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Die Dampfkiste Die Dampfkiste Die Dampfkiste
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05.11.2007, 21.07 Uhr

Neues aus dem Dampfwachsschmelzer

Bei mir ist die Zeit des Einschmelzens einiger restlicher Waben gekommen. Die Bienen fliegen ja kaum noch. Mit dem kleinen Sonnenwachsschmelzer kommt man nur bei laufender Beschickung und Sommersonne hin.
Wenn die Bienen weiter vom Haus weg stehen, ist ein kleiner Dampfschmelzer praktischer.

Ich habe meinen selber gebaut, nach einer einfachen Idee in unserer Bienenzeitung.
Man kann die Bauanleitung als PDF von der Homepage der ‚biene’ laden (Voraussetzung: Abonummer) oder in der Schulungsmappe „Grundwissen für Imker“ unter 08-01-03 finden. In der Ausgabe 11/2007, S. 4 sieht man auch ein Foto - die Idee scheint schon weit verbreitet.

Wie man auf meinen Fotos sieht, handelt es sich um eine zweigeteilte Kiste aus Betoplan.
Sie wird im Einsatz noch mit Styropor isoliert.

Das Herz der Anlage ist der Dampfmeister aus dem Baumarkt, eine Art großer Tauchsieder zum Ablösen von Tapeten, Kosten etwa 40 Euro. Vier Liter Wasser rein und nach einer Stunde ist das Wasser verdampft, der Wabenstapel geschmolzen. Das Wachs liegt abgeflossen in der Schüssel und wird noch etwas mit Wasser nachgespült. Sonst riecht es schnell nach Gärung.

Als Seihsack, in den der Wachstrester fällt, habe ich ein billiges Insektengitter aus dem Baumarkt, wie man es vor das Fenster klebt gefunden. Es hält ewig und ich kann geschützt mit dicken Handschuhen den heißen Sack richtig kräftig auswringen. Da läuft noch hübsch Wachs raus.

Die Rähmchen sind blank und nass und Reste von Trester und Propolis kann ich leicht wegkratzen.
Wenn man im Freien schaffen kann, ist es besser als in einem Raum – diese Arbeit macht eine ziemliche Kleckerei. Alte Kleidung ist angezeigt.

Der heiße Wasserdampf entkeimt das Rähmchenholz von allen gängigen Keimen (Ausnahme: Faulbrutsporen), so kann ich die Rähmchen gut und gerne ein weiteres Mal im Bienenvolk verwenden.
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Geschrieben von

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Schlagwörter

dampfmeister, dampfschmelzer, dampfwachsschmelzer, seihsack, sonnenwachsschmelzer, trester

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Kommentare

05.11.2007 23:39 Bienenfranz
Arbeite seit 2 Jahren mit dieser selbstgebauten Schmelzkiste. Optimal für den eigenen Wachskreislauf, unabhängig von Sonne, Sonnenwachsschmelzer und gekauften, verseuchten Mittelwänden. Nachteil: man muß bei 20 Altwaben nach dem Ausschmelzen sehr fix arbeiten, da der Trester nicht durchfällt, sondern sich auf den drunterliegenden Rähmchen-Drähten "aufschichtet" und wieder aushärten kann. Super: Schmelzen von Jungfernwachs und Entdeckelungswachs. Das aufgefangene Wachs wird noch einmal in viel Wasser aufgekocht, der Topf mit Deckel gut mit Tüchern/Putzlumpen "ummantelt" über 24 Std, auf der Herdplatte erkalten lassen und dann den nur noch untendrunter befindlichen Modder mit dem Stockmeißel in feuchtem Zustand abkratzen, fertig ist ein wunderbarer Wachsblock, der nach 1jähriger Ruhezeit (!) wieder eingeschmolzen und im "Waffeleisen" ( Mittelwandpresse ) in neue ungebleichte MW umgewandelt werden kann. Empfehlenswerte Temperatur beim MW-Gießen um die 80 Grad.
08.11.2007 07:09 Hans_Hagen_Theimer
Lieber Bienenfreund,

ich arbeite auch mit so einer Kiste. Zwischen zwei Betoplanplatten habe ich gleich 3 cm Styropor getan. Meine Waben hängen senkrecht, wie in einer Beute. Zum Sieben habe ich eine Edelstahllochplatte genommen.

Bilder siehe auch www.bienenfreunde-chiemgau.de oder hier in meinen Fotoalbum.

Gruß, Hans-Hagen
22.02.2009 14:04 BienenJosef
Ich habe mir das Ding auch nach der gleichen Anleitung gebaut. Da ich es unten nicht richtig dicht bekam, habe ich die Schüssel die das geschmolzene Wachs aufnimmt (10l Mindestvolumen) in die Kiste getan. War nur geringer Umbau nötig. Nebeneffekt: nicht mehr viele kleine Wachskügelchen sondern ein einheitlicher Wachskuchen.
Josef
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