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"Auf Motivsuche"

Interessantes mit der Kamera festhalten (78 Einträge)

Grande Dame I Grande Dame II Grande Dame III
155 mal angesehen
20.08.2018, 13.01 Uhr

Die Grande Dame

Kühe müssen zum Melken oft auf dem Weg von der Weide zu ihrem Stall nach Hause über eine von Kraftfahrzeugen befahrene Straße laufen. Ich bewunderte schon immer die Bauern, wie sie diese Aufgabe meistern. Mit ein paar Handgriffen ist die Straße gesperrt, der Weidezaun geöffnet, und der Weg der Kühe zu ihrem Stall gesichert.

Als ich an diesem Tag die Kühe auf einer Weide im Warngauer Ortsteil Bergham bei Reitham fotografierte, fiel mir eine Dame mit besonders großem Euter auf. Sie stand etwas abseits der Herde, und es war schon schwierig, sie mit den anderen Kühen auf ein Bild zu bringen. Voll konzentriert auf Bildausschnitt und Fokus, hab ich gar nicht bemerkt, dass plötzlich der Jungbauer hinter mir stand.

Wir hatten ein längeres, äußerst interessantes Gespräch über seine Weidehaltung und die der benachbarten Bauern. Schließlich kam ich auf die Kuh mit dem großen Euter zu sprechen: Sie gehört schon zu den älteren Semestern und ist auch wieder trächtig. Vor allem aus letzterem Grund, sollte sie eigentlich auf einer abgegrenzten Weide grasen, aber sie liebt halt nun mal die Geselligkeit mit anderen Kühen, obwohl diese sie hänseln, wann immer sie nur können.

Das linke Bild entstand, als der Bauer die letzte Kuh - es war natürlich die Grande Dame - bewegte, auch die Weide zu verlassen, den Weg über die abgesperrte Hauptstraße zu gehen und dem Stall entgegen zu trotten, wo jede Kuh weiß, wo ihr Platz ist und wo sie ihre Milch loswerden kann. Das mittlere Bild zeigt die Grande Dame, als sie die Straße als letzte überquerte, und im rechten Bild sieht man sie im Großformat.
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heini

heini

Alter: 70 Jahre,
aus Holzkirchen

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Kommentare

20.08.2018 15:11 Leanne
"...aber sie liebt halt nun mal die Geselligkeit mit anderen Kühen, obwohl diese sie hänseln, wann immer sie nur können."
Wirklich menschlich schön beschrieben.
20.08.2018 21:19 Gento
Das ist ein schöner Anblick. Bei mir im Dorf werden sie auch über unsere Dorfstraße zur Weide getrieben. Diese Straße kreuzt ein nicht beschrankter Bahnübergang. Da fahren zwar nur ab und an mal Züge mit kleineren Gütern oder Panzern entlang --- aber öfter war da schon Holland in Not. Es bimmelt und kurze Zeit später kommt schon der Zug. Wenn dann noch nicht alle Kühe auf der anderen Seite sind, wird´s brenzlig ... Das passiert zum Glück nicht oft.
20.08.2018 22:00 Waltraut
In unserem Dorf hat der letzte Landwirt das Kühetreiben zu unserer Freude vor einigen Jahren aufgegeben.
So schön wie ein Viehtrieb zweimal täglich auch aussehen mag, wenn man aber uber einige 100 Meter nur über diese "beschissene" Straße von und zu seinem Grundstück kommt, war das oft nicht witzig - weder für das Schuhwerk, noch für die Karossen. Die Waschanlagen in der Umgebung waren nicht in der Lage unsere Autos sauber zu bekommen - und ins Geld ging die viele Wascherei auch .
21.08.2018 09:45 ran1
Waltraut schrieb:
In unserem Dorf hat der letzte Landwirt das Kühetreiben zu unserer Freude vor einigen Jahren aufgegeben.
So schön wie ein Viehtrieb zweimal täglich auch aussehen mag, wenn man aber uber einige 100 Meter nur über diese "beschissene" Straße von und zu seinem Grundstück kommt, war das oft nicht witzig - weder für das Schuhwerk, noch für die Karossen. Die Waschanlagen in der Umgebung waren nicht in der Lage unsere Autos sauber zu bekommen - und ins Geld ging die viele Wascherei auch .

Wer war zuerst da? der Landwirt mit den Kühen, oder die Meckerer?
21.08.2018 15:10 Waltraut
ran1 schrieb:
Wer war zuerst da? der Landwirt mit den Kühen, oder die Meckerer?


Das ist KEIN MECKERN !!!


WIR sitzen seit 1961 auf unserer "Scholle", der Landwirt wird bestimmt schon über Generationen an seinem angestammten Platz sein - darum geht es in meinem Beitrag auch in keinster Weise !!!

Das ist einfach im Nachhinein FREUDE über ein FREIES KOMMEN UND GEHEN, SCHUHE OHNE KUHSCHEISSE und AUTO'S OHNE FESTE SCHEISSKRUSTE und zweimal täglich nicht mehr auf unserem Grundstück durch ein Seil für jeweils ca. 'ne halbe Stunde "eingesperrt" zu sein.
Auf dem Weg zur Weide wurde das Seil vorgehängt und auf dem Rückweg - wenn die Kühe vorbei Richtung Stall waren wurde es wieder abgehängt.
. Das war schon manchmal nervig!

Die weidenden Kühe sind auch für mich ein schöner Anblick und ich gönn' ihnen die Frischluft liebend gerne - leider haben sie das Fliegen noch nicht gelernt... .
01.09.2018 20:06 burgilali
DEr Landwirt, der seine Kühe über oder auf einer Strasse zur Weide treibt, hat hinterher- auch zweimal täglich - für die Reinigung der Strasse zu sorgen.
Die Frage wer zuerst da war stellt sich also garnicht.
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