Heidewanderung berichtet.

Feuchter Honig: (Versuch ist geglückt)
Diesen Honig habe ich ja in geringen Mengen zu Met verarbeitet und zu 90 % meinen starken Ablegern zurück gefüttert.

Dazu hatte ich den Ablegern einen leeren Honigraum aufgesetzt und obenauf jeweils einen 3/4 gefüllte Hobbock in 2 Leerzargen aufgesetzt. In den Honig habe ich ein paar Äste und Korken als Steighilfe gelegt.

Anfang September habe ich dann die geleerten Hobbocks wieder entfernt. Die Honigräume waren gut gefüllt, aber auch um das Brutnest wurde ein guter Vorrat angelegt. Die Messung ergab nun ein Feuchtigkeit von nur noch 17 %, wie schön. Also habe ich die Honigräume abgenommen und erneut aus geschleudert. Natürlicherweise blieb von der ursprünglich gefütterten Menge feuchten Honigs nur noch 50 % die ich nun ausschleudern konnte. Einen teil habe die Bienen verbrütet und einen weiteren Teil haben die Bienen um das Brutnest eingelagert, den habe ich dort auch belassen.

Der Geschmack ist wirklich sehr gut und man kann gar nicht genau sagen, nach was der Honig denn nun schmeckt, denn es ist ja ein Gemisch aus allem Nektar des Jahres inkl. möglicher Spättracht. Der Honig ist ziemlich dunkel und hat eine leichte herbe Note. Mal schauen, wie schnell dieser nun fest wird.

Heidewanderung:

Hier gab es ein paar Probleme, wie ich sie so noch nie erlebt habe. Insgesamt habe ich 12 Altvölker an meinem Strammplatz in die Heide gestellt. Anfangs honigte die Heide ganz gut, in der 2. Augusthälfte war es leider zu trocken und es kam nun noch wenig rein.

Was aber für mich sehr erschreckend war, bzw. sehr traurig gemacht hat, bereits ca. 2 Wochen nach der Wanderung sind mit 6 der Völker verendet. Das Schadbild war sehr ungewöhnlich, sehr viele Bienen lagen tot vor dem Flugloch und ein großer Teil der Bienen lag auf dem Beuteboden. Bei der Durchsicht lebten nur nach ganz wenige Bienen, die aber alle nicht sehr vital aussahen, sondern zittrig und irgendwie unnatürlich sich bewegten. Sie haben auch die Beute nicht mehr verteidigt. Es war ein Trauerspiel. Die Brut war ausgekühlt und abgestorben, es waren aber genug Zellen verdeckelt.... es waren ja auch sehr gute Völker. Auch die Futtervorräte waren noch ok. Entweder sind die 6 Völker einer Räuberei zum Opfer gefallen oder Varoa oder Vergiftung, ein paar Tage zuvor wurde verschiedene Eichenwälder aus der Luft mit einem biologischen Gift gegen den Eichenprozessionspinner behandelt, welches wohl nur die Raupen tötet, wohl aber sonst keine Insekten.
Vielleicht hätte ich ein Glas mit toten Bienen einschicken sollen....

Also habe ich die 6 Beuten abgeräumt und die Brutwaben eingeschmolzen....

Die restlichen 6 Völker waren dagegen völlig vital und sie trugen gut Pollen und Nektar ein.
Anfang September haben wir die Völker wieder nach Hause geholt. Der Heidehonig war sehr fest in den Zellen, also wie wir es seit Jahre gewohnt sind. Der Geschmack ist wieder sehr gut.

Nach der Honigernte habe ich die Völker mit Ameisensäure behandelt, 2 Völker hatten richtig starken Varroabefall, die anderen waren nur Leicht befallen. Die Ableger hatte ich ebenfalls behandelt, da gab es aber nur ganz vereinzelt sehr wenige Milben....
Danach wurden die 6 Völker noch gefüttert, so dass wir nun Anfang Oktober auch in die Winterruhe gehen können.

Das Jahr war ein ziemlich durchmischtes Jahr. Die Ablegerbildung klappte ganz gut, habe 18 Jungvölker auf dem Stand und 6 Altvölker. Das Ziel die Sanftmütigkeit zu steigern, ist mir auch ganz gut gelungen. Der Honigertrag war er mäßig, so wie wohl in der ganzen Bundesrepublik. Schauen wir mal, wie viele der Völker im Frühjahr noch da sind.....
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MahlitzerBiogarten

MahlitzerBiogarten

Alter: 46 Jahre,
aus Schollene/Düsseldorf
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