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Aus aller Welt

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16.12.2007, 17.37 Uhr

Herbstfestival des Honigs

Herbstfestival des Honigs in Sofia
Obwohl Bulgarien für seinen guten Honig bekannt ist, der zu den besten in der Welt gehört, ist der Honigverbrauch in unserem Land selbst eher bescheiden und liegt unter dem europäischen Durchschnitt. Um den Honig zu popularisieren und gleichzeitig auf die Probleme der Imker hinzuweisen, wird seit drei Jahren in Sofia ein Herbstfestival des Honigs durchgeführt. Die diesjährige Ausgabe, die in dieser Woche läuft, hat Honigproduzenten und Händler aus dem ganzen Land zusammengeführt. Zu diesem Thema unterhielten wir uns mit zwei Teilnehmern.
„In jedem Jahr stehen einige aktuelle Fragen vor den Imkern Bulgariens. Das sind die Menge des produzierten Honigs, sein Absatz und das Leben und die Gesundheit der Bienenvölker“, sagt Dipl.-Ing. Michail Michajlow, Vorsitzender des Sofioter Imkerverbandes. „In diesem Jahr hat es Perioden überdurchschnittlich hoher Trockenheit, wie auch sintflutartiger Regenfälle gegeben, so dass der Honigertrag der niedrigste der letzten 40 Jahre ist. Gleichzeitig damit steht auch das Problem des Absatzes alter Honigmengen aus vergangenen Jahren. Die Aufkaufpreise für Honig liegen in Bulgarien ungemein niedrig: sie bewegen sich um ein Euro pro Kilogramm für Blütenhonig. Im vergangenen Jahr wurde der Honig zu 2,50 Euro auf dem Markt gehandelt; in diesem Jahr liegt der Verkaufspreis bereits um ein Euro höher. Zu den begehrtesten Honigsorten gehört der Waldhonig, das ist ein Honig, der von den Bienen aus Honigtau hergestellt wird. Sein Preis liegt allein deshalb höher, weil weit weniger produziert wird. Der Honigtauhonig enthält viele nützliche Mikroelemente, die in den Blütenhonigen bei weitem geringer sind. Diese Honigsorte besitzt eine ausgesprochen dunkle, fast schwarze Färbung und ist vor allem für den Export nach Westeuropa bestimmt. In Bulgarien wird vor allem Blütenhonig konsumiert.“

Honig ist Heilmittel und Nahrung zugleich, sagen die Imker in Bulgarien lakonisch. Über die spezifischen Eigenschaften des bulgarischen Honigs und darüber, ob man mit Imkerei reich werden kann, erzählte uns Prof. Maria Tschutschkowa:
„Die Imker sind in ihre Arbeit vernarrt. Sie beschäftigen sich mit Imkerei nicht um reich zu werden – keiner ist bisher damit reich geworden. Sie machen es aus innerer Notwendigkeit heraus – sie lieben den Umgang mit der Natur und wollen auch für die Gesellschaft etwas Nützliches schaffen“, sagt Prof. Tschutschkowa. „Vor einem Jahr war ich in Griechenland. Dort liegt der Honigpreis bei 6,50 Euro pro Kilogramm, also etwa doppelt so hoch als in Bulgarien. Der Preis steht jedoch in keinem Verhältnis zu den nützlichen Eigenschaften. Man braucht nur daran zu denken, wie teuer die von den Apotheken angebotenen Nahrungsergänzungsmittel sind, deren Qualität noch dazu recht umstritten ist. Ein Vergleich wird immer zugunsten des Honigs ausfallen. In Bulgarien gibt es ausgezeichnete Bedingungen für die Bienenzucht und das schlägt sich auch in der Qualität des Honigs nieder. In unserem Honig gibt es bei weitem mehr nützliche Stoffe, als das beispielsweise bei den Honigen Mitteleuropas der Fall ist. Bulgarien gehört zu jenen Ländern, die in der heute stark urbanisierten Welt, eine einzigartige Umwelt besitzen. Diese ökologischen Eigenschaften wirken sich unweigerlich auf die Qualität des Honigs aus. Es ist kein Geheimnis, dass oft der bulgarische Honig im Ausland als Geschmacksverbesserer anderer Honige dient. Das Gleiche ist auch bei unserem Rosenöl der Fall – es dient häufig als Zusatz zur Qualitätsverbesserung des türkischen Rosenöls.“

Autorin: Diana Christakiewa
Übersetzung: Wladimir Wladimirow

Quelle und Foto : www.bnr.bg
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Zeidlermike

Zeidlermike

Alter: 45 Jahre,
aus Altenahr
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