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Die Tücken des Alltags

(44 Einträge)

Precht: Wer bin ich
203 mal angesehen
26.01.2008, 17.15 Uhr

Bücher und Bestseller

Da kann man wieder mal sehen, was so ein Fernseh-Tipp ausmacht. Ich habe gestern nach langer Zeit mal wieder Elke Heidenreich im ZDF besucht und mir angeschaut, welche Bücher sie uns ans Herz legt. Nicht, dass ich ohne Bücher nicht mehr eine Zeit lang auskäme (das war ehrlich gesagt, in meinem früheren Leben anders: kein Tag ohne Buch!) Aber bevor ich ganz in der Krimi- oder Sachbuch-Ecke versinke, lass ich mir doch gern aus kompetentem Mund etwas empfehleln. Dass es dann wieder ein Sachbuch war, das ich mir heute besorgen wollte - o.k. Man muss es ja nicht übertreiben. Aber dass dieses Buch heute nachmittag in ganz München nicht mehr aufzutreiben war, weil Frau Heidenreich es gestern empfohlen hat, hat mich dann doch erstaunt. Ob es an Frau Heidenreich lag, oder an dem skurrilen Titel, sei mal dahingestellt. Das Buch heißt "Wer bin ich? Und wenn ja, wieviele?" Zunächst überfiel mich der Gedanke, es geht dabei vielleicht um multiple Persönlichkeiten. So ein Buch hätte ich mir nicht unbedingt auf den Nachttisch gelegt. Aber Frau Heidenreich kündigte an, dass der Autor Richard David Precht ein unterhaltsames Einführungsbuch in die Philosophie geschrieben hat. Und das löste bei mir augenblicklich den Reflex "kaufen" aus. Wo gibt es schon wirklich unterhaltsame Philosophie-Bücher? Wie auch immer, mein Kaufimpuls musste ohne Umsetzung in die Tat auskommen: Kein "Wer bin ich" mehr da. Nicht in den großen Buch-Kaufhäusern, keines überhaupt je dagewesen bei einer kleinen Buchhandlung. "Der Verlag war überfordert", beschied mir eine gestresste Buchhändlerin. Ausgerechnet der Goldmann-Verlag überfordert? Wer weiß, vielleicht wollen einfach zur Zeit gaaanz viele Leute unbedingt wissen, wer sie sind, und wenn ja, wieviele. Ihr etwa nicht?
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Philine

Philine

Alter: 63 Jahre,
aus Schönau
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Kommentare

27.01.2008 10:34 kruemel
Cooler Buchtipp. Das wird bestimmt auch irgendwann mal auf meinem Nachttisch liegen. Aber man sollte solche Tipps im Fernsehen echt nicht unterschätzen. Reicht ja schon, wenn nur ein 1% aller Zuschauer sich plötzlich überlegt das Buch zu kaufen. Bei sagen wir mal 1.000.000 Zuschauer wären das ja schon 10.000!

Ich hatte mal eine Bekannte in einem Reformhaus. Vor ein paar Jahr pries Pfarrer Fliege die Vorzüge das Aloe Vera im Fernsehen an, und kurz darauf war das Zeug einfach nicht mehr zu bekommen...
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