Zur mobilen Version wechseln »
AktuellesWetterShopAboMediaserviceKontaktDie besten Seiten der ImkereiImkerzeitschriften
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche
Reinigungsflug der Bienen und Autolack
1306 mal angesehen
30.01.2008, 11.34 Uhr

Reinigungsflug der Bienen und Autolack

Die milden Winter, von den Imkern eigentlich nicht gerne gesehen wegen der begünstigten Varroavermehrung haben auch ein Gutes: der mancherorts gefürchtete Reinigungsflug der Bienen verteilt sich und fällt milde aus. Nur wenn die Bienen monatelang nicht ausfliegen können, bemerkt man in in der Umgebung der Bienenvölker die Ausscheidungen aus Pollen-(Eiweiß-)resten.

Zwar wird in den Monatsanweisungen der Imkerzeitschriften jährlich immer wieder behauptet, dass die Bienen bevorzugt auf heller Wäsche oder Autos ihr Geschäft verrichten, aber noch niemand hat hierfür einen Beleg erbracht.
Kaum jemand dürfte sich bislang die Mühe gemacht haben, einmal genau zu ermitteln, wie viele Kotspritzer die Bienen in welcher Entfernung von ihrem Stock absetzen.

Nach einer Meldung der Zeitschrift „Bienenpflege“ vom Mai 1958, unter der Überschrift „Zahlen, die zu denken geben“, wurden in der Hauptflugrichtung eines Bienenstandes in gestaffelten Abständen weiße Pappen in der Größe von je einem Quadratmeter ausgelegt und die Kotspritzer nach dem Reinigungsflug ausgezählt, mit folgendem Ergebnis:

100 Meter Abstand: 6 Kotflecken, 30 Meter: 219 Flecken, 20 Meter: 308 Flecken, 10 Meter: 1.103 Flecken, 6 Meter: 508 Flecken und 3 Meter: 777 Flecken.

Deutlich wird sofort die enorme Häufung im Nahbereich des Bienenstands, wohlgemerkt, die Zahlen beziehen sich auf einen Quadratmeter!

Wenn, wie auf dem Foto gezeigt, eine Autowaschstraße in Würzburg in ihrer Werbung behauptet, die Ausscheidungen der Bienen zerstörten den Autolack, so entspricht das nicht den Tatsachen. Hier wird auf dem Rücken der Bienen Panik verbreitet und Stimmung gemacht, damit die PKW-Besitzer ihre Fahrzeuge aus Angst möglichst häufig durch die Bürstenstraße fahren.

Vor Jahren habe ich erlebt, dass mir die Bürsten den Lack zerkratzt haben, ein ärgerlicher Vorfall. Aber daraus ziehe ich nicht die Folgerung, dass die Bürsten jeden Lack zerstören. Der Bienenkot besteht aus den Nahrungsresten und das ist nun mal Pollen. Und den kann man leicht abwaschen
offline

Geschrieben von

Anzeige

Schlagwörter

bienenkot, bienenpflege, kotflecken, kotspritzer, reinigungsflug

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

30.01.2008 11:46 anje
Du hast meine weisse Wäsche noch nicht gesehen, wenn ich sie im Garten bei den ersten wärmeren Temperaturen aufgehängt hab. Die ist Beleg genug!
30.01.2008 11:51 Bienenfreund
Aber hast Du die Spritzer im Gras auch gesehen? Sie sind überall, nicht nur auf der weißen Wäsche
06.02.2008 22:19 hapemae
Hallo Bienenfreund,

habe bei mir in Breisach, (Südbaden) auch schon eine solche Werbung gesehen, hängt übrigens das ganze Jahr dort.

Ich überlege mir ob ich die nicht mal fragen soll, ob sie mir eine antwot geben können, was denn so lackschädigend an Bienenkost sein soll?

Gruß Hans
06.02.2008 23:07 Bienenfreund
hapemae schrieb: Hallo Bienenfreund,
habe bei mir in Breisach, (Südbaden) auch schon eine solche Werbung gesehen, hängt übrigens das ganze Jahr dort.
Ich überlege mir ob ich die nicht mal fragen soll, ob sie mir eine antwot geben können, was denn so lackschädigend an Bienenkost sein soll?
Gruß Hans


Ja, eine gute Idee. Oder Ihr schreibt vom Verein aus hin, das hat mehr Gewicht, als ein einzelner.

Wenn sie über die Autobahn rasen, haben sie härtere Verschmutzungen von all den Insekten als von den Bienen. Aber das ist nicht so plakativ.

Gruß Bienenfreund
22.12.2008 18:42 Arnie
Mein Nachbar ist Imker. Wir haben sehr kleine Gärten in unseren Reihen-1-Familienhäusern.

Das Auto meiner Frau steht in etwa 8 Metern Entfernung im Rücken zu den Einflugslöchern auf der Straße, die an unsere Gärten grenzt.

Ich habe es heute waschen lassen, weil wir mit dem Fahrzeug in Urlaub fahren. Aber schon nach kurzer Zeit war das Auto wieder mit den gelben Stippen übersät. Die Bienen waren heute sehr aktiv, was mich ein paar Tage vor Weihnachten doch sehr überrascht.

