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Drei Jahre Bienenmonitoring
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15.11.2007, 16.03 Uhr

Drei Jahre Bienenmonitoring

Presseerklärung (leicht gekürzt, zwei Auslassungen sind gekennzeichnet (...)

Am 8. November 2007 wurden in Bonn (...) die vorläufigen Ergebnisse des dritten Untersuchungsjahres des deutschen Bienenmonitoring-Projektes vorgestellt. (...) Erklärtes Ziel dieses 2004 gestarteten Projektes ist, eine fundierte Ursachenforschung im Hinblick auf das periodisch zu beobachtende Bienensterben zu betreiben und gesicherte Erkenntnisse über die auslösenden Faktoren zu sammeln, um aus diesen Daten Handlungsoptionen abzuleiten.

Die Anzahl der am bundesweit durchgeführten Bienenmonitoring beteiligten Imkerbetriebe ist mit 120 im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Die grundsätzliche Struktur und Datenerhebung wurde gegenüber dem Vorjahr nicht geändert und die Vergleichbarkeit mit den Nachfolgejahren somit sichergestellt. Die Betriebe sind repräsentativ für Deutschland zu Beginn des Projektes ausgewählt worden.

Die Winterverluste 2006/2007 auf der Basis von über 7.000 von den Monitoring-Imkern bewirtschafteten Bienenvölkern waren mit 8,9% etwas niedriger als im Vorjahr. Die darüber hinaus in Umfragen ermittelten durchschnittlichen Auswinterungsverluste lagen bei ca. 14%. Der vergleichsweise warme Winter 2006/2007 und ein außergewöhnlich früher Saisonbeginn haben die Überwinterung positiv beeinflusst. Die aus den USA unter dem Begriff „Colony Collapse Disorder“ beschriebenen Symptome mit Verlustraten von teilweise über 50% traten in Deutschland nicht auf. Der Saisonverlauf und die Honigerträge wurden allgemein als zufrieden stellend bis gut beschrieben.

Bei den Untersuchungen auf Bienenkrankheiten blieb der Anteil positiver Proben für Bienenviren (ABPV, DWV, SBV) und Nosema weitgehend unverändert, allerdings gab es regionale Verschiebungen für das Vorkommen bestimmter Erreger. Virus- und Nosemaerkrankungen sowie erhöhter Varroabefall hatten negative Auswirkungen auf die Entwicklung der Bienenvölker während des Winters.
Zusätzlich werden derzeit die positiven Nosema-Proben auf das Vorkommen der inzwischen auch in Europa verbreiteten Art Nosema ceranae hin untersucht.

Für die Analyse von Bienenbrotproben (= von den Bienen eingelagerte Pollenvorräte) wurde an der LUFA in Speyer eine Methode entwickelt, mit der 270 Wirkstoffe aus allen Bereichen des Pflanzenschutzes im Spurenbereich nachgewiesen werden können. Repräsentative Ergebnisse sollen im Laufe des Winters vorgelegt werden. Bei Untersuchungen, die bei Verdachtsfällen zusätzlich eingeleitet wurden, konnte erneut kein negativer Effekt einer intensiven Rapstracht auf die Entwicklung der Bienenvölker nachgewiesen werden.

Sorge bereitet allerdings der starke Befall mit Varroamilben: Dieser ist in diesem Jahr deutlich höher als in den Vorjahren. Die Bieneninstitute haben bereits im Sommer auf diese bedrohliche Situation hingewiesen, dem zur Folge muss nach ersten Umfragen im Winter 2007/2008 mit erhöhten Verlusten an Bienenvölkern gerechnet werden.

08.11.2007
Der Projektrat

Kontakt:
Dr. Peter Rosenkranz
Landesanstalt für Bienenkunde
der Universität Hohenheim
August-von-Hartmann-Str. 13
70599 Stuttgart
Tel. 0711/45922659, Fax: 0711/45922233
E-Mail: peter.rosenkranz@uni-hohenheim.de
[www.ag-bienenforschung.de]

Das PDF dieser Presseerklärung steht hier:
[www.deutscherimkerbund.de]

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Kommentare

16.11.2007 09:48 Bienenhaus
Wo kann man den Originaltext nachlesen? Quelle?
17.11.2007 16:41 Bienenfreund
Bienenhaus schrieb: Wo kann man den Originaltext nachlesen? Quelle?


Auf der Homepage des Deutschen Imkerbundes steht die komplette Version; ich habe am Anfang lediglich die ellenlangen Teilnehmer usw., die die Lesbarkeit erschweren rausgenommen
17.11.2007 16:50 Bienenhaus
Bienenfreund schrieb:

Auf der Homepage des Deutschen Imkerbundes steht die komplette Version; ich habe am Anfang lediglich die ellenlangen Teilnehmer usw., die die Lesbarkeit erschweren rausgenommen


Danke
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