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Lagerbeuten - unfrisierte Ged...

Paar Vor- und Nachteile v. Lagerbeuten. (23 Einträge)

Vertikalabstände, Kuntzschseitenlagerbeute, Überscht Einfacher Boden für Seitenlagerbeute Kuntzsch-hoch Einfacher Boden für Seitenlagerbeute mit Kuntzsch-hoch Waben
2230 mal angesehen
17.07.2013, 21.56 Uhr

13 Vorstellung einer Lagerbeutenvariante, die den Wünschen der Teilnehmer der LL- Diskusion entgegenkommen will. (Thema Golzbeuten mit Betriebsweise Golz- kombiniert mit Bremer )

13.2.2
Gruß an alle, die sich das Interesse am Thema LAGERBEUTEN erhalten haben. Der Blog, der das Ziel hat den Bau einer neuen Seitenlagerbeute voranzutreiben, pausierte ja nahezu 2 Jahre. Während dieser Zeit bekam ich viele Emails mit Nachfragen zum gleichen Thema.
Habe auch noch einige dieser Beuten gebaut und Erfahrungen gesammelt.

Viele die es mit dem Bauen sehr eilig hatten, fragten nach Konstruktionsdetails. Wenn möglich erhielten alle Fragenden individuelle Antworten. Ungünstig war, dass sich über den Email-Dienst von Landlive keine Anhänge d.h. Zeichnungen oder Fotos versenden lassen. Die privaten Adressen auszutauschen und dann Emails hin und her zu verschicken war doch für mich recht aufwendig.
Eine ins Auge gefasste Lösung mit Onlinespeicher habe ich durchprobiert. Die TK CLOUD war noch zu umständlich. Hoffnungslos ist die Cloud-Sache aber nicht.


In Frage-Antwort-Austausch, mit Emails, wurde häufig etwa folgendes gefragt:
„Wie kommt man eigenständig zu den Maßen, die im Blog vom 07.02.2012 in den Zeichnungen für Gitterböden eingetragen wurden?“

Hinweise dazu sind im Blog vom 05.12.2011 enthalten. Die scheinen wohl nicht ausreichen gewesen zu sein? Oder viele der Fragenden haben sie übersehen!
Darum nochmals zurück zu den inneren Maßen in Kuntzsch-Seitenlagerbeuten.

Am häufigsten kam die Frage nach der Länge/Breite, die man braucht um "Z" Waben nebeneinander/hintereinander im BR oder HR unterzubringen. Also.
Klar ist, dass dieses Maß mindestens Z x 35 lang um sein muss damit "Z" normale neue Rähmchen Platz finden. Es gibt Rähmchentoleranzen und man rechnet mit Kittauftrag. Außerdem braucht man Freiräume um mit Waben zum manövrieren.
Für die Summe diese Dinge ist ein sinnvollen Zuschlag durch Schätzung festzulegen.
Die Frage ist welcher Zuschlage scheint einem aus praktischer Sicht sinnvoll?
Auch mir stellte sich die Frage beim Bauen mit Golzplänen in der Hand, denn die von Golz praktizierten Zuschläge schienen uneinheitlich zu sein.
Später kam diese Frage nochmals auf. Beim Bau weiterer neu entworfener Beuten.

Anfangs, bei meinen Altbauten hielt ich mich an Golz. Die Zeichnungen im Blog vom 07.02.2012 (von Beuten und Böden) wurden mit Zuschlägen = 60 mm erstellt.
Von Zuschlag = 60 bin nach paar Jahre mit eigener Erfahrung weggegangen.
Heute baue ich neue Beuten mit einem Zuschlag von 70 mm.
Das wirkt sich auch im Blog aus!
Im vorherigen Blogtext tausche ich alle Bilder gegen neue, aktualisierte (70mm) aus.

Für die alle, die es trotzdem genau wissen wollen folgende Details zur Sache.
Den Zuschlag 60 mm hatte ich an Hand der verschiedenen Angaben in Original Bauplänen von Golz geschätzt und mich daran angelehnt. Warum so vage gesagt?
Weil man in den sehr verschiedenen Bauplänen von Golz folgende innere Baubreiten, (Stockbreite innen ist gleich der Länge der Absperrgitterwand) finden kann.

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
A - Absperrgitterwandlänge [mm]
Z – Rähmchen, Anzahl in im BR oder HR
S – Summe aller Zuschläge [mm]
T - Tolerenzzuschlag= S -35 [mm]