Wir stehen hinter dem Verkaufswagen des Imkers, der gelb angestrichen ist. Die gelbe Farbe - auch meines Sweat-Shirts - haben es den Bienen offenbar sehr angetan. Die Farbe des Autos ist hell (Champagner). Das helle Auto des Imkers (vor seinem Verkaufswagen) ist kaum betroffen. Ich habe um die 100 Stippen gezählt - innerhalb von einer Stunde "abgeworfen", obwohl nur wenige Bienen zu sehen waren.

Ich kann leider nicht bestätigen, dass die Flecken leicht zu entfernen sind. Die Waschanlagen werden kaum damit fertig. Und auch bei gezielter Handwäsche bleibt ein leichter Schatten auf dem Lack zurück, vor allem, wenn die Stippen eingetrocknet sind.

Ich habe nichts gegen Bienen in der Nachbarschaft. Selbst ein Hornissennest auf unserem Balkon habe ich wachsen und gedeihen lassen.

Was aber kann man gegen die Flecken tun? So einfach wie oben geschrieben ist die Reinigung nicht.
26.02.2009 09:26 Bienenfreund
Die Ausflugrichtung ist in diesem Fall vielleicht nicht so entscheidend. Die Bienen gehen in die Höhe und verteilen sich in der Luft nach allen Seiten. Was mir selbst nicht klar ist, ob jede Biene momentan nur ein Mal oder mehrfach?
Gestern, beim schüchternen ersten Ausflug meiner Bienen war meine Gartenkleidung ziemlich verschmutzt, aber das Auto in etwa 100 Meter Entfernung, silbrig in der Farbe und frisch gewaschen, hatte absolut nichts. Das ändert sich noch, im April oder Mai wird das Kfz auch schmutzig. Bei mir gehen eigentlich in der Waschstraße alle Spritzer weg, Ausnahme: Heiße und trockene Wetterperiode, dann werden die Dinger stärker eingebrannt und man muss schon mal von Hand nachwaschen.

In jedem Fall hat ein Gartennachbar mal die Spritzer vom Umweltministerium untersuchen lassen, Auskunft: der Inhalt besteht aus Blütenpollen

Das kann so schlimm nicht sein, will Bienenfreund glauben
02.03.2009 10:31 Bienek
)[/quote]
Autos sind wahrscheinlich deshalb ein Problem, weil sie des Deutschen heilige Kuh sind. Da stören solche Flecken schon sehr. Tatsache ich, daß sie erst eingetrocknet, meistens nur mit dem entsprechenden Mittel zu beseitigen sind.

Ich selbst sehe das größere Problem in der Wäsche. Es gibt durchaus Gewebe, bei denen die Flecken auch nach der Wäsche nicht völlig beseitigt werden.

Die Bienen flogen gestern und vorgestern massiv bei 15 Grad. Auf allen hellen Autos in 20 bis 30 m Entfernung keine Spritzer, nur Vogelkacke. Liegt wahrscheinlich daran, daß die Bienen schon vorher immer wieder kleine Reinigungsflüge unternahmen. Weil meine Hecke drei Meter hoch ist, die Bienen stehen direkt neben dem Gehweg, müssen die Bienen die Hecke überflliegen. Dadurch kommen sie mit den Fußgängern nicht in Berührung und fliegen wahrscheinlich auf über die Autos weg und lassen ihre Pünktchen auf Blättern und Ästen zurück. Heute regnet es. Vielleicht hat auch der Regen alles abgewaschen.
02.03.2009 15:02 Bienenfreund
Naja, der eine Gartennachbar hält die Amerikaner für schuld
Wie das?
Nun, über uns ziehen häufig diese riesigen Hercules Transportmaschinen, grau, ohne Kennzeichnung, laut Pressemeldungen ist das die Nachschublinie vom Irak nach Militär-Flughafen Landstuhl/Ramstein und zurück. Darunter befinden sich auch fliegende Krankenhäuser mit den Verwundeten. So viel zum Verständnis des Folgenden.

Dieser Nachbar nun beschuldigt die Amerikaner, sie würden Abfälle oder Toiletteninhalte aus Kostengründen abwerfen, bevor sie landen. Die Maschinen sind tatsächlich manchmal wie zum Greifen nah, ganz unheimlich sieht das aus, riesige graue Vögel im Sinkflug. Die Spur der Verschmutzung ziehe sich über etliche Kilometer, er habe sich erkundigt, auch in fünf oder zehn Kilometern Entfernung seien diese kleinen braunen Spritzer zu finden.

Imker, was sollte ich machen?
Die Amerikaner sind an den braunen Spritzern schuld, na klar. Der gute Mann hat, wie oben angedeutet, eine Analyse durch die Behörden erstritten, die natürlich erst nicht kommen wollten: Sie könnten sich nicht mit den Amerikanern anlegen und seien nicht zuständig.

Schließlich kamen sie und haben Proben von seinem Dachfenster gekratzt und er bekam dann die Auskunft, die ihn ratlos macht, aber nicht in seiner Meinung umstimmt: da ist nur Pollen drin.
Woher dieser Pollen stammt? Von den Amerikanern, woher sonst!!

Bald glaube ich es selber. Tja, Menschen sind Rätsel - Bienen auch
27.04.2015 06:34 Hans_Hagen_Theimer
Kauft Euch einfach gelbe Autos (gebraucht, von der Post), dann sieht man die Kotspritzer der Bienen nicht!
Tipp für iPhone-Benutzer: Du kannst alle Kommentare durchblättern, indem du zwei Finger zum Scrollen verwendest.
Anzeige
Zum Seitenanfang