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Waldgucker

Passion Naturbeobachtung (3 Einträge)

Zecke
95 mal angesehen
08.07.2017, 18.04 Uhr

Zecken - Schutz und Vorbeugung

Ein Artikel von www.waldgucker.com



Zecken – diese lästigen kleinen Biester. Da ich gerade hier auf der Wiese sitze und wieder einmal 5 Zecken aus dem Fell meines Hundes geholt habe kam mir der Gedanke diesen Artikel zu verfassen. Das Fell meines Parson Russel Terriers ist überwiegend weiß, so sind sie zum Glück sehr schnell zu erkennen.

Als Wildtierfotograf oder Vogelbeobachter ist man natürlich ständig der Gefahr eines Zeckenbisses ausgesetzt. Im hohen Gras und im Dickicht sitzen die Zecken und im Vorbeigehen sammelt man sie ein. Dieses Jahr scheint es besonders viele zu geben, aufjedenfall mehr als in den letzten 2 Jahren. Das liegt u.a an den immer milder verlaufenden Wintern.

Spinnentiere

Was sind diese kleinen Tiere, vor denen sich alle fürchten überhaupt?

Wikipedia sagt folgendes:

" Die Zecken (Ixodida) sind eine Ordnung der Milben (Acari), die der Überordnung Parasitiformes zugeordnet werden. Unter den Zecken finden sich die größten Milbenarten. Alle Arten sind blutsaugendeEktoparasiten an Wirbeltieren, darunter auch dem Menschen. Viele Zeckenarten sind bedeutende Krankheitsüberträger. 2004 waren weltweit etwa 900 Zeckenarten bekannt. "

Zecken zählen also zu den Spinnentieren und Milben und sind Parasiten die Krankheiten übertragen.

JA – richtig gelesen, Zecken ernähren sich von unseren Blut und können Krankheiten übertragen – deshalb werden sie auch so gefürchtet. Besonders FSME und Borreliose.

Gegen FSME – Frühsommer-Meningoenzephalitis, eine Viruserkrankung – gibt es einen Impfstoff und man sollte sich vorsorglich auch dagegen impfen lassen. Borreliose hingegen wird von Bakterien, den sogenannten Borrelien, verursacht. Der Verlauf der Erkrankung ist sehr unterschiedlich und zeigt verschiedene Krankheitsbilder. Bisher gibt es keinen Impfstoff, rechtzeitig erkannt, lässt es sich mit Antibiotika behandeln.

Doch verfallt nicht in Angst und Schrecken, nur ein winzig kleiner Teil aller Zecken trägt die Erreger in sich. Wer folgende Punkte beachtet kann einen Biss vorbeugen.

• Wie schon erwähnt sitzen die Zecken bodennah auf Gräsern und Sträuchern und werden im Vorbeigehen abgestreift

• Hohes Gras und dichtes Unterholz sollte daher möglichst gemieden werden

• Seid ihr auf der Pirsch, dann lauft nie genau auf Wildwechseln entlang. Nicht nur damit ihr nicht euren Duft hinterlasst, sondern weil oft genau hier die Zecken sitzen und auf ihren Wirt warten.

• Bietet den Zecken keine „Angriffsfläche“, also trägt auch im Sommer lange Kleidung, steckt die Hose in die Socken und tragt festes Schuhwerk

• Die Kleidung Zuhause ordentlich ausschütteln oder am besten gleich in die Waschmaschine.

• Den ganzen Körper nochmals gründlich absuchen, besonders auch Kopf und Haare und danach duschen gehen.

Es gibt auch verschiedene Mittel, chemische und biologische, die einen Zeckenbiss verhindern sollen. Von chemischen Mitteln halte ich nicht besonders viel und kann daher auch keine Empfehlung abgeben. Auch bei Hunden würde ich von der Verwendung abraten, die Mittel sind reine Nervengifte, welche die Zecke nach einen Biss abtöten. Lieber auch den Hund gründlich absuchen, so bekommt er gleich eine Streichel – und Krauleinheit inklusive 😛

Biologische Mittel sind Sprays oder Lotionen, die ätherische Öle enthalten und dessen Duft die Zecken nicht mögen. Auch hier kann ich keine Empfehlung abgeben, wer gute Erfahrungen mit irgendeinen Mittel gemacht hat, der kann das gerne in die Kommentare schreiben. Aber in der Wildtierfotografie ist es wohl eher kontraproduktiv, wenn man nach Lavendel o.ä riecht.

Hat sich doch eine Zecke „festgebissen“, dann sollte sie zeitnah entfernt werden. Am besten funktioniert es mit einer Zeckenzange, mit der man die Zecke so tief wie möglich an der Bissstelle packt und mit einer leichten 45° Drehung herauszieht. Von der Verwendung von Öl oder anderen Substanzen ist abzuraten. Auf keinen Fall sollte man die Zecke zerquetschen, sonst presst man sämtliche Stoffwechselprodukte heraus – auch mögliche Krankheitserreger!


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Kommentare

17.07.2017 11:01 Epilobium
Ich habe sehr gute Ergebnisse mit Kokosöl gemacht. Bei Mensch und Tier. Ein Terrier lässt sich natürlich schneller einreiben als ein Labi
Schwarzkümmelöl habe ich auch brobiert, unter das Futter beim Hund. Hilft auch, jedoch kommt es auf die Dosis an. Und es schmeckt scheußlich. Kapseln sind ziemlich teuer und man müsste bei einem 8 kg Hund min. 6 geben.
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