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Honig aus der ganzen Welt
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27.11.2007, 18.16 Uhr

Honig aus der ganzen Welt

Honig sammeln ist ein nettes Hobby.
Von jeder Reise bringe ich einen Honig mit, meine Freunde tun das für mich auch.

So hatte ich schon Honig aus Cuba, in einer Flasche Cuba-Cola abgefüllt, Honig aus Ägypten, dem auf dem Etikett gleich eine aphrodisische Wirkung attestiert war oder einen Berghonig aus Israel. Vom Wüstenhonig aus Yemen, der für 250$ pro kleinem Glas gehandelt wird, habe ich bisher nur gehört, den hat mir noch keiner mitgebracht.

Auf dem Foto sind einige interessante Sorten und Glasformen zu sehen.
Links unten der schottische Heidehonig in schönem Glas. Er ist hart auskristallisiert, das geht bei Heidehonig nicht anders. Frisch und flüssig schmeckt er so wild wie ein Sturm über Schottland.

Drüber steht ein Honig direkt aus Neuseeland, er stammt von einem Strauch mit Namen Pohutukawa, der am Meer wächst und dem Honig einen salzigen Geschmack verleiht. So steht es zumindest drauf, alle bisherigen Verkoster haben bedächtig ihren Kopf gewiegt, waren sich aber nicht ganz einig, ob sie den Salzgeschmack aus dem Honig rausschmecken können.

In der Mitte oben „Honey“, das ist ein Berghonig aus dem Himalaya. Er ist sehr kräftig-würzig, fast teerartig im Geschmack und nach Jahren noch flüssig. Ein direktes Mitbringsel.

Dann Mitte unten, der Tupelo-Honig. Er stammt aus den Sümpfen Floridas vom Tupelobaum, Nyssa ogeche, auch N. aquatica. Er bleibt viele Jahre lang flüssig, da der Fruchtzuckergehalt mit 46% doppelt so hoch ist wie der Traubenzuckeranteil. Mild und angenehm im Geschmack, fast unauffällig. Ich fand eine absurde Geschichte über das Internet in der Seattle Times. Auf dem Flughafen von Tallahassee in Florida hat ein Gepäckstück mit Tupelohonig Alarm ausgelöst und der Flughafen wurde für drei Stunden geschlossen. Das Gepäck gehörte dem Redakteur eines Feinschmeckermagazins aus New York, der den Honig in Apalachicola gekauft hat. So gefährlich kann Honig sein. Der Redakteur Todd Coleman wird mit der Aussage zitiert, er sei froh gewesen, dass man seinen Koffer nicht gesprengt habe. Im Computer sei auch schon seine fertige Story gewesen, das wäre dann alles zusammen hochgegangen, Honig und Computer, eine absurde Vorstellung.

Zurück zum Foto.
Rechts oben, Thymian Honig aus Griechenland, Marke Hippokrates. Schmeckt wunderbar, kann man nur neidlos anerkennen.

Rechts unten, Miele di Asfodelo, Lilienhonig aus Italien, ein würzig-milder Honig, eine gute Spezialität, was ganz Besonderes.

Rechts in der Mitte mit dem Schildchen „Agribosco“ (Waldwirtschaft) der Hammer.
Ein Akazienhonig aus Italien, versetzt mit weißem Trüffel. Klingt nach Delikatesse, schmeckt aber auf meinem Gaumen furchtbar, wie faulig, wie wenn man in einen Waldboden beißt, mitsamt dem alten Laub und den alten Piniennadeln.
Die empfehlen sogar, dass man zum Honiggenuss auch noch Schimmelkäse oder Pecorino nimmt.

Naja, für mich ist das zuviel des Guten

Nachtrag: Grad heut (28.11.) steht in der Süddeutschen Ztg., dass sie im Wald bei Pisa einen 1,5 kg schweren weißen Trüffel gefunden haben. Den könnens wieder in ihren Honig reinschnippeln, oder sonst ins Essen. Der Trüffel soll versteigert werden und 140 ooo Euro bringen. Ich täts nicht zahlen
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Schlagwörter

agribosco, apalachicola, honig, miele di asfodelo, nyssa ogeche, sammeln, tallahassee, todd coleman, trüffel, tupelohonig

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