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Ohne Bienen geht nichts
2015 mal angesehen
30.01.2008, 17.34 Uhr

Ohne Bienen geht's nicht

Bisher gab es keine genaue Bestimmung der Abhängigkeit der Ernten der Welt von Bestäubung durch Tiere.
Ein internationales Forscherteam hat Studien aus 200 Ländern ausgewertet, mit Unterstützung des sechsten Rahmenprogramms der EU. Veröffentlicht sind die Angaben in der wissenschaftlichen Zeitschrift Proceedings of the Royal Society of London B: Biological Sciences, Vol. 274, Nr. 1608, 2007.

„Wir haben 115 Erntearten untersucht, von denen 87 abhängig waren von Bestäubung durch Tiere, 28 waren es nicht. Aber 60% der globalen Ernten rühren von Pflanzen, die keine Bestäubung durch Tiere benötigen“, sagen die Forscherinnen. „Hierbei handelt es sich um die Massenernten aus Weizen, Mais und Reis. Aber die Ernten aus Bestäubung durch Tiere in Höhe von 35% sorgen für eine Vielzahl von Nährstoffen, die man für eine ausgewogene Ernährung braucht“, ergänzen sie.

„Unsere Ernährung würde furchtbar verarmen, sowohl in Hinsicht auf die Nährstoffe wie auch die Esskultur, wenn die Bestäubung weiter abnimmt“, schreiben die Forscher. Der Verlust von blühenden Landschaften und die Intensivierung der Landwirtschaft haben negative Auswirkungen auf Honigbienen, wie auch auf Wildbienen.

Der Verlust der natürlichen Bestäuber hat schon dazu geführt, dass wie in Brasilien Blüten der Passionsfrüchte von Hand bestäubt werden, durch Tagelöhner. Dies ist wesentlich teurer. Die natürlichen Bestäuber sind dort durch den hohen Einsatz von Insektiziden und die Verarmung der Landschaften ausgefallen.

Die Forscher halten weitere Projekte für dringend erforderlich, um Methoden zur Sicherung der Nahrungsvielfalt zu entwickeln, wie sie am Ende der Studie schreiben.

Prof. Claire Kremen von der Universität von Kalifornien ist wie Alexandra-Maria Klein von der Universität Göttingen Mitautorin, die anderen Autoren sind Bernard E. Vaissière, James H. Cane, Ingolf Steffan-Dewenter, Saul A. Cunningham und Teja Tscharntke.
Der Titel der Studie lautet: Importance of pollinators in changing landscapes for world crops.

Quellen:
www.cordis.europa.eu, www.alarmproject.net und www.journals.royalsoc.ac.uk

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Kommentare

31.01.2008 21:09 Juri
Ein hervorragender Tip!!!
Danke
Juri
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