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Das Leben eines Krümels

(548 Einträge)

 Foto: Heike Berse  / pixelio.de
109 mal angesehen
28.11.2012, 17.01 Uhr

Schau mir ins Gesicht, Kleines…

Gesichtsausdrücke bestimmen unseren Alltag. Sie zeigen uns nicht nur, was unser Gegenüber fühlt, sondern auch was seine Absichten sind. Zwar können Gesichtsausdrücke auch kontrolliert werden und uns darüber täuschen, was in dem anderen vorgeht – dennoch sind unverzichtbare mittel beim Kommunzieren. Forscher haben einige sehr interessante Dinge über Mimiken und ihre Funktionen herausgefunden.

Das fängt bei den Babys an. Bei den Erwachsenen wird ein unbewusstes und evolutionäres Ausdrucksverhalten aktiviert, sobald sie ein Baby sehen. Sie übertreiben plötzlich ganz stark in ihren Mimiken. Das hilft den Kleinen, menschliche Gesichter richtig deuten zu lernen. Auch lernen sie anhand von Gesichtsausdrücken und Blichrichtungen viel über ihre Umwelt, z.B. ob ein Objekt gefährlich oder interessant ist.

Auch Babys wissen schon früh mit Mimiken umzugehen. Schon im Alter von wenigen Monaten können sie Gesichter von Objekten unterscheiden und bevorzugen z.B. fröhliche vor verärgerten oder traurigen Mienen. Außerdem imitieren sie ihre Eltern wo sie nur können. Sehen Babys hingegen ein versteinertes und unbeteiligtes Gesicht vor sich, versuchen sie die Aufmerksamkeit der Person durch Glucksen oder Lachen auf sich zu lenken.

Wichtige Erkenntnisse der Forschung ist, dass sich in der Mimik gezeigte Emotionen wie Wut, Freude, Ekel, Trauer kulturübergreifend erkannt werden. Sie werden bei Stammesvölkern ebenso erkannt wie bei uns. Das gilt aber nicht für alle Emotionen. Gerade bei negativen Gefühlen wie Ärger, Ekel oder Angst gibt es kulturell unterschiedliche Regeln zur Kontrolle. Das führt dazu, dass oft Europäer und Asiaten die entsprechenden Gesichtsausdrücke gegenseitig nicht richtig deuten können. Überhaupt achten Asiaten bei Mienen viel mehr auf die Augen, Europäer mehr auf den Mund.

Die Mimik richtig zu deuten kann man lernen. Der Psychologe Paul Ekman hat ein System aus einzelnen Muskelbewegungen gestellt, deren Kombination auf bestimmte Emotionen schließen lassen. Dazu gehören Mundwinkelhochzieher, Augenbrauenheber oder auch Naserümpfer. Auch wenn wir im Alltag schon recht gut Mimiken erkennen können, so erfordert eine zuverlässige Gesichtsanalyse, die z.B. auch Lügen erkennt, eine lange Übungsphase.

Eine sehr praktische Erkenntnis, die ich aus der Beschäftigung mit dem Thema gewonnen habe ist, wie man ein falsches von einem echten Lächeln unterscheidet. Das falsche Lächeln besteht nur aus einem Hochziehen der Mundwinkel. Bei einem echten Lächeln werden zusätzlich noch die Wangen gehoben und die Augen funkeln. Wer noch mehr wissen will, kann im Internet noch ganz viele Informationen zu dem Thema finden:

[www.wdr.de]
[www.spiegel.de]
[www.focus.de]
[dasgehirn.info]

Foto: Heike Berse / pixelio.de
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kruemel

kruemel

Alter: 37 Jahre,
aus Südhessen

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Kommentare

29.11.2012 12:27 Paradiesgarten

Erinnert mich an die Krimiserie:
Lie to me
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