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Vom Empire State Building Mary in New York Park Avenue
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13.11.2007, 14.29 Uhr

"You`re a New York Girl"

Eine meiner besten Freundinnen in Budapest kam aus New York. Ich war den ersten Monat in einem Elite-Studentenheim untergebracht (mit PC, eigener Putzfrau, großer Bibliothek) und als ich am ersten Wochenende mit Reiseführer ins Museum wollte, traf ich am Eingang Rebekah, die mir anbot die Stadt zu zeigen. Einige Jahre lang mailten wir, sie lud mich immer wieder in ihre „Super-City“ ein und als mich eine Freundin, die für eine deutsche Bank arbeitete, in ihr Firmenapartment einlud, war ich Feuer und Flamme: Ich wollte nach New York.

Doch zuerst musste ich in das Land kommen. Nach dem 11. September fragte ich mich, ob es Schwierigkeiten geben würde, als Nicht-EU-Bürgerin einzureisen. Mit geringen Herzklopfen trat ich in Barcelona die Passkontrolle an, um für 40 Minuten neben einem Saudi, einem Jemeniten und einem Mann, ich glaube aus Oman, von den spanischen Behörden verhört zu werden. Mit meinem europäischen Selbstverständnis und meinem „Bavaria“-Tshirt stufte ich mich im Gegensatz zu der spanischen Bodenkontrolle gar nicht als terrorverdächtig ein.

Nach der unfreundlichen Behandlung trat ich mit richtiger Angst in New York an die Passkontrolle heran. Der Mann, der meine Papiere entgegennahm, ein Latino, sah mich an, fragte mich, ob ich zum ersten Mal in den Staaten sei. Ich sagte, nein, ich sei in L.A. gewesen, aber das hätte mir nicht so gut gefallen. Ein abschätzender Blick von ihm (was musste ich das auch sagen!) und ein Lächeln machte sich auf seinem Gesicht breit: „You are a New York Girl. You will love it!“ Und so war es auch.

Als erstes musste ich das Apartment an der Upper West Side finden, das meine Freundin von ihrem Arbeitgeber bezahlt bekam. Und als ich es fand, staunte ich nicht schlecht: Penthouse-Wohnungen mit eigenem Portier, dem ganzen Schnick-Schnack, den man aus den Filmen kennt. Sie hatte als Finanzprüferin den ganzen Tag bis spät in die Nacht zu tun, aber ich bin jemand der Städte gerne alleine entdeckt oder ich traf mich mit Rebekah.

Diese zehn Tage vergingen leider wie im Fluge. Ich ging natürlich ins Metropolitan Museum, sah mir ein Stück am Broadway an, verbrachte beinahe einen ganzen Vormittag in einem riiiiesigen Second-Hand-Buchladen. Kaufte mir endlich „Grey Falcon and Black Lamb“ von Rebecca West, das ich mir schon seit Jahren zulegen wollte.

Und stellte fest, dass die New Yorker nicht so unfreundlich sind, wie mir einige zuvor gesagt haben. Natürlich fehlte ihnen dieses konstante Zahnpasta-Lächeln, das man in Kalifornien sieht. Aber selbst der unfreundlich aussehende Businessmann, den ich nach der nächsten Post fragte, blieb stehen und half mir.

Was ich alles so erlebt habe? Fortsetzung folgt…
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Kommentare

13.11.2007 14:36 kruemel
Au ja! Ganz schnell die Fortsetzung bitte
13.11.2007 16:58 Anne
Stimmt, ich würde jetzt auch gerne weiterlesen..
13.11.2007 23:32 Bienenfreund
Ja, wirklich spannend zu lesen. Sehr anschaulich, als wär man dabei gewesen... wann geht's weiter?
14.11.2007 11:40 Katalin
Bienenfreund schrieb:

Ja, wirklich spannend zu lesen. Sehr anschaulich, als wär man dabei gewesen... wann geht's weiter?


Hoch, mal schauen, von mir aus sehr bald....
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