A--------- Z--------------S---------T
605------16, (17) -----45--------10
611------16, (17)------51--------16
629------16, (17)------69--------34
760------20, (21)------60--------25
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Zum Entstehen dieser Zuschläge (bei Golz) VERMUTE ich folgendes:
Seine Beuten waren ursprünglich für 16 Rähmchen konzipiert. 560 = 16 x 35 breit.
Innen! Dazu addiert er ca. 15mm als Toleranzen für die 15 Abstände zwischen den Waben. Dazu erdachte er sich einen Freiraum 35 (links oder rechts) zum Manövrieren mit einer der Randwaben.
Als später Bremer mit 18 Waben pro Raum (und Warmbau) daher kam opferte Golz, als Reaktion, diesen Freiraum zum Manövrieren. Mit nun 17 Waben pro Raum war Golz nahe dran an den 18 in Beuten von Bremer.
Der Preis dafür war klein. Um Waben zu rücken musste man nun eine raus nehmen.
Ein geringer Nachteil, im freigehaltenen Raum hatte man sowieso einen Baurahmen. Sonst hatte man dort oft unkontrollierten Wildbau zum Ausschneiden. Schon damals gab es Gegenden oder Völker da waren 16 Waben pro Raum etwas wenig.
Das war wohl der Grund warum Herr Golz später auch noch Baupläne einer Beute für 20 Rähmchen verkaufte. Diese 20ger Beute, seine größte, hatte die innere Breite von 20x35 (für 20 Rähmchen) + 25mm (Summe der Toleranzen für 19 Abstände zwischen den Waben) + 35mm als Freiraum zum manövrieren mit einer der Randwaben.
In die 20ger Beute konnte man also eine Wabe mehr rein zwängen. Im HR hängen u.U. 21 Rähmchen. Im BR hängen 20 und eventuell ein Leerrähmchen.
20 Kuntzschwaben waren damals und auch heute ausreichend für Imker und Völker. Der Freiraum für eine Wabe 21 zählte nicht zum verfügbaren Wabenraum.
Beuten von Golz waren für 16 oder 20 Waben und hatten seitlich 35 + x Freiraum.

Damit kommen wir zurück zum oben schon gesagten:
Ich baue mit einem Zuschlag von 70 mm, d.h. Mit Platz für ein Baurahmen links wie rechts im Brutraum. Es wird oft ziemlich eng, man könnte noch 10 mm dazuschlagen. Wird es zu knapp so lasse ich Abstandshalter an Baurähmchen weg.
Braucht man zu Arbeiten etwas Raum zieht man die Baurähmchen raus um Waben verschieben zu können. Es spart oft das Ziehen einer weiteren Wabe. Im Sommer habe ich nun weniger Wachsbrücken zwischen Randwaben und Wand. Auch weil die
Baurahmen anzeigen an was im Volke los ist. Zur Winterzeit sind die Randrähmchen leer oder ganz entfernt. Es hilft im Frühjahr Schimmelbefall zu vermeiden.
Im Honigraum habe ich keine Baurahmen. So hängen dort meistens zwei Waben mehr drin als in den Brutraum.

Entsprechend dem Gesagten korrigiere ich wo nötig die Abstände um 10mm.
In den in der Zukunft gezeigten Bilder und Zeichnungen. Aus 60 ==>70.
Damit keine Verwirrung aufkommt werde ich (für mich) die Beuten mit den neuen Zuschlägen mit „P“ (für plus 2) kennzeichnen.

Die Beute KS16 hatte also die Maße der Golzbeute für 16 Waben. Beide fassen pro Raum 17 Rähmchen/Waben.

Die Beute KS16P hat auch Raum für 16 reguläre Waben. Doch im Brutraum ist noch Platz für 2 Baurähmchen und im HR stehen im Normalfall 18 schleuderbare Waben zur Verfügung.

Weit weniger wurde nach Abstände rundum eines einzelnen Kuntzsch-Rähmchen gefragt, denn hier ergeben sich fast alle Abstände, (zum Absperrgitter, zu den Wänden, zum Boden?) aus dem Beespace.
Das Fragezeichen deutet darauf hin, dass die Abstände zwischen Rähmchen und Boden (-gitter) auf Erfahrungswerten fußen die noch von Herrn Golz stammen. Hierzu lade ich eine neue Zeichnung (923000) hoch.
Im Ganzen sind die Abstände rundum das Rähmchen eine komplizierte Sache. Ich werde dazu noch ein Blogtext bringen und damit die Einführung zum Thema beenden.
Ich werde danach nur noch zum Bau einer Seitenlagerbeute anleiten. Als Darstellung in Zeichnungen und Bildern mit begleitenden Texten.

Als Ergänzung des Blogs zuvor lade ich Bilder von zwei Einfachböden hoch. Einfach bedeutet ohne Raum für Gitter. Das vereinfacht die Herstellung. Ich habe nur einen solchen Boden. Den benutze ich zum Umstellen, Abstellen von Beuten.
Auch als Abstellhilfe beim Reinigen oder bei Ausbesserungen normaler Gitterböden.
Stand 11 Feb. 2014
(wird fortgesetzt)

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Heckenimker

Heckenimker

Alter: 83 Jahre,
aus Regensburg

Schlagwörter

baupläne, bienenkiste, bremerbeuten, dadant, golzbeuten, kuntzschhoch, landsberger dadant, seitenlagerbeuten, universallagerbeute

