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Schulimkerei

Aufbau einer Schulimkerei (3 Einträge)

603 mal angesehen
14.11.2012, 18.53 Uhr

Schulimkerei-1

Heute haben die Schüler die ersten Zargen zusammengeschraubt.

Aber ich will erst mal vom Konzept berichten.
Die Planung für das Wahlplichtfach Imkern sieht vor, dass die Schüler die Beuten im Winterhalbjahr selber bauen und zwar zwei Stück. Da im hiesigen Raum DNM das vorherrschende Rähmchenformat ist, sollen natürlich auch DNM- Beuten erstellt werden.

Nach den Beuten sollen die Rähmchen zusammengebaut werden, das Rähmchenmaterial DNM mit Hoffmannseitenteilen soll beim Bienenw.... in Gera (ich weiß nicht, ob der Betrieb genannt werden darf) gekauft werden. Danach sollen die Rähmchen geöst und gedrahtet werden.

Begleitend zur Montagetätigkeit gibt es in loser Folge Theorie.

Sind die Beuten komplett, die Rähmchen fertig, dann können die Bienen kommen. Ein Imker hat bereits ein Wirtschaftsvolk zugesagt. Dafür bekommt der Spender die entsprechende Anzahl neuer Rähmchen.

Für jeden Schüler sollen ein Gesichtsschutz und Handschuhe bereit gestellt werden. Das Imkerwerkzeug soll in doppelter Anzahl bereitgestellt werden. Alle Materialien bezahlt die Schule, die Schüler werden mit einem Kostenbeitrag von 5 Euro beteiligt. (Dafür gibt es aber auch [hoffentlich ist die nächste Frühernte besser als die Diesjährige] dann ein Glas Honig aus der eigenen Produktion.)

Ich hätte es gerne gesehen, wenn die Schüler eine Fotodokumentation ihres Kurses gemacht hätten, aber leider hat die Schule keine Fotogruppe.

Auch die Anregung, das Projekt im Kunstunterricht zu begleiten hat bisher leider keine Resonanz gefunden. Hier wäre es schön, wenn die Etiketten für die Neutralgläser erstellt würden, sowie ein Projektplakat. Aber - was nicht ist, kann ja noch werden.

Soweit das Vorhaben, aber wie ist es bisher gelaufen?

Es mußten Baupläne her. Also habe ich im Internet recherchiert und die Pläne der Hohenheimer Beute gefunden. Aber so wie sie dort vermaßt sind, passen sie nicht zum DNM-Rähmchen. Außerdem entspricht die zeichnerische Darstellung nicht der Norm. Überdies ist sie so schlecht, dass ich, obwohl ich einige Jahre technisch gezeichnet habe, es schwierig fand, sie zu deuten. Ehrlich - was vernünftiges, in drei Ansichten gezeichnet, habe ich nicht gefunden. Also habe ich mir bei dem Imker, der auch das Volk sponsert eine Bergwinkel-Beute ausgeliehen und sie nachgezeichnet, allerdings modifiziert, weil die Schule keine Falze fräsen kann.

Das Holz besorgte der Lehrer. Es sollten Fußbodendielen verarbeitet werden. Leider hatten die Fußbodendielen eine gefräste Unterseite und wir konnten sie nicht verwenden. Zum Glück waren aber Leimholzplatten 16mm im Lager der Schule und so wurden diese verwendet. Da die Gefahr des Reißens der Verleimung besteht, haben wir etwas dichter verschraubt.

Die Erfahrungen, die bei der Materialbeschaffung gemacht wurden, zeigen, dass eine sehr sehr gute Kommunikation mit dem Lehrer notwendig ist, er lernt ja in Prinzip mit den Kindern mit.

In den ersten Werkstunden wurden die Platten auf Maß gesägt und von den Kindern die Stellen angezeichnet, die dann vorgebohrt werden sollten.
Zwei Unterrichtsstunden sind schnell um, und das wars dann für diesen Tag. Beim nächsten Mal wurde vorgebohrt und alle Schnittkanten geschmirgelt. Wie das so immer ist, jeder weiß es, keiner glaubt es, man schafft immer viell weniger als man vorher gedacht hat.

Jetzt stockte es erst mal, Ferien, Unterrichtsausfall wegen Lehrerkonferenz, Lehrerfortbildung, dann sind die Schüler im berufsvorbereitenden Praktikum und letztendlich gibt es die Edelstahlschrauben nur noch mit Vielzahn und die entsprechenden Schraubendreher sind in der Schule nicht vorhanden. Also blieben unsere vorbereiteten Zargenwände liegen und die Zeit mit Theorie verbracht. Was machen die Bienen im Winter, Winterarbeiten wie Gerätepflege usw wurde besprochen, aber auch schon einmal über das geredet, was in Frühjahr als erstes zu tun ist.

Naja, dann war es heute endlich soweit und die Schüler konnten die Zargen zusammenschrauben. Sie waren schon ein wenig stolz, als sie die ersten Rähmchen probehalber einhängen konnten und alles passte.

Wie es weiter geht, folgt demnächst.

PS.: Ich habe bestimmt einige Rechtschreibefehler im Text versteckt - wer sie findet, darf sie behalten

Grüße vom Eifelyeti




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Kommentare

15.11.2012 12:21 BienenJosef
Sieht gut aus. Wenn du in die Rähmchenteile erst die Ösen einkloppst, bevor du die Rähmchen zusammenbaust, kannst du Zeit sparen.
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