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Als Gesundheits- und Hygienewa...

Meine Erfahrungen als Gesundheitswart (8 Einträge)

Anzeichen Vergiftung Tote Bienen vor dem Anflugbrett Vergiftungsanzeichen
525 mal angesehen
24.08.2016, 09.48 Uhr

Bienenvergiftung

Ich wurde zu einer Imkerin gerufen, die mir am Telefon berichtete, das ihre Bienen unnatürlich orientierungslos um den Beutenstandort umherflogen.
Ebenfalls eine sehr hohe Toten rate teilte sie mir mit.

Als ich dort gegen 18:00 Uhr eintraf konnte ich sehr viele Bienen tot am Anflugbrett vorfinden, da der Flugtag nahezu beendet war, konnte ich das Orientierungsverhalten nicht mehr beurteilen.

Ich sah mir ein paar Bienen genauer an (siehe Fotos) und vermutete eine Vergiftung.
Da der Bienenstandort in einem Gebiet ohne industriell geprägte Landwirtschaft handelte (Wohngebiet mit ein paar Weidetieren in der Umgebung) konnte ich die Ursache/ den Verursacher nicht ausmachen.
Ich habe die Toten Bienen in einen Schukarton gekehrt (ca 1,5 kg) und zur Untersuchung eingesendet.

Die Untersuchung erfolgt in zwei Schritten,
1. Schritt, hier wird untersucht ob es sich um eine Vergiftung handelt (AEDES-Test) , sollte sich dies bestätigen, folgt Schritt 2 und die Bienen werden auf die Art des Giftes untersucht.

Nach der ersten Untersuchung erhielt ich ein schreiben, das es sich wahrscheinlich um eine Vergiftung handelt und der zweite Schritt der Analyse eingeleitet wird.
Nach einer sehr langen Wartezeit erhielt ich dann das endgültige Ergebnis, nämlich, das Wirkstoffe gefunden wurde, diese keine Behandlungsmittel gegen die Varrose sind, aber auf Grund der Unterschreitung der "Grenzwerte" keine Vergiftung ausgelöst haben, es sich also um keine Vergiftung handelte.

Ich habe da meine persönliche Meinung, überlasse aber eine Beurteilung jedem Leser selbst.

Wichtig bei Anzeichen zu Vergiftungen (Schadenfall):
- Beweisführung sicherstellen
- Probennahme nur mit Zeugen und neutralen Personen durchführen
die zuständige Behörde oder den Imkerverein einschalten
- Im Notfall die Polizei hinzurufen
- zum Nachweis im Labor ca. 1000 Bienen einsenden, Achtung bei der Verpackung, das die Probe nicht Kontaminiert wird und Schimmelt, ggf. einfrieren. Tipp. in Backpapier einschlagen mit Zeitungspapier umwickeln (entzieht Feuchtigkeit) im Schuhkarton einsenden.
- wenn ein Verdacht besteht, dann mind. 100g des Pflanzenmaterials separat verpackt mit einsenden (Achtung Eigentumsrechte)

Sonnige Grüße

penzBee
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Penzbee

Penzbee

Alter: 49 Jahre,
aus Penzberg

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Kommentare

15.10.2018 11:09 Hankenuell
Genau so werden fakenews in die Welt gesetzt:
eine Geschichte ziemlich konkret erzählt, dann statt der wesentlichen Info (welche Wirkstoffe, welche Werte?) einfach eine Meinung äußern und Labor als Gehilfe im Verschwörungssystem verdächtigen.
Vielen Dank dafür!
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