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

12.09.2013 18:51 heinzegon
Hallo Heckenimker.
Bin nur wenige Jahre älter und habe ca 20 Jahre auch in einer Golz beute warmbau geimkert. Hatte daneben aber Trogbeuten mit dem gleichen Rähmchen. Zunächst die von meinem Großvater der sie um 1900 gebaut hat als 2 raumbeute. Später um 1975 habe ich mir die Schleswig holsteinische Wander- Beute zugelegt auch auf das Kuntschmaß gebracht. Daneben für ca 20 Völker Magazine in DNM. Mit Begin der Varroa waren alle Beuten nicht darauf ausgelegt, vor allem das Unterschieben der Windeln. Als HR dienten Dickwaben. Hatte in den Schleswig- holsteinischen Wanderbeuten immer bessere Ergebnisse über einen längeren Zeitraum. Bei der Golz beute gefiel mir außer der Varroa Behandlung die Lage des seitlich HR nicht.
Das Brutnest wurde von den Bienen zunächst so angelegt, dass es bis zur Hälfte in den HR hinein ausgebaut wurde. ZT wurde in dem Bereich Pollen eingetragen, erst dann wenn an anderer Stelle kein Platz mehr war für den Nektar wurden die fürs Brutnest freigelassenen Zellen gefüllt und erst sehr spät verdeckelt oder gar nicht. Die Trogbeuten waren besser zu handhaben und das über 3 Generationen ab ca 1900. 2006 habe ich dann neue Beuten gebaut mit 19 K Waben + 1 Schied, sowie offener Boden mit Windel Einschub. Dazu zwei HR für je 16 Dickwaben, oder 2 HR aufeinander für Kuntsch.
Soweit in Kurzfassung. Hatte seit 2006 gute Erfolge, auch mit Bekämpfung der Varroa durch die komplette Brutentnahme nach der ersten Schleuderung. Habe es einmal alles etwas umfangreichere beschrieben.
Eine Familiengeschichte mit Bienen und Beuten über 3 Generationen.
Liebe Grüße aus Soltau heinzegon
27.10.2013 17:34 Heckenimker
heinzegon schrieb:
Hallo Heckenimker.
........ und habe ca 20 Jahre auch in einer Golz beute warmbau geimkert.....

Hallo Heinzegon
Gemeint ist wohl damit die Bremerbeute, denn die Golzbeute ist gemäß ihrer Definition eine Kaltbaubeute (anders gesagt eine Beute mit Wabenlängbau). Das fand Herr Bremer u.a. falsch und machte auf Warmbau. Heute wissen wir, dass dies zwar ein Unterschied macht doch ohne wirkliche Bedeutung für den Bien zu sein scheint.
Grüße Heckenimker
06.11.2013 17:11 heinzegon
Heckenimker schrieb:
Hallo Heinzegon
Gemeint ist wohl damit die Bremerbeute, denn die Golzbeute ist gemäß ihrer Definition eine Kaltbaubeute (anders gesagt eine Beute mit Wabenlängbau). Das fand Herr Bremer u.a. falsch und machte auf Warmbau. Heute wissen wir, dass dies zwar ein Unterschied macht doch ohne wirkliche Bedeutung für den Bien zu sein scheint.
Grüße Heckenimker


Hallo Heckenimker.
Ich habe sie Damals in Göttingen als Golzbeute gekauft und zwar als Warmbau. dh Brut und Honigraum nebeneinander und Zwischenwand mit Absperrgitter. Waben in Kuntschmaß, je Seite 19 Waben. Für meine neuen Beuten habe ich das als Grundlage genommen. Auch die Schleswig Holsteinische Wander- Beute hat diese Abmessungen in denen ich einige Jahrzehnte geimkert habe. Nur beide waren nicht für Varroa Behandlungen ausgelegt. Das habe ich geändert und jetzt ein Brutraum mit aufgesetzten Variablen Honigräumen in der Tiefe 2 Stück mit je 8 Dickwaben oder Oberträgerleisten. 2 HR aufeinander ergeben wieder das Kuntschmaß, die auch als Ablegerkasten mit kl Unterboden geeignet sind. Dazu passende Futtertröge mit einem Fassungsvermögen von ca 2,5 Ltr, bei bedarf 2x. Im offenen Unterboden läuft die Windel und im Brutraum habe ich ein Schied, nach Bedarf mit Absperrgitter oder Glas.
Da ich im Frühjahr nach der ersten Schleuderung eine komplette Brutentnahme mache, erübrigt sich das Durchblättern oder???
DAs ist in Kurzform das Ergebnis ein Imkern mit Trogbeuten die in unterschiedlichen Ausführungen vom Großvater über Vater in Anwendung gekommen sind. Aber auch Magazine, Körbe usw. Habe hierüber einmal eine Abhandlung geschrieben. In der Schweiz hat ein Imker nach meinen Unterlagen zusammen mit einem Tischler für ein Schweizer Rähmchenmaß solche gebaut weil hier viele Bergbauern mit wenig Zeit und auch weil Frauen keine schweren HR heben können.
Soweit für heute, wenn du mehr Info möchtest schreibe bitte an heinz@ritters.de kann dir dann auch die Unterlagen zustellen, falls gewünscht. Liebe Grüße heinzegon